Ab wann liegt man im Sterben?

18 Antworten

Ich habe beide Großeltern bis in den Tod zu Hause gepflegt und auch beide Eltern, ich möchte Dich nicht mit Dingen belasten, die sowieso bei jedem Menschen anders verlaufen. Oft kämpft der Sterbende ja auch recht lange gegen den Tod. Darauf hat niemand Einfluss. Irgendwann ergeben wir uns Alle. Mein Trost ist, Sie sind in einer besseren Welt, Schmerz und Kummer können Sie nicht erreichen. Wir trauern fast immer um UNSEREN Verlust, und nicht um den Toten, der ist erlöst. Wir haben nur die Erinnerung. Es gibt keine Drehbuch und auch keine Gebrauchsanleitung, es stimmt um Mund und Nase bildet sich ein Dreieck, die sog. Totenmaske aber auch die ist ganz unterschiedlich ausgeprägt, bei meiner Mutter war sie kaum sichtbar. Aber sieh es doch einmal wie es ist, wir kommen ja auch zur Welt wenn unsere Zeit gekommen ist. Leider habe ich keinen Allgemeinrat für Deinen Kummer, aber Du bist ja bereit Deinem Opa beizustehen, egal wie lange es noch dauert, das zählt. LG

Du das ist unterschiedlich. Im Sterben befindet man sich so heißt es wenn man sich im "unmittelbaren Sterbeprozess befindet". Das bedeutet, wenn ein Arzt (oft ist es wichtig mind. zwei zu Rate zu ziehen) feststellt, dass aus medizinischer Sicht nichts mehr zu machen ist, um das sich der zustand des Patienten verbessert. Wenn es ihm schon sehr schlecht geht, er bettlägerig ist und kaum noch Nahrung zu sich nimmt. Keiner kann sagen wielange so ein Sterbeprozess dauert, dass kann unterschiedlich sein... Stunden... Tage... manchmal sogar noch Wochen! Ich wünsche Dir sehr viel Kraft für diese Zeit, stehe deinem Großvater bei so gut Du es kannst! Zeige ihm, dass Du da bist und stelle nicht die Angst vor seinem Tod in den vordergrund sondern deine Liebe und Zuneigung zu ihm! Jeder Mensch muß gehen... auch wenn es weh tut. Gottes Segen

ja, ich finde es auch wichtig, die Liebe vor die Angst zustellen - wenn es geht...!

Ich finde es toll, dass ihr Eure Erfahrungen schildert. Mich betrifft es aktuell mit meiner Oma, bei der ich neben meinen Eltern eine tolle Kindheit verbracht habe. Nun ist sie am Ende mit ihren Kräften und sagt, dass sie sich wünscht, dass es bald vorbei ist. Mich belastet das sehr aber sie quält sich nur im Krankenhaus Tag für Tag. Ich frag mich was das noch soll. Es gibt kaum eine Chance, dass sie das Krankhaus jemals verlässt. Ich wünsche mir das sie zu Hause stirbt, es ist aber auf Grund ihres Zustandes nicht möglich, weil wir sie nicht pflegen können. Ihr Herz ist zu schwach. Mit 83 muss man wahrscheinlich damit rechnen. Ich erzähle ihr immer nur schöne Sachen von früher und das ich mich bei Ihr immer sehr wohl gefühlt habe. Nun muss ich mich um sie kümmern, das tu ich sehr gern. So oder ähnlich läuft das in fast jeder Familie irgendwann ab. Ich wünsche Euch allen viel Kraft. Vielen Dank für Eure Worte!!

Oma ist am 20.05.2012 gestorben! Trotzdem danke für Eure Beiträge!

Die Frage ist schwierig zu beantworten, denn bei jedem Menschen ist der Prozess des Sterbens anders. Ein sicheres Zeichen, dass es sehr bald zu Ende ist, ist die Atmung. Sie verändert sich in den letzten Stunden des Lebens zusehens. Die Atmung wird zunächst zur sogenannten Schnappatmung, dann flacht sie ab und es entstehen Atempausen, die immer länger werden, bis hin zum letzten Atemzug.

hallo sitz hier und grüble seit 11 wochen darüber nach wie es war als mein vater am 14.09.09 um 15.51 Uhr für tot erklärt wurde. ich hielt seine hand und starrte ihn an und hab es bis heute nicht verstanden. meine mum und mein bruder saßen wie ich an seinem krankenbett bei uns zuhause im wohnzimmer. meine mum erzählte mir das er sie noch einmal umarmt hatte und geweint hat er wollte ihr was sagen aber sie hat ihn nicht verstanden sie sagte ihm er solle sich jetzt auf den weg machen und ein schönes plätzchen auf der wiese suchen und wenn er es gefunden hätte soll er sie holen. mein bruder erzählte mir er habe ihn die ganzen minuten bis zu seinem tod angesehen und mein papa hätte die ganze zeit nach oben gesehen. und ich-, ich spürte nur die hände einer hospitzmitarbeiterin die bei uns zuhause war, die mich ganz fest hielten und mir zuflüsterten ich soll jetzt ganz still sein er macht sich jetzt auf den Weg nach hause. ich krümmte mich nur zusammen und hab leise ich mich hineingeweint erst als ich den druck seiner hand nicht mehr spürte sah ich ihn an. wir waren drei menschen und jeder von uns liebte ihn grenzenlos und doch haben wir seinen tod unterschiedlich erlebt. ich kann bestätigen das die atmung vom sogenannten brodeln auf einmal ruhig wird und das noch 2 bis drei intensive atmungen hörbar sind, die ehrenamtliche hospitzmitarbeiterin der wir sehr dankbar sind hat uns gesagt er ist im frieden gegangen. menschen die nicht ihren frieden gemacht haben mit sich selbst stöhnen bis zuletzt. das ist mein einziger trost... mein papa war 58 jahre alt und hatte 8 monate schwarzen hautkrebs. dieser bericht wird euch nicht viel bringen aber danke das ich ihn schreiben durfte er ließ das erlebte ein bischen von mir schütteln bevor mich die trauer darüber auffrisst. alles liebe i.

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