Frage von Lexi77, 613

Was bedeutet "ventrale Höhenminderung" eines Brustwirbels?

Hallo zusammen! Bei meinem letzten KH-Aufenthalt wurde u.a. ein MRT der BWS und der LWS gemacht, um eine Ursache für meine Bauchschmerzen von dort ausschließen zu können.

Quasi als Nebenbefund kam dabei heraus, dass eine "ventrale Höhenminderung von BWK 11" vorliegt, die laut Befundbericht des Radiologen am ehesten als Folge eines Unfalles anzusehen ist.

Ich hatte vor 10 1/2 Jahren einen Unfall, bei dem ich mir einen Bänderriss an den Kopfgelenken, also der HWS zugezogen hatte. Die BWS hat bis vor einiger Zeit eigentlich nie Probleme gemacht. Erst vor ca. 2 Jahren fing es an, dass ich in der BWS immer wieder Blockierungen und starke Verspannungen und dadurch Schmerzen hatte. Das haben die Physiotherapeuten und mein Orthopäde aber auf die Fehlhaltung durch das HWS-Problem geschoben. Ein Röntgenbild war zwar da gemacht worden, aber der Orthopäde hatte gesagt, dass da nichts drauf zu sehen gewesen wäre. Seitdem bekomme ich aber schon regelmäßig KG für die BWS, zusätzlich zur HWS.

Heißt das Ergebnis dieses MRT jetzt, dass ich damals möglicherweise auch eine Verletzung an diesem 11. Brustwirbel hatte? Und was wäre das dann gewesen? Angebrochen? Oder was verursacht so eine Höhenminderung?

Kann diese Höhenminderung auch (jetzt noch) ursächlich für die ständig auftretenden Blockierungen und Schmerzen verantwortlich sein?

Danke und viele Grüße Lexi

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von beamer05, 577

Heißt das Ergebnis dieses MRT jetzt, dass ich damals möglicherweise auch eine Verletzung an diesem 11. Brustwirbel hatte? Und was wäre das dann gewesen? Angebrochen? Oder was verursacht so eine Höhenminderung?

Möglich ist das durchaus, aber ohne Vergleich von Voraufnahmen kann man das nicht genauer feststellen.

Je nachdem, was GENAU auf den Bildern zu sehen ist, könnte es sein, dass an deinem Wirbel "nur" die Deckplatte an der Vorderseite eingebrochen ist, oder die Vorderkante ist eingeknickt. Beides KANN durch ein Trauma (z.b. einen Unfall), aber bei entsprechender Disposition auch "einfach so" (Osteoporose) passieren.

Schmerzen können bei einer solchen "Beschädigung" auf wenige Tage begrenzt sein, sie können aber auch jahrelang auftreten. Da man genaueres eigentlich nur mit Kenntnis der Bilder sagen kann, könntest du den Radiologen befragen, der die Untersuchung gemacht hat (oder, unter Vorlage der Bilder einen anderen Arzt (möglichst mit Erfahrung mit MRT) fragen.

Kommentar von Lexi77 ,

Danke für deine Antwort. Also ich denke, Osteoporose als Ursache kann man eigentlich ausschließen. Denn zum einen bin ich noch nicht so alt (36) und zum anderen wurde im vergangenen Jahr eine Knochendichtemessung gemacht und da sagte der Arzt, dass die Werte top in Ordnung wären.

Den Radiologen kann ich zwar wohl nicht befragen (bin inzwischen entlassen), also werde ich wohl mal die Bilder anfordern und damit erstmal zu meinem Orthopäden gehen.

Antwort
von StephanZehnt, 394

Hallo Lexi,

so etwas nennt man eine Kompressionsfraktur. (Stauchungsfraktur siehe Link ) wenn bei einem Unfall eine "hohe Gewalt" auf Bereiche der Wirbelsäule einwirkt. Nun bedeutet ventral. (vorn zum Bauch / Hals hin). Höhenminderung sagt aber nichts aus. Auf Deutsch die Frage ist wie stark Höhengemindert der Wirbel ist.

Ein so geschädigter Wirbel kann weiter zusammenbrechen - es wäre also sinnvoll einmal mit dem behandelnden Arzt zu sprechen und nach zu fragen wie stark Höhengemindert der Wirbel ist. Ja und was man vor hat wenn der Wirbel unter 50 % zusammenbricht.

Es wäre wichtig, dass man dies einmal abklärt wie man zukünftig vorgeht, wenn es zu einer weiteren Höhenminderung kommt. Ob man dann den Wirbel versteift oder was ... muss man an der Situation klären! http://neuros.net/de/wirbelkorperkompressionsfrakturen.php

VG Stephan

Antwort
von anonymous, 301

Hallo,ich habe auch immer Bauchschmerzen,mir wurde auch gesagt es komme von der BWS,ich kann mir das gar nicht vorstellen,die Bauchschmerzen sind immer da.Bei Belastung noch schlimmer.Wie ist das bei dir ? LG

Kommentar von StephanZehnt ,

Wenn ein Arzt so eine "Diagnose" ausspricht sollte man zumindest einmal ein Röntgenbild machen lassen. Also würde ich schon einmal zu einem Orthopäden gehen!

Kommentar von Lexi77 ,

Hallo! Bei mir ist es so, dass eine genau zu umschreibende Stelle am Bauch wehtut (nicht der ganze Bauch) und das wohl im Zusammenhang mit einer Bauch-OP und/oder PEG-Sonde steht. Man wollte mit dem MRT nur einen Zusammenhang mit der Wirbelsäule ausschließen. Die Ärzte sind sich nun ziemlich sicher, dass es ein Verwachsungsschmerz ist.

Grundsätzlich ist es in der Tat denkbar, dass Bauchschmerzen auch durch Probleme mit der Wirbelsäule ausgelöst werden, hier bestehen direkte Zusammenhänge, z.B. mit den Brustwirbeln. Sieh mal hier: http://www.dagc.de/behandlung/die-brustwirbelsaeule-bws.html

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