Frage von harosisa, 35

Entzündung an den Ileosakralgelenken u. an den Hüften

Hallo,

nachdem ich mich soeben registriert habe, möchte ich Euch auch gleich eine Frage stellen: Seit Monaten habe ich fast unerträgliche Schmerzen im Bereich der Ileosakralgelenke u. der Hüften, die das Laufen fast unmöglich machen u. besonders in der Nacht dazu führen, daß ich mich nicht drehen kann u. ständig von Schmerzen aufwache. Da ich eine Wirbelkanalstenose habe, vermutete man, daß es von der Lendenwirbelsäule kommt. Ich bekam alles Erdenkliche an Therapie: Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Osteopathie, Schmerzmittel (u.a. Voltaren, Ibuprofen, dann Tilidin u. zum Schluß das Opiat Targin - ohne Erfolg! Es wurde immer schlimmer!

Nach einem MRT bekam ich heute diese Diagnose: "Entzündungen an den Ileosakralgelenken u. an den Hüften". Mein Arzt verschrieb mir Prednisolon (3 Tage 30mg, 3 Tage 20mg, 3 Tage 15mg, 3 Tage 10mg, 3 Tage 5mg). Außerdem bekomme ich eine Röntgenreizbestrahlung, ich glaube 10 mal.

Hat jemand von Euch Erfahrung mit dieser Erkrankung? Vielleicht weiß jemand von Euch, wie lange es dauert, bis man diese Schmerzen in den Griff bekommt? Es würde so gut tun, sich mit jemandem austauschen zu können!

Vielen Dank!

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Bellavista, 28

Hallo, eine äusserst schmerzhafte Erkrankung, die oft lange nicht erkannt wird. Die üblichen Schmerzmittel reichen da oft nicht mehr aus und man kommt um Cortison nicht herum. Das bekommst Du jetzt und damit sollte es schnell besser werden, notfalls musst du das noch einmal wiederholen, dann sollte es aber ausgeheilt sein. Die Röntgenreizbestrahlung unterstützt das ja auch noch zusätzlich

Gute Besserung Bellavista

Kommentar von harosisa ,

Weißt Du, wie lange so etwas dauert?

Kommentar von Bellavista ,

Hängt davon ab, wie lange der Schmerzzustand schon besteht, aber Cortison solltest Du nach ein paar Tagen schon merken

Kommentar von harosisa ,

Hallo Bellavista, danke für Deine Antwort!

O.k., das Cortison habe ich heute Morgen zum 3. Mal genommen, zusätzlich zum Opiat Targin 10/5 (morgens u. abends je 2). Bis jetzt habe ich noch keine Besserung, aber das ist wohl auch noch zu kurz. Mit der Bestrahlung kann ich erst in 2 Wochen anfangen. Das Targin (bekommt man nur auf Betäubungsmittelrezept, ist also schon ein Hammer!) scheint gar nichts zu nützen, egal, ob ich 1 oder 2 nehme. Das finde ich recht merkwürdig. Jetzt setze ich meine Hoffnung also aufs Cortison.

Übrigens kann ich nicht einmal genau sagen, wann die Schmerzen angefangen haben. Schmerzen in diesen Bereichen habe ich seit Jahrzehnten. Mit der 1. Diagnose "Sie haben halt ein krummes Kreuz, damit müssen Sie leben", dann kam dazu "Fibromyalgie" (mit der ich auch gelernt habe zu leben), vor 1 Jahr dann stellte man eine totale Verengung im Wirbelkanal fest. Diese bereitet aber meiner Meinung nach andere Schmerzen, die sich eher dumpf anfühlen und dazu führen, daß ich schon seit etwa 1 Jahr nur noch kurze Strecken gehen kann.

Das, was mich jetzt quält, sind stechende Schmerzen, besonders nachts. Ich denke, daß da 3 verschiedene Krankheitsbilder zusammenkommen, von denen aber die Entzündung das Schlimmste ist. Wo die herkommt, weiß ich noch nicht. Es wurde mir Blut abgenommen, um zu testen, ob sie eine rheumatische Ursache hat. Weißt Du, ob so etwas auch von der Verengung kommen kann? Wenn ich übrigens sitze u. die Beine hochlege, wird es besser. Ich versuche , das immer wieder zwischendurch zu tun, sonst geht gar nichts mehr.

Bist Du eigentlich selbst betroffen, oder kennst Du Dich einfach mit medizinischen Dingen aus? Dir noch einen schönen Abend!

Antwort
von Mennomania, 20

Entzündungen im Bereich der Iliosakral- und Hüftgelenke werden oft erst spät erkannt, weil hier der Verdacht - in den meisten Fällen jedenfalls - zunächst auf die Wirbelsäule als Schmerzverursacher fällt. Durch die lange Beschwerdedauer und die permanente Gelenkbelastung werden die Schmerzen dann chronisch.

Wichtig sind bei der Therapie, wie bei jeder Entzündung, die konsequente Entlastung (evtl. mit Unterarmgehstützen und die Gabe von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten. Bei einer starken Entzündung kann auch eine Infiltrationstherapie (also die Verabreichung der Medikamente direkt in das betroffene Gelenk) durchgeführt werden.

Selbst Unterstützen kann man den Heilungsprozess durch Bewegungsübungen ohne Gewichtsbelastung, die einem der Physiotherapeut zeigen kann.

Kommentar von harosisa ,

Hast du eine Ahnung, wie lange so etwas dauert?

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