Frage von xdomix90, 1.049

Ab wann ist der Bauch zu dick?

Ich habe über die Weihnachtszeit ein keines bisschen zugenommen, nun mache ich mir Sorgen ob mein Bauch zu dick ist, so dass es schon schädlich für die Gesundheit ist. Deshalb wollte ich mal wissen, ab wann ist der Bauch eigentlich zu dick? Kann man das festlegen? Bin ich schon zu dick? Bitte seid ehrlich......

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Antwort
von evistie, 557

Holla, da hast Du Dir ja einen richtigen kleinen "Ranzen" angefuttert über die Feiertage! Aber wenn dieser Bauch tatsächlich zwischen Weihnachten und Neujahr entstanden ist und nicht zwischen Neujahr und Weihnachten :o) , dann kriegst Du ihn auch relativ schnell wieder weg, wenn Du jetzt mal verstärkt darauf achtest, was und wie viel Du isst.

Wann ein Bauch "zu dick" ist? Nun, da gibt es zum einen diesen Anhaltspunkt:

Ab welchem "Bauchfett-Umfang" wird es gefährlich?

Bei Frauen sollte der Taillenumfang 80 cm nicht überschreiten und bei Männern nicht über 94 cm liegen. Hat das Bauchfett einen Umfang von 88 cm bei Frauen beziehungsweise 102 cm bei Männern erreicht, besteht statistisch ein deutlich erhöhtes Risiko für viele chronische Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes Typ II, Herz-Kreislauf-Leiden, Morbus Alzheimer und Krebs.

Dabei sind aber nicht die sichtbaren äußeren Fettpolster unter der Bauchhaut gefährlich, sondern die nicht sichtbaren Fettpolster zwischen den Organen, weil dort negativ stoffwechselaktive Substanzen produziert werden. Dieses innere Bauchfett verhält sich wie ein Körperorgan.

http://www.dr-neidert.de/ernaehrungsmedizin3/405-bauchfett-umfang

Zum anderen gibt's da ja auch noch die Optik, und wenn man keinen Knick in der Optik hat, dann sieht man (und merkt es am Hosenbund...) schon selbst, wenn die Wampe anfängt, zu stören. Da gibt es zwar launige Sprüche zur Beschwichtigung ("Ein Mann ohne Bauch ist ein Krüppel" oder "Gutes Gerät hängt immer unter einem Vordach"), aber mal ehrlich, ein junger Bursche wie Du sieht "ohne" einfach besser aus! Und gesünder ist es obendrein.

Antwort
von LowCarbEater, 430

Noch würde ich nicht sagen, dass es gravierend gesundheitsschädlich ist. Wichtig ist natürlich immer, dass du dich selbst wohlfühlst! Ich persönlich denke, dass du aber deinem Körper was gutes tun würdest, wenn du die Ernährung langfristig umstellst. Hab ein wenig im Internet geschaut und fand diesen Beitrag ganz gut: http://www.erfolgreiches-abnehmen.com/gesund-abnehmen/

Versuch etwas mehr Gemüse und Obst zu dir zu nehmen und vielleicht vorerst auf Kohlenhydrate am Abend zu verzichten. Letzteres hat bei mir zumindest super geholfen :) So ein leckeres Stück Fleisch und dazu geschmorrtes Gemüse aus dem Ofen kann ich da nur empfehlen ^^.

Natürlich spielt auch mangelde Bewegung eine große Rolle. Wenn man viel isst, sollte man sich gleichzeitig auch mehr bewegen, um den täglichen Kalorienbedarf auszugleichen.

Antwort
von bethmannchen, 358

So viel zu dick scheinst du nicht zu sein, vielleicht hältst du dich auch nur nicht optimal. 

Für das Gewicht gilt als Faustregel: Größe in cm minus 100 und dann noch einmal minus 10% | 180 cm - 100 - 8 wären dann also so um und bei 72 kg. Es kommt nicht auf ein oder zwei kg an, es ist nur ein Richtwert.   

Jetzt mal eine Weile auf Gesund achten, hin und wieder einen frischen Salat statt Pommes und Majo, und Ostern ist alles wieder gut. 

Wer gerade und aufrecht steht, hat schon nur noch halb so viel Bauch vorneweg. Ohne Flax, der Mensch ist tatsächlich für die Napoleon-Haltung gebaut!

Bei einem Rundrücken hält man die Schultern nach vorn und den Kopf eingezogen. Das ist zuerst nur eine Fehlhaltung. Behält man diese Haltung aber als "normal" bei, so wächst man dann in diese Haltung hinein. Der Mensch wächst eben immer so, wie er sich hält. In so krummer Haltung kann man die Bauchdecke gar nicht richtig anspannen, seinen Bauch also nur schlecht tragen. 

Das lässt sich auch wieder rückgängig machen, ist nur mühsam und dauert etwas und erfordert Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, denn man bekommt im ganzen Leben keinen neuen Rücken; ist von der Natur einfach nicht vorgesehen. Man muss sich selbst bzw. dem Körper seine optimale Haltung "wieder angewöhnen".

  1. Immer wieder daran denken "Napoleon-Haltung einnehmen! Also Kopf aus den Schultern ziehen, hoch mit dem Kinn und den Blick auf den Horizont richten, Hände mit den Daumen nach außen drehen, (dadurch rollen die Schultern ganz von allein nach hinten) und dabei das Becken nach vorne kippen. Das kann man am besten üben, wenn man sich mit den Hacken ganz nah an einen Pfosten oder Türrahmen stellt. 
  2. Beim Gehen, Joggen, Walken oder ähnlichem die Hände immer so halten, dass die Daumen nach außen zeigen, also Handflächen nach oben. Damit drehen sich die Schultern automatisch so hin, wie sie auch gehören.
  3. Beim hinsetzen darauf achten, dass man dann auch "auf dem ganzen Hintern" sitzt. Dazu beim Hinsetzen nicht als erstes den Rücken an die Lehne werfen, sonder den "Allerwertesten" zuerst möglichst weit hinten auf die Sitzfläche strecken. Beim Platz nehmen kippt das Becken automatisch in die optimale Stellung. Auch ohne dass man seinen Rücken anlehnt, kann man so stundenlang ermüdungsfrei sitzen. 

Besonders am Anfang ist das alles anstrengend, weil der Körper umerzogen werden muss. Erst wollen die Muskeln noch nicht und man mag zunächst auch das Gefühl haben, dass die Napoleon-Haltung sehr anstrengend sei. Wenn man das aber konsequent, richtig, oft und lange macht, geht das in Fleisch und Blut über und man wird feststellen, dass diese Haltung einfach optimal ist.

Es sieht nicht nur selbstbewusster aus, sondern wirkt sich auch tatsächlich so aus. Der Blick ist frei, Lunge und Herz haben mehr Platz, Magen und Darm, Leber und Bauchspeicheldrüse werden nicht mehr eingequetscht und die Wirbelsäule kann in sich selbst ruhen. Und, ja, der Bauch ist schon wesentlich flacher. 

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