Frage von Kyoshi, 51

Trombosespritzen?

Ich wurde vor etwas mehr als einer Woche am Knie operiert und muss mir deshalb von meiner Mutter Trombosespritzen geben lassen. Da ich am Bauch extrem empfindlich bin, kommen die Spritzen immer in den Oberschenkel. Irgendwie tut es bei jeder Spritze sehr weh, da das Mittel sofort anfängt tierisch zu brennen, nachdem es injiziert wurde.

Ich nehme mal an, dass meine Mutter die Spritzen irgendwie falsch gibt, da es bei den Pflegern im Krankenhaus überhaupt nicht weh tat. Wahrscheinlich spritzt meine Mutter aus Versehen in einen Muskel o.ä. anstatt in das Fettgewebe unter der Haut. Meine Frage wäre nun, ob das irgendwelche negativen Auswirkungen auf die Wirkung der Trombosespritzen hat. Kann es nun sein, dass ich eine Trombose bekomme, weil meine Mutter die Spritzen immer falsch setzt? (Ich kann mir die nicht selbst geben, das würde ich nicht schaffen.)

Wie lange muss ich die Spritzen überhaupt noch nehmen? Meine Mutter hat noch 10 Stück übrig, aber das halte ich nicht mehr aus. Ich gehe ab Donnerstag wieder in die Schule, ab dann liege ich also nicht mehr den ganzen Tag auf dem Bett. Reicht das nicht an Bewegung? Ich war nie ein sportlicher Mensch, auch mit gesundem Knie habe ich mich eigentlich nur in der Schule richtig bewegt. Ich habe mich damals auch immer auf mein Bett gelegt und gelesen oder etwas am Laptop gemacht und habe trotzdem keine Trombose bekommen. Es gibt ja genügend Leute, die 24/7 vor dem Fernsehr hocken und sich trotzdem keine Spritzen geben müssen... Muss ich die Spritzen wirklich noch nehmen, wenn ich wieder in die Schule gehe?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Fischkopp, 32

Hallo Kyoshi,

wurde in der Klinik die Spritze auch in den Oberschenkel gegeben?

Ich empfehle vor dem Ansetzen der Spritze mit der linken Hand eine Hautwulst zu bilden und bei Einstechen der Spritze mit der linken Hand etwas fester zuzudrücken. Durch die spürbare Druckstelle wird das Nervensystem abgelenkt und man spürt die Spritze selbst nicht mehr. Auch möchte ich empfehlen, die Spritze sehr langsam zu entleeren.

Ich wünsche gutes Gelingen! Fischkopp

Antwort
von kreuzkampus, 31

Vorab: "Am Bauch extrem empfindlich"? Ich nenne das mal "Anstellerei". Darauf deutet auch hin, dass Du nicht den Mut hast, die Spritzen selbst zu setzen. Eine Bauchwulst ist so unempfindlich, dass ein schneller(!) Einstich wie ein Mückenstich ist. Dagegen wäre für mich der Einstich in den Oberschenkel eine höchst unangenehme Vorstellung, weil ich dort kein Fettgewebe habe. Versteh' mich richtig: Ich verurteile Dich nicht für Deine Empfindlichkeit; aber, wenn es ernst wird, muss man sich auch mal überwinden. Wird Dir im Leben noch öfter so gehen.

Zu Deinen Fragen:  Die Spritzen wirken, egal, wie Deine Mutter zusticht. Und: Deine Beschreibungen vom PC und TV ziehen nicht. Ich empfehle die Spritzen nach OPs lieber länger als kürzer zu nehmen, weil ich nach einer Knie-OP (neues Knie) auf Rat der Ärzte aufgehört habe und mir später eine flotte tiefe Thrombose im Unterschenkel eingefangen habe. Das bedeutete, ein halbes Jahr Makumar und wöchentliche Blutabnahme. Da wird die Ellenbeuge aber richtig blau.

Und nun halt' die Einstiche aus, wo Du willst; aber hör' nicht zu früh auf und beweg' Dich, sobald es wieder geht. Übrigens: Wenn man nicht operiert ist, besteht (in jungen Jahren) auch kaum eine Thrombosegefahr.

Hier noch ein paar Tipps von Mitgliedern: https://www.gesundheitsfrage.net/frage/wie-kann-ich-mich-ueberwinden-mich-selbst...

Antwort
von GeraldF, 31

Ja, unbedingt weiter machen mit den Spritzen. Nochmal mit Mutti in die Klinik: Die sollen nochmal zeigen, wie' s geht.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community