Frage von Lexi77, 405

Port läuft schlecht

Hallo!

Seit 9 Tagen habe ich jetzt meinen Port, letzten Donnerstag wurde er das erste mal angestochen. Morgen ist ein Wechsel der Portnadel geplant.

Dennoch muss ich hier heute nochmal eine Frage stellen, in der Hoffnung, dass sich vielleicht jemand damit auskennt.

Und zwar ist es so, dass in der letzten Nacht die Ernährungslösung nur sehr langsam gelaufen ist, obwohl der Tropfenzähler relativ schnell eingestellt war (200 ml/h). Heute morgen war nach 12 Stunden noch nicht mal die Hälfte durchgelaufen (ich habe 1000 ml-Beutel). Die Schwester vom Pflegedienst heute morgen meinte, dass ich vielleicht im Schlaf etwas den Schlauch abgeknickt habe, das könne schonmal vorkommen.

Jetzt bin ich auch wieder seit 1 Std, angeschlossen und es läuft wieder nur sehr langsam. Jetzt habe ich gerade festgestellt, dass ich die Laufgeschwindigkeit etwas mit meiner Körperhaltung beeinflussen kann. Sprich, setze ich mich kerzengerade aufrecht (mit leicht durchgedrücktem Rücken) hin, dann läuft es schneller, als wenn ich z.B. gemütlich auf der Couch sitze. Lege ich mich auf die Seite läuft es mit anderer Geschwindigkeit als wenn ich auf dem Rücken liege. Das Spülen vor Anlage der Nahrungslösung ging ganz normal (da habe ich normal auf einem Stuhl gesessen)

Hat das was zu sagen? Muss ich mir da Gedanken machen?

Jetzt ist ja leider niemand mehr zu erreichen, den ich sonst fragen könnte. Ich kann ja alle (Arzt bzw. Pflegedienst) erst morgen früh wieder erreichen.

Kennt sich jemand von euch damit aus?

Viele Grüße und Danke! Lexi

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Lexi77,

Schau mal bitte hier:
Behandlung Arzt

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GeraldF, 378

Die Körperlage und auch die Atemphase haben Einfluss auf die Druckverhältnisse im Bereich der oberen Hohlvene. Dort liegt das Ende des Port-Katheters. Bei tiefer Inspiration oder in Körperlagen, in denen das Ende des Portkatheters höher als die Herzebene (rechter Vorhof) liegt, ist der Druck niedrig oder sogar negativ. Dann läuft es besser (höherer Druckgradient).

Manchmal ist es etwas ganz Triviales: z.B. dass die Portnadel etwas schräg eingestochen ist und die Öffnung der Nadel sich nur zum Teil in der Portkammer befindet, zum Teil noch in dem Gummi daruber. Dann läuft es auch schlecht. Kann nach dem Nadelwechsel dann deutlich besser laufen.

RIchtig Abknicken kann man den Portkatheter eigentlich nicht. Es kommt auf den Zugangsweg zur Vena subclavia an. Wenn der Katheter über die V. cephalica eingeführt wurde, dann können Armbewegungen eine Rolle spielen. Nach einer Direktpunktion der V. subclavia haben Bewegungene im gleichseitigen Arm/Schulter eigentlich keinen Einfluss.

Kommentar von Lexi77 ,

Danke für die Antwort. Ich bin halt verunsichert, weil bisher alles super gelaufen ist und es jetzt erst die letzten beiden Nächte kaum gelaufen ist. Das ist auch jede Nacht weniger geworden. Diese Nacht ist kaum was gelaufen. Also kann es ja eigentlich nicht an einer falschen Position der Portnadel liegen, weil da ja keiner dran war und die genau so sitzt wie die letzten Tage auch. .

Oder könnte es auch daran liegen, dass der Bereich der Narbe (ca. 1, 5 cm oberhalb der Nadel) wieder mehr geschwollen ist? Unterhalb der Narbe ist aber alles normal.

Kommentar von GeraldF ,

Für gewöhnlich sitzt die Nadel relativ fest in dem Gummistopfen über der Portkammer, aber in Einzelfällen kann sie schon mal ein Stück zurückrutschen und dann mit dem Schliff (also der Öffnung) nicht mehr optimal in der Kammer liegen. Wenn sie ganz weit rausrutscht (eigentlich gar nicht mehr im Port liegt) dann kann es auch mal ein Paravasat geben, also ein Flüssigkeitsdepot der Infusionslösung neben dem Port..

Im Zweifelsfall (so wie bei Ihnen: neue Schwellung in der Umgebung des Ports und schlecht laufende Infusion) sollte man prüfen, ob die Nadel tatsächlich noch in der Kammer liegt. Das geht vergleichsweise einfach, Sie können es aber nicht selbst machen:. Man muss über eine Spritze - gefüllt mit mit 0,9% NaCl -aspirieren. Liegt die Nadel noch in der Kammer, dann lässt sich Blut aspirieren. Anschließen spült man die Kammer und das System mit dem Kochsalz frei. Es sollte ganz leicht gehen. Lässt sich kein Blut aspirieren, dann sollte eine neue Nadel gelegt werden.

Kommentar von Lexi77 ,

Danke. Also diese Portnadel ist ja gut festgeklebt, das ist so ein System, wo an dem Plastik mit der Nadel gleich ein Klebepflaster mit angebracht ist. Da sollte eigentlich nichts verrutschen. Und die Nadel saß auch eigentlich noch gut. Aber für heute morgen war ja sowieso der Wechsel geplant.

Der Pflegedienst hat eine neue Nadel eingesetzt, danach ging zumindest das Spülen viel einfacher als vorher. Ob die Nahrung jetzt auch besser läuft, werden wir dann gleich sehen, der Pflegedienst kommt gleich.

Den Arzt habe ich die Schwellung und die schmerzende Narbe ansehen lassen, aber er meinte, da gebe es keinen Grund zur Besorgnis. Ich war da etwas in Sorge, weil heute alles um den Port und die Narbe weh tut. Aber er meinte, das könne auch durch das Stechen sein, ich solle mal bis morgen warten und sonst ggf. nochmal kommen, dass er sich das nochmal ansieht.

Kommentar von Lexi77 ,

So, der Pflegedienst war da. Die Nahrung ist angeschlossen und läuft jetzt wieder viel besser. :-) Lag also wohl doch an der Nadel!

Antwort
von sonne123, 311

Hallo Lexi77,

ich habe leider keine Antwort,mit der ich dir weiter helfen könnte.Aber gibt es beim Pflegedienst nicht so etwas wie eine 24h Bereitschaft,an die du dich trotz etwas späterer Stunde wenden könntest? Bei uns ist es zumindest so geregelt,das man auch ausserhalb der normalen Arbeitszeit jemanden erreicht bei Problemen.........liebe Grüße und alles,alles Gute :-)

Kommentar von Lexi77 ,

Danke für deine Antwort. Ich hatte leider keine Notfall-Nummer vom Pflegedienst. Da muss ich gleich mal nach fragen, wenn die Schwester kommt. Bin mal gespannt, was die dazu sagt. Diese Nacht ist fast gar nichts gelaufen...

Antwort
von StephanZehnt, 258

Hallo Lexi,

in der Regel leert sich so ein Beutel innerhalb von 12-14 Stunden. Nun ist es die zweithäufigste Komplikation das solche Portkatheter verstopfen (Katheter-Okklusion). Die sollten dann mit Ethanol gespült werden - was natürlich Zeitaufwendig ist. Darum der Hinweis in der Nacht abgeknickt

http://www.port-katheter.de/komplikationen-bei-portsystemen-2/

Alles Gute Stephan

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