Frage von james68, 48

Kann mir jemand zum MRT Bericht HWS etwas sagen?

Hallo, ich habe 2008 zwischen C6/C7 eine Bandscheibenprothese bekommen und jetzt erneut Probleme. Im MRT Bericht steht nun: deutliche Einengung des Spinalkanals C6/C7 mit möglicher Myelopathie. Zudem sind die neurofaminalen Anteile beidseitig rechts mehr als links eingeengt. Zusätzlich eine breitbasig mediolaterale Protusion C5/C6, initial Einengung der Neuroforamen rechts. Mittlerweile hat der behandelnde Neurochirurg auch noch einen Bandscheibenvorfall C3/C4 festgestellt welchen der Radiologe anscheinend übersehen hat.Was kommt da auf mich zu?

Antwort
von Winherby, 41

Tja, wenn Du Pech hast (wie es scheint), dann steht die nächste OP vor der Tür. Denn die Aussage über C5/6 mit Einengung der Neuroforamina erklärt die Empfindung in den Armen, es wird der Plexus Brachialis tangiert. Und breitbasig medio... erklärt das Empfinden in den Beinen (durch die Vorwölbung entsteht Druck auf das Rückenmark) .

Hört sich nicht gut an, und wenn die ambulante klassische Physiotherpie vor Ort nicht hilft, vielleicht wirst Du, -um eine weitere OP zu vermeiden -, erst in eine stationäre Reha geschickt. 

Desweiteren ist zu überprüfen, ob Dein Arbeitsplatz ergonomisch optimiert werden kann. 

Je nach Alter kann es auch passieren, dass eine Umschulung in einen geeigneteren (rückenfreundlicheren) Beruf empfohlen wird. Je jünger Du bist, umso sinnvoller ist das, oder willst Du alle acht Jahre eine BS-OP?

Grundsätzlich solltest Du Dich immer gut warm halten, ruckartige Bewegung vermeiden, besonders wenn die WS dabei eine Rotation ausführt. Lass auch die Lendenwirbelsäule behandeln, denn dort hast Du garantiert auch Probleme. 

Frag den beh. Arzt/Neurochirurg nach einer Verordnung für D1. D1 bedeutet, dass Du in einer Physiopraxis Anspruch auf eine Stunde Therapie
hast. Dabei bleibt es dem Therapeuten überlassen welche Therapie am Tag der Behandlung am notwendigsten erscheint. Es können zwei Therapien je 1/2 Stunde sein, oder drei je 20 Min. So kann konkret zur momentaren Situation passend therapiert werden, ist daher deutlich Erfolg versprechender.

 LG


Kommentar von james68 ,

Danke zuerst mal für die Antwort. Was aber ist mit C6/C7 wo ja schon eine Prothese drin ist die zu der Verengung im Spinalkanal führt?  Muss die wieder entfernt werden?  Ich habe nächste Woche einen Termin bei einem weiteren Neurochirurgen 

Kommentar von Winherby ,

Die Protesen die ich kenne geben nicht nach, da kann also keine erneute Einengung erfolgt sein. Nun, Dein "Modell" kenne ich nicht, vielleicht ist es da doch möglich, keine Ahnung, frag den Radiologen oder den beh. Orthopäden.

Auch wenn eine deutliche Einengung zu erkennen ist, muss das nicht heissen, dass dadurch auch Nerven oder Rückenmark tangiert wird.

Die Natur hat ja auch bei unseren natürlichen Bandscheiben einen gewissen "Puffer" einkalkuliert, d. h. nicht jede Einengung führt gleich zu Beschwerden. Daher erklärt sich, warum bis zu 40% der beschwerdefreien Menschen einen Bandscheibenvorfall haben, ohne es zu wissen, also ohne ein Problem zu spüren.

Wenn die neue BS (C 6/7) nun etwas dünner ist, als die natürliche es war, führt das nicht zwangsläufig zu Problemen.

Daher ist meine Befürchtung, dass die geschilderten Probleme nur auf den nächsthöheren Bereich (C5/6) zurückzuführen sind.

Der Arzt wird Dir aber exaktere Auskunft geben können, da er die Situation zu Beginn, also nach der 1. OP kennt, und jetzt auch sehen kann, ob sich an der operierten Bandscheibe etwas "gesetzt"  hat. 

Der Radiologe spricht von einer "möglichen" Myelopathie, er kann sie also nicht klar erkennen, sondern nur vermuten. Sollte sich die Vermutung bestätigen (wie auch immer), dann wird der Doc Dir sagen können, ob da jetzt schon ein erneuter Ersatz rein muss. LG

Antwort
von james68, 36

Habe vergessen zu erwähnen das ist dadurch starke Schmerzen im Kopf/Nackenbereich habe die in beide Arme ausstrahlen. Zusätzlich kribbeln die Finger und auch die Beine bis in die Füße. 

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