Frage von nikki92, 135

Jahrelange Unterleibschmerzen ohne Diagnose - Was könnte es sein, an wen kann ich mich noch wenden?

Hallo an alle,

ich bin w24 und habe immer mehr und immer stärkere Beschwerden denen ich bisher erfolglos versucht habe ärztlich nachzugehen.

Seit dem ersten Einsetzen meiner Regelblutung habe ich Beschwerden die irgendwann auch zwischen den Blutungen angehalten haben. Laut meiner Gynäkologin bin ich gesund, Endometriose wurde ebenfalls ausgeschlossen. Ultraschall wurde selbstverständlich auch gemacht. Inwischen hat sich der Schmerz nach rechts und auf der linken Seite weiter nach oben bis zum unteren Ende des Rippenbogens ausgebreitet. Inzwischen brauche ich immer mehr Schmerzmittel um das überhaupt auszuhalten, Auch ein MRT mit Suche nach Beckenvenensyndrom war negativ.

Die Schmerzen sind übrigens ziehend und stechend gleichermaßen!

Zudem habe ich seit mittlerweile 3 Jahren anhaltende Verstopfungen und habe keine Lust weiterhin Abführmittel nehmen zu müssen. Ich war dafür bei einem Facharzt und anschließend im Krankenhaus, laut Darmspiegelung bin ich aber gesund. Nur eine leichte Entzündung die angeblich nicht solche Schmerzen auslösen kann und ich habe Medikamente zur Linderung bekommen, die allerdings nach einem Fehlschlag der Therapie wieder abgesetzt wurden.

Heute war mein Stuhl blutig, ich habe ziemliche Angst was ich haben könnte, aber alle Befunde bisher waren negativ.

Essgewohnheiten sind normal, ich esse Obst, Fleisch, Gemüse und so weiter sehr ausgewogen, an Bewegung mangelt es mir nicht, ich spiele seit 2 Jahren in einem Verein Volleyball und bin viel zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs.

Falls es hilft, weitere Symptome die aber wahrscheinlich nichts damit zu tun haben sind: - Tendenz zu Kopfschmerzen - Schlafstörungen - leichte Schilddrüsenunterfunktion - nahezu immer kalte, schwitzige Füße - trotz regelmäßiger Bewegung sehr geringe Ausdauer und Luftknappheit

Ich habe ALLES mehrfach meinen behandelnden Ärzten erläutert und der letzte Tipp blieb immer "Nehmen Sie weiterhin Schmerzmittel". Regelmäßig nehme ich nur Buscopiina + Paracetamol. (Normale Buscopan wirken nicht, Novalgin wirkt nicht)

Bitte kann mir jemand einen Hinweis geben, welche Ärzte ich noch aufsuchen sollte und welche Untersuchungen (außer CT, MRT, Ultraschall und Darmspiegelung) noch sinnvoll wären durchführen zu lassen? Oder kennt jemand innerhalb Österreich einen Spezialisten der mir empfohlen werden kann?

Bitte um Hilfe...!

mfG, Nikki

Antwort
von dinska, 70

Hallo, ich möchte dir mal Schwedenkräuter vorstellen. Man kauft sie in der Apotheke und setzt sie mit Korn auf. Früher war der mal 40%, jetzt meist 38% aber das reicht auch.

Die Schwedenkräuter werden zerstoßen und in ein größeres Gefäß gegeben, Ton, Glas oder Keramik, dann schüttet man den Korn nach Angabe dazu und lässt es bis 14 Tage auf einer warmen oder sonnigen Fensterbank stehen.

Öfter mal umrühren und nach der Zeit abseihen und in kleinere Flaschen füllen. Ich nehme immer dunkle ausgewaschene Ölflaschen.

Dann gibst du einen Esslöffel in ein Glas und füllst es noch etwas mit Wasser auf. Es ist sehr bitter, aber man gewöhnt sich an den Geschmack.

Ich habe im Urlaub mit einer Kur früh, mittags und abends begonnen. Dann nur noch mittaghs und abends und jetzt nur noch bevor ich ins Bett gehe. Wenn ich irgendwelche Darmbeschwerden habe, nehme ich auchmal einen Schluck pur und alles regelt sich wieder ein.

Natürlich sollte man das nicht gleichzeitig mit Medikamenten einnehmen, weil ja Alkohol drin ist.

Was ganz ohne Alkohol ist, ist die Bauchselbstmassage. Es gibt dazu Literatur und ich würde dir sehr empfehlen, dir das Buch zu kaufen. Ich habe sie 2 Jahre lang früh und abends gemacht, jetzt nur noch früh.

Seitdem habe ich keinerlei Probleme mehr mit meinem Stuhlgang. Während ich früher höchstens einmal in der Woche gehen konnte und da oft nur mit Dulcolax, kann ich jetzt jeden Tag gehen und manchmal sogar mehrmals.

Meine Bauchkrämpfe sind völlig verschwunden und ich fühle mich wieder sehr wohl.

Ich wünsche dir gutes Gelingen!

Antwort
von ThePoetsWife, 80

Hallo Nikki92,

ich habe mir gerade deine Geschichte durchgelesen und denke bei deinem Krankheitsbild doch an Endometriose.

Die Symptome einer Endometriose sind sehr vielfältig und nicht immer im Ultraschall erkennbar.

In Villach ist ein ausgezeichnetes Endometriosezentrum. Dort sind Fachärzte für diese Erkrankung, gerade mit der schwierigen Diagnosefindung ist man wirklich auf Ärzte angewiesen, die einen großen Erfahrungswert mit dieser Krankheit haben.

Ich würde dir ein Buch empfehlen, "Endometriose, die verkannte Frauenerkrankung", von Herrn Prof. Dr. Keckstein.

Dieses Buch schildert die Erkrankung sehr genau, die Behandlungsmöglichkeiten, die Alternativen usw.

Endometrioseherde sind z.B. bei der Darmspiegelung manchmal nur zyklisch bedingt erkennbar und wenn die Herde an der Außenwand des Darmes wachsen.

Ich wünsche dir alles Liebe.

Liebe Grüße

Kommentar von DaneVanDale ,

genau so ist es. Es gab echt sehr viele Fälle.

Antwort
von DaneVanDale, 76

Hallo Liebe nikki.

Ich versteh vollkommen Ihre Sorgen, jedoch machen Sie sich nicht all zu viel Sorgen, denn das macht es ja noch schlimmer.

Sie erwähnen, dass sich die Schmerzen vom Unterleib aus bis unter dem Rippenbogen ausgebreitet haben. Ich weiss nicht ob ich hier richtig liege oder nicht, aber ich erwähne mal die "Lumboischialgie"  oder ISG/SIG Syndrom ( Kreuzbeindarmgelenk) Oft wird ein Nerv gereizt bzw eingeklemmt und dadurch kann es zu Schmerzen  im unteren Bereich kommen wie, Leiste, Flanke, Beine, Hüfte usw.... die sich bis zum unteren Rippenbogen ausbreiten. Weitere Symptome wären auch Verstopfung, denn ein bestimmter Nerv kann die Darmfähigkeit beeinträchtigen. Aber wie bereits geschrieben, bin mir nicht sicher, aber möglich ist es sehr wohl. Hier müsse man ein Orthophäden aufsuchen oder Chiropraktiker

Sie sprechen Blut im Stuhl an. Da Sie Verstopfung haben, können sich Hämorrhoiden bilden. Analfissuren enstehen wenn harter Stuhl den Schließmuskel überdehnt. Blut ist meist frisch und hellrot, (auf dem Toilettenpapier gut erkennbar )

Wie wurde nach Endometriose gesucht ? Sonographisch ist Endometriose nicht immer sichtbar, besonders nicht im Anfangsstadium.  Es gab Fälle wo Frauenärzte es übersehen haben. Man muss echt genau und sehr lange hinschauen, damit man es entdeckt.

Tipp: Viel Bewegung und trinken ! Ihr Darm wieder in Schwung bringen.Hoffe es kommen noch zahlreiche weitere mögliche hilfreiche Antworten.



Kommentar von DaneVanDale ,

Und so wie Sie die Symptome beschreiben, sind es auch meist die Ursache einer Endometriose. Aber man muss es erst abklären. ThePoetsWife hat es sehr hilfreich unterhalb dokumentiert.

Antwort
von StephanZehnt, 45

Hallo Nikki,

es wurde viel bei Dir ausgeschlossen Endometriose, 
PCOS (Zysten) , Darmprobleme wie Morbus Chron udgl. auch. Du schreibst von Blut im Stuhlgang.

Wenn es rot war hast Du ein Problem mit den
Hämorrhoiden erst wenn man Blut schwarz nachweist wird es problematisch! Ja und Aorta , Nieren udgl. wäre auch alles OK

Ich denke da an das Problem mit den Pillen der letzten Generation wo es bei Frauen schon einmal zu Thrombose kommen kann. 

Also das Meiste was hier genannt wir wurde bereits ausgeschlossen.

http://www.onmeda.de/symptome/unterleibsschmerzen_der_frau-ursachen-10055-2.html

Zudem
habe ich seit mittlerweile 3 Jahren anhaltende Verstopfungen und habe
keine Lust weiterhin Abführmittel nehmen zu müssen. Ich war dafür bei
einem Facharzt und anschließend im Krankenhaus, laut Darmspiegelung bin
ich aber gesund.
Nur eine leichte Entzündung ....

 

Ich habe auch nur ein leichtes Problem mit dem Darm nämlich einen
Reizdarm. In meinem Fall heisst das ich bekomme richtig heftige
Bauchkrämpfe und danach einen richtig  heftigen Durchfall.

Du schreibst von Verstopfung

Von einem Reizdarmsyndrom spricht man, wenn über mehr als drei Monate
regelmäßig
Bauchschmerzen bzw. -krämpfe, Blähungen, Verstopfung und/oder 
Durchfall auftreten, für die sich keine organischen Ursachen finden
lassen.

Charakteristisch für das Reizdarmsyndrom ist, dass die
Beschwerden nach dem Stuhlgang nachlassen und bei bzw. nach Stress oder
Ärger stärker ausgeprägt sind.

Dein
Arzt könnte Dich jetzt fragen Frau Nikki X  wie sieht es bei Ihnen aus
mit Stress udgl.. Ich kann schlicht nur vermuten das hinter der leichten
Entzündung mehr steckt .

Charakteristisch für das Reizdarmsyndrom ist, dass die
Beschwerden nach dem Stuhlgang nachlassen und bei bzw. nach Stress oder
Ärger stärker ausgeprägt sind.

Dein Arzt könnte Dich jetzt fragen Frau Nikki X  wie sieht es bei Ihnen
aus mit Stress udgl.. Ich kann schlicht nur vermuten das hinter der
leichten Entzündung mehr steckt .

Was
eine Endometriose angeht wäre eine Bauchspiegelung die beste
Möglichkeit hier etwas mehr Klarheit zu bekommen. Nun kannst Du Dich
hier einmal schlau machen ob es da evtl. Zusammenhänge gibt

http://www.endometriose-liga.eu/forum/1

Solche Endometrioseherde können Stecknadelkopfgrösse haben. Es kommt mitunter zur Zystenbildung.

Ich
würde Dir raten einmal aufzuschreiben wie es Dir geht täglich also
Schmerzen und das zumindest einmal über zwei Monate. Dann könnte Dein
Arzt evtl. nachvollziehen ob es Zusammenhänge mit Deiner Periode oder
Darmproblemen  gibt.z.B.  Verstopfungen.

Frage die Frauen da im Forum ob sie vergleichbare Probleme in gewissen Zeitbereichen haben wie Du?

Wie
ausgeprägt Darmprobleme werden können 
http://www.swr.de/odysso/zuviel-gesunde-ernaehrung-der-mythos-von-den-ballaststo...

Keine Ahnung wie es ist in AT mit der Schmerzbehandlung es ist wichtig das hier eine Schmerzambulanz / oder Anästhesist da ist um chronische Schmerzen zu vermeiden. So nun muss ich aufhören sonst wird es zu lang und Niemand liest es (Nach ca. einem Jahr können Schmerzen chronisch sein)

Viele Grüsse  Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Sorry -da sind zwei Absätze doppelt.

Antwort
von Nonia, 22

Heya Niki,

Du klingst ziehmlich verzagt. Glaub ich Dir auch!! Geh nochmal zu einer Gyn, aber eine(!) andere. Es kann sein, dass Du eine Zyste hast auf der Rückseite der Gebärmutter. Die sieht man dann nicht sooo leicht, außer jemand schaut wirklich genau.(Ultraschall reicht!)

Die Zysten(gutartige Ansammlungen) können auch mit dem Darm verwachsen sein. Das gibt dann irre Schmerzen, die auch mit Nahrungsaufnahme (zB Maiskörner...und Darmbewegung) verbunden sein können.

Geh zu einer ganz genauen und modernen Gyn. In Graz könnte ich Dir eine empfehlen.

LG Nonia

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