Frage von user456, 720

Starke Schwitzattacken durch Ramipril?

Nach einem Herzinfarkt mit Stentversorgung im Jahre 2007 und Implantation einer BIO-Aortenklappe 2011 hatte sich ein 2012 aufgetretener Endokarditisverdacht (Gott sei dank) als Fehldiagnose [vom Support entfernt] herausgestellt. Stattdessen wurde ein Lek an der Klappennaht festgestellt. Dieses wird alle 4-6 Monate [vom Support entfernt] kontrolliert. Dort ist man der Meinung, dass mein Herzmuskel (noch) ganz gut gegen das Lek anpumpen kann.

Seit 2011 nehme ich täglich 100 mg ASS, zweimal 47,5 mg BelocZok Mite, 20 mg Simvastin und 2,5 mg Ramipril. Wenngleich mir Beloc Zok ein wenig hochdosiert erscheint, geht es meinem Herzen damit gut. Ich treibe wöchentlich Sport (Radfahren, Kieser-Training und leichtes Joggen).

Allerdings gibt es seit längerer Zeit äußerst unangenehme Nebenwirkungen, die gerade in den Sommermonaten die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen: Starke Schwitzattacken. Diese treten bei warmen Wetter schon unter "leichter Belastung" wie Treppensteigen oder ein bis zwei Kilometer Spaziergangtempo auf. Das extreme Schwitzen beginnt immer am Hinterkopf und setzt sich auf Rücken, Stirn und Oberkörper fort. Die Kleidung ist im nu durch. Natürlich gibt es schlimmeres, als den Termin beim Zahnarzt/Steuerberater mit pitschnassen Hemd durchzustehen, aber man glaubt nicht, wie peinlich das ist. Man beginnt, soziale Kontakte abzubauen.

Nach Studium der Beipackzettel habe ich nun Ramipril 2,5 in Verdacht. Dort wird "übermäßige Schwitzen" als "Gelegentlich auftretend" aufgeführt. Aber auch andere dort aufgeführte Nebenwirkungen kommen mir doch sehr bekannt vor: So z.B. der seit einigen Monaten bei mir auftretende trockene Reizhusten, der mitunter zu regelrechten Hustenanfällen ausartet.

Vielleicht gibt es hier "Leidensgenossen" die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, oder Hinweise geben können.

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Antwort
von Mahut, 697

4.1.b Gelegentlich Gleichgewichtsstörungen (Vertigo), Juckreiz und ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheit, Prickeln, Stechen, Brennen oder Kribbeln (Parästhesien), Verlust oder Veränderung des Geschmacksempfindens, Schlafstörungen. Depressive Stimmungslage, Angst, ungewöhnliche Nervosität oder Unruhe, verstopfte Nase, Atembeschwerden oder Verschlimmerung von Asthma, Schwellung im Darm, ein sogenanntes intestinales angioneurotisches Ödem, mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall, Sodbrennen, Verstopfung oder Mundtrockenheit, gesteigerte Harnausscheidung (Diurese) im Laufe des Tages, übermäßiges Schwitzen, Appetitlosigkeit oder -verminderung (Anorexie), erhöhter oder unregelmäßiger Herzschlag, geschwollene Arme und Beine, mögliche Anzeichen von Flüssigkeitsansammlungen im Körper, Hautrötung mit Hitzegefühl, verschwommenes Sehen, Gelenkschmerzen, Fieber, sexuelle Störungen bei Männern, verringertes sexuelles Verlangen bei Männern und Frauen, ein Anstieg der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie), Blutwerte, die auf Funktionsstörungen der Leber, der Bauchspeicheldrüse oder der Nieren hindeuten.

Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/do/extern/medfinder/medikament-arzneimittel-info...

Antwort
von sandro1983, 594

Hallo vieracht,

ich habe auch mal Ramipril verschrieben bekommen und nach einer Tablette gleich wieder abgesetzt. Ich hatte auch Nebenwirkungen. Bin dann wieder zum Bisoprolol zurückgekehrt. Daher denke ich mal das dieses Schwitzen bei dir vom Ramipril kommen könnte. Sprich mal deinen behandenlden Arzt darauf an. Ich kenne das mit dem Schwitzen nur zu gut. Bisher hat noch niemand bei mir herausgefunden woran es liegt. Ich Schwitze auch viel und Schnell und es ist wirklich sehr unangenehm für mich daher kann ich nachfühlen wie es dir geht!

Kommentar von Mahut ,

Hallo sandro, Ramipril kann man nicht mit Bisoprolol tauschen, denn Bisoprolol ist ein Betablocker und Ramipril ist ein Blutdrucksenker, als ich noch einen Blutdrucksenker nehmen musste, bekam ich Candesartan, weil ich Ramipril nicht vertragen habe. Jetzt muss ich nur noch einen Betablocker nehmen, damit meine neue Herzklappe geschützt wird.

Kommentar von sandro1983 ,

Hallo Mahut,

ich habe vorher schon Bisoprolol genommen und immer gut vertragen. Mein neuer Hausarzt meinte dann ich sollte das Medikament mal wechseln (warum auch immer) und hat mir Ramipril verordnet. Hatte noch Bisoprolol im Haus und als ich die Ramipril nicht vertragen habe bin ich gleich wieder zu Biso zurückgekehrt. Habe dann dem Arzt auch zu verstehen gegeben das ich auf diese art Experimente keine lust habe und bei Biso bleibe.

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