Frage von Stevey, 581

Ich habe einen etwas erhöhten Cholesterinwert (234) den ich senke soll. Ist Veganer Käse mit Kokosfett/öl dafür geignet?

Die Frage ist nun ob das im veganen Käse enthaltene Kokosfett/öl gute bei erhöhten Cholesterinwerten? Hier finde ich keinen eindeutigen Aussagen.

Antwort
von NinaLina, 77

Wenn du deinen Cholesterinwert senken willst, solltest du vor allem auf eine gesunde, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung achten. Du kannst normalen Käse essen, aber in Maßen. Prinzipiell ist es sinnvoll, öfters mal auf tierische Fette zu verzichten und stattdessen auf pflanzliche Fette umzusteigen. Kokosöl ist hier eine gute Alternative, genauso wie Sesamöl, Olivenöl, Leinöl usw. Orientiere dich einfach an der asiatischen Küche: Gemüse, Reis und mageren Fisch. Alkohol und Rauchen am besten
komplett vermeiden und auch aufs Gewicht achten ist wichtig. Zusätzlich kann Roter Reismehl-Extrakt den Cholesterinspiegel senken.

Antwort
von Ente63, 497

Hallo Stevey!

Kokosfett und Kokosöl sind nicht das gleiche.
Wenn schon unbedingt veganer Käse würde ich dem mit dem Kokosöl den Vorzug geben (obwohl ich nicht glaube das da reines Kokosöl enthalten ist).
Ich weiß auch nicht genau warum du jetzt veganen Käse essen willst, wegen der Cholesterinwerte oder hat das andere Gründe?

Schau dir einmal die Inhaltsstoffe von veganem Käse an, das geht mit genverändertem Soja los und hört mit Geschmacksverstärkern auf.
Da bist du mit "normalem" Käse weitaus besser beraten, iss halt etwas weniger davon und nicht gerade den mit dem höchsten Fettgehalt.

Allgemein etwas Maß halten, dazu ausreichend Bewegung, dann kriegst du das schon wieder hin.

Alles Gute!!

Kommentar von Serienchiller ,

Kokosöl und Kokosfett sind eigentlich schon das selbe, es wird nur manchmal als Öl und manchmal als Fett bezeichnet, weil es bei Zimmertemperatur fast schon schmilzt. Natürlich gibt es verschiedene Sorten (unraffiniert/nativ und verschiedene raffinierte), die werden aber eigentlich alle als Öl und als Fett bezeichnet.

Kommentar von Ente63 ,

Ok ;-)
Ich meinte mit Kokosfett diese Würfel oder Becher zum Kochen und mit Kokosöl das im Glas, das doch etwas hochwertiger ist (nativ).

Antwort
von bethmannchen, 407

Es gibt ja zwei Arten Cholesterine, die LDL, also mit Low Density Lipoids (weniger dichten Fettsäuren) und HDL, mit High Density Lipoids (sehr dichten Fettsäuren) also mit geringer und hoher Fettdichte. Der Wert für HDL soll über 45 liegen, und der von LDL unter 130. Das wäre das Optimum, das bei kaum jemand zu finden ist. 

Teilt man nun seinen eigenen Wert von HDL durch den Wert LDL, erhält man deren Verhältnis, was den Cholesterinwert ausmacht. Dieses Verhältnis im Blut von LDL und HDL sollte optimal bei 1 liegen, also beide Werte etwa gleich hoch sein. 

Wir nehmen mit der Nahrung selbst nur sehr, sehr wenig Cholesterine auf, auch wenn viel darin sind. Jahrelange Fehlernährung und Bewegungsmangel wird das Gleichgewicht also erst aus dem Ruder laufen lassen. 

Ernährungsmäßig ist man immer am besten mit leichten Ölen bedient. Alles was bei Raumtemperatur flüssig ist (alle, und ganz besonders die kalt gepressten Pflanzenöle), bekommen uns besser, als was fest ist (Speck, Schmalz, Butter...). Die leichten Öle enthalten auch die weniger dichten Fettsäuren. Margarine ist eine Emulsion aus Öl und Wasser, die mit Stabilisatoren fixiert wurden, damit sie sich auch bei Raumtemperatur nicht wieder trennen, gehört obwohl fest, also auch zu den LDL. 

Kokosfett und Kokosöl würde ich nicht direkt essen, bestenfalls verwenden, wo etwas heiß gebraten oder frittiert werden soll, weil sie sich dabei nicht verändern. Dann ist zwar noch ein bisschen dran, aber nichts darin. Kokos- und tierische Fette gehören zu den Sachen, die schwerer durch den Körper geknetet werden können, weil sie eben dichtere Fettsäuren enthalten. 

Man hat auch längst festgestellt, dass so Sachen wie Halbfettmargarine ecel und wie sie alle heißen auf den Cholesterinwert so gut wie gar keinen Einfluss haben. Ganz fettfrei können wir auch nicht leben, aber hin und wieder ein oder zwei Eier puschen nicht automatisch und sofort den Cholesterinwert nach oben. Es ist die Frage, was man auf lange Sicht in welchen Verhältnissen isst. Und ganz allgemein kann man sagen, je mehr künstliche Stoffe in Nahrungsmitteln enthalten sind, desto schlechter bekommen sie uns. 

Man hat festgestellt, dass es zu einem Teil genetisch bedingt ist, ob man zu hohen Cholesterinwerten neigt. Und die selbe Ernährungswissenschaftlerin in England hat in einer Langzeitstudie herausgefunden, dass der Cholesterinwert sich am besten normalisiert, wenn man vor einer Mahlzeit einen ausgiebigen Spaziergang macht und allgemein etwas mehr Sport treibt. Sportliche Aktivität vor jeglicher Nahrungszufuhr senkt den HDL-Spiegel im Blut erheblich. 

Es kommt also wohl nicht nur darauf an, was man isst, sondern auch, ob man sich genug bewegt. Von Natur aus müssen wir unserer Nahrung stets hinterher jagen oder zumindest weiterwandern, damit wir weiteres essbares finden. Von daher macht die Sache mit mehr Bewegung also durchaus Sinn. Vielleicht ist das HDL und LDL unser Notfallbrennstoff, bis wir wieder etwas zu Essen gefunden oder erlegt haben?

Und finden können wir immer nur, was die Natur auch zu bieten hat. Lebensmittelchemie gibt es noch nicht so lange (200 ? Jahre). Genetisch manipulierte Nahrungsmittel sind  etwas ganz neues (20 ? Jahre). Entwickelt haben sich wir, wie die ganze Tierwelt, in der Natur (200 Mio. Jahre lang). Die Natur bietet keine Zusatzstoffe oder Modifikationen an. 

Genetische Veränderungen brauchen in der Natur Generationen, bis sie sich überhaupt ausgeprägt, durchgesetzt und ernährungsrelevant verbreitet haben. Daran sind wir aber physiologisch mit unserer Nahrungsaufnahme und deren Verwertung optimal angepasst, und passen und an ein sich veränderndes Angebot dann wieder ganz allmählich an. Also werden wir wohl auch besser ohne künstliche Zusätze, modifizierte Bestandteile und Genmanipulation auskommen. 

Antwort
von whoami, 357

So funktioniert das aber nicht. Du kannst nicht erwarten, dass deine Werte sinken nur weil du ein bestimmtes Lebensmittel isst. Die ganze Ernährung muss passen und auch der Sport darf nicht zu kurz kommen.

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