Frage von doro1, 543

gesundheitliches Risiko oder Panikmache? zu dick?

Hallo,

ich bitte um ehrliche Meinungen zu folgendem Sachverhalt:

Im Zuge eines freiwilligen Gesundheitstages in unserer Firma konnte man von einem Ernährungsberater und Diätcoach seinen BMI und Körperfettanteil bestimmen lassen.

Meine Messergebnisse waren wie folgt: Alter: 39 Größe: 1,75 Gewicht: 71,7kg BMI: 23,4 Bauchumfang: 96cm (an dickster Stelle gemessen) Körperfettanteil: 35,5% (gemessen mit Körperfettwage mit Hand- und Fußsensoren)

Das Fazit des Ernährungsberaters war ernüchternd. Mein BMI liege mit 23,4 im normalen Bereich. Dennoch hätte ich Übergewicht, da mein Bauchumfang mit 96cm viel zu hoch ist und auch mein Körperfettanteil von 35,5% weit über dem gesunden Bereich liege. Aufgrund der deutlichen Bauchbetonung hätte ich ein hohes gesundheitliches Risiko und ich sollte dringend abspecken, sprich an Bauchumfang verlieren und den Körperfettanteil reduzieren.

Ich kann den Bauch nicht wegdiskutieren, aber ist es wirklich wahr, dass es bereits gesundheitlich bedenklich ist? ...als Diätcoach wittert man ja auch einen potentiellen Kunden, daher stelle ich die Frage mal hier auf neutralem Boden.

Ich habe mal 2 Bilder angehängt, um sich ein besseres Bild machen zu können.

Vielen Dank für Eure Kommentare.

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Antwort
von evistie, 244
etwas zu dick

Der Ernährungsberater macht einfach seinen Job! Und wenn Du Dir dies hier mal durchliest, weißt Du auch, wie er drauf kommt:

http://www.gesundheit.de/krankheiten/gefaesserkrankungen/risikofaktoren/inneres-...

In diesem sehr informativen Artikel ist aber auch von "Apfel- und Birnentyp" die Rede, und wenn ich das richtig sehe, gehörst Du zu der (weniger gefährdeten) Birnenfraktion - hätte er Dir netterweise ebenfalls sagen können. Aber er wollte halt seinen "Untersuchungsergebnissen" Nachdruck verleihen. ;o)

Nimm seine Aussage einfach als das, was sie ist: ein Denkanstoß, weiter nichts. Der Mensch ist nicht nur die Summe seiner Messergebnisse, und daher solltest Du jetzt weder in Panik verfallen noch pikiert sein, sondern Dir - nur mal so für Dich im stillen Kämmerlein - überlegen, was Du aus der Sache machst. Gute Anregungen findest Du in obigem Link unter der Rubrik "Tipps zur Gewichtabnahme". Wobei bei Dir die Zahl auf der Waage wenig Bedeutung hat, denn wenn es Dir gelingt, Deinen Körper "umzuformen" (also weniger Fett bei mehr Muskeln), könnte Dein Gewicht gleichbleiben, und Du hättest trotzdem eine bessere Figur und weniger "Gesundheitsrisiko".

Du solltest das auch langfristig sehen: spätestens, wenn Du in die Wechseljahre kommst (meist aber schon etwas früher), verändert sich Dein Stoffwechsel und das Körperfett hat mehr Hang zum Bleiben als jetzt noch. Also: wehre den Anfängen!

Kommentar von doro1 ,

Laut "Taille-Hüfte-Rechner" gehöre ich zu den Apfeltypen:

Bauchumfang: 96cm

Hüftumfang: 103cm

Daher wahrscheinlich auch die deutliche Aufforderung den Bauchumfang zu reduzieren.

...ich bin auch weder pikiert noch in Panik. Im Gegenteil, ich bin ihm schon dankbar fürs "Augen öffnen".

Danke auch für Deinen Kommentar.

Kommentar von dinska ,

Also ich denke eher wie evestie an den Birnentyp unten dick und nach oben schlanker. Ein Apfeltyp hat einen dicken Bauch bis in die Magengegend und der Umfang am Po ist geringer.

Antwort
von dinska, 121
noch in Ordnung

Du hast kein gesundheitliches Risiko. Der Bauch ist deine Problemzone und das geht vielen Menschen so. Wenn ich ihn mir so betrachte, dann könnte das auch meiner sein.

Bauchumfang wird nicht nur durch die Dicke des Bauches sondern auch vom Becken her geprägt. Es gibt Frauen die haben ein schmales Becken und Frauen, die ein breiteres haben.

In meinen dünnsten Zeiten konnte ich nie mit 90, 60, 90 mithalten, habe es höchstens auf 67 gebracht und bin später auch durch die Kinder noch weiter ausgeufert, obwohl ich im Normalgewichtsbereich bin und bis auf Ausnahmen immer war.

Der Bauch ist auch eine Haltungsangelegenheit. Auf dem 2. Bild scheint er geringer zu sein, weil du deine Haltung verändert hast. Du solltest deinen Bauch immer leicht nach oben und nach innen ziehen und die Schulterblätter dagegen senken.

Übe die Bauchatmung und massiere öfter deinen Bauch mit beiden Händen. Ziehe wenn du einatmest deinen Bauch lang, Nabel in Richtung Brustbein und beim Ausatmen in Richtung Wirbelsäule oder stelle dir vor du windest ihn aus. Diese Übungen kannst du abends auf dem Sofa machen.

Darüber hinaus würde ich dir auch zu einigen Übungen aus Yoga und Pilates raten, google mal unter Bauchübungen. Du kannst dich natürlich auch in einem Kurs anmelden, da lernst du noch mehr über Atmung, An- und Entspannung.

Auch Bewegung tut der Figur gut, vor allem Seilspringen oder Trampolin, Treppensteigen.

Zum Fettgehalt kann ich dir nur sagen, es gibt gute und schlechte Futterverwerter und wir scheinen zu den guten zu gehören. Gesunde Ernährung und ausreichend Trinken ist das A und O.

Meine Mutter hatte noch einen dickeren Bauch als ich und du und sie ist 98 alt geworden, soviel zu gesundheitlichem Risiko.

Überprüfe deine Ernährung und Lebensstil und baue da ein, was du für deine Gesundheit tun kannst. Bauch hat man, man kann ihn etwas gestalten, aber man bekommt ihn mit normalen Mitteln nicht weg.

Ich wünsche dir alles Gute und Expermentierfreude, aber auch Gelassenheit. Es hat jeder seine Schwächen und Stärken und das bezieht sich auch auf den Bauch!

Kommentar von doro1 ,

Danke für Deinen Kommentar.

Die Sache mit der Bauchatmung werde ich auf jeden Fall probieren.

Der Bauch sieht auf dem zweiten Foto deshalb kleiner aus, weil das Foto im Stehen aufgenommen wurde, während das erste Foto in sitzender Position aufgenommen wurde.

Kommentar von dinska ,

Das ist eben das Haltungsproblem, im Sitzen rutscht du in der Mitte zusammen, deshalb erscheint dein Bauch auch dicker. Du solltest die Haltung immer einnehmen und verinnerlichen, im Stehen, Sitzen und Liegen. Es ist die beste Bauchübung, die es gibt.

Antwort
von StephanZehnt, 128
etwas zu dick

Es ist schwierig, es werden hier natürlich 99 % sagen OK etwas zu dick abnehmen. Die

Zeitungen für Frauen sind voll von irgendwelchen Diäten zumeist heisst es nach so einer Diät oh 5 Kilo abgenommen. Wenn man sie dann wieder trifft sind wieder 7 Kg mehr drauf.  der BMI ist also eigentlich eine nur  grobe Richtschnur. (http://fddb.info/db/de/lexikon/bmi/index.html)

Sicher ist der Bauchumfang wichtig wenn es um Herz-Kreislauf -Erkrankungen geht.

Man ist allerdings davon abgerückt nun unbedingt das Ideal-Normalgewicht zu wollen. Man spricht nun nicht selten vom Wohlfühlgewicht.

http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/uebergewic...

Da (Link) wird von amerikanischen Studien gesprochen. In den USA und denn Südseeinsel leben die Menschen mit dem meisten Übergewicht. 

Also wie auch immer wenn man abnehmen will spielt das Alter eine Rolle. Wie ernährt man sich allgemein. Was gibt es z.B. beim Fernsehen. Was trinkt man. Es gibt Fruchtsaftgetränke die sind extra gezuckert. Mit verschiedenen Zuckern.

Also einfach mal ein paar Kilo abnehmen ist schwierig wenn man das Gewicht dann auch halten will. Abends evtl. einen Salat (Tomaten udgl.) oder so .. .

Gruss Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Ich schätze Ihre Werte sind bei einem Arzt Spitze (siehe Link).  Nun ist sie das dritte Mal bei einer Sendung zusammengebrochen.Ich schätze sie muss sehr viel tun um Ihr Gewicht zu halten und damit Fernsehtauglich zu sein. Auch gewissen Modells geht es ähnlich.

http://kurier.at/menschen/international/zdf-moderatorin-babette-von-kienlin-bric...

Antwort
von LaleLu2, 151
etwas zu dick

Hallo..

Wenn du gezielt am Bauch etwas verändern willst dann ist dies durch abnehmen erstmal nicht möglich. Der Körper verliert überall Fett. Du solltest dich aufraffen dazu 2 mal die Woche Sport zu machen..Nicht zwingend Fitness Studio. Es gibt auch für zuhause perfekte Übungen! Deine Ernährung solltest du auch umstellen. Wenn du das berücksichtigst sieht dein Körper in 4-5 Wochen gut aus und du zeigst es diesem Ernährungscoach LG

Antwort
von whoami, 69
abspecken aus gesundheitlicher Sicht unbedingt erforderlich

Die Leber und BSD haben schon ordentlich zu kämpfen! Diabetes wird nicht mehr weit weg sein bei dem hohen KFA. Auch die Fettleber mit allen schlimmen Folgen ist wohl näher als gewünscht. Und es ist ja hinlänglich bekannt, dass Übergewichtige ein erhöhtes Krebsrisiko haben. Also wozu den unnötigen Ballast mit sich rumführen? Mach Sport, erhöhe deinen Muskelanteil (sehr wichtig, auch um schnellem altern Einhalt zu gebieten) und iss organisch, dann machst du alles richtig.

Wer sagt, dass so viel Speck noch in ordnung sei - sorry, der hat sie nicht mehr alle...

Antwort
von GeraldF, 135

Die Aussage des Diätcoaches ist korrekt und entspricht dem, was in der aktuell gültigen Leitlinie der Deutschen Adipositas Gesellschaft von 2014 steht.

Bauchumfang > 80 cm bei Frauen > erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Bauchumfang > 88 cm deutlich erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen.

Ästhetische Aspekte spielen dabei keine Rolle, hier geht es um knallharte Statistik. Hilft Ihnen also am Ende nicht weiter, wenn hellblau gewinnt.

Kommentar von dinska ,

Knallharte Statistik: Meine Mutter war immer leicht übergewichtig und passte nicht in diesen Rahmen und ist 98 Jahre alt geworden und nicht an kardiovaskulären Krankheiten gestorben.

Es gibt viele Ärzte die leichtes Übergewicht für besser halten, als dünn.

Der Teich war im Durchschnitt 80cm tief und trotzdem ist die Kuh ertrunken. Soviel zu Statistiken.

Es kommt nicht so sehr auf die Maße an, sondern vor allem auf das Innenleben, Bänder, Sehnen und Muskulatur. Natürlich darf man nicht total aus dem Rahmen fallen.

Hohes Übergewicht ist auf Dauer immer ein Risikofaktor. Aber damit haben wir es hier nicht zu tun.

Kommentar von GeraldF ,

Das ist die typische Argumentationsweise von Menschen, die nicht gelernt haben, wissenschaftlich zu denken.

Meine Mutter war immer leicht übergewichtig und passte nicht in diesen Rahmen und ist 98 Jahre alt geworden

Falsch: Nicht der Einzelfall erlaubt uns eine Aussage über Wahrscheinlichkeiten, sondern nur die Bewertung und mathematische Auswertung vieler Fälle, also Studien.

Es kommt nicht so sehr auf die Maße an, sondern vor allem auf das Innenleben, Bänder, Sehnen und Muskulatur. Natürlich darf man nicht total aus dem Rahmen fallen.

Wieder falsch: Das ist ja gerade die wisschenschaftliche Erkenntnis, die der Coach in seine Beurteilung einbezogen hat: Nämlich dass es mit vergleichsweise einfach zu messenden Parametern (Gewicht, Größe, Bauchumfang) eben durchaus möglich ist, eine Einordnung und Risikoabschätzung abzugeben.

Hohes Übergewicht ist auf Dauer immer ein Risikofaktor. Aber damit haben wir es hier nicht zu tun.

Natürlich ist erhebliches Übergewicht schlechter als geringes. Aber es ist leider so, dass eben auch ein leichtes Übergewicht oder auch nur ein bestimmtes Verteilungsmuster des Fettgewebes das Risiko für die Herzkreislauferkrankungen signifikant erhöht.

Kommentar von dinska ,

Die Meinungen gehen da auseinander, auch in der Ärzteschaft.

Kommentar von GeraldF ,

Nein, eigentlich nicht. Bis auf wenige Ausnahmen ist das mittlerweile zu allen durchgesickert.

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