Frage von steffi6, 129

Druck auf der Blase – lieber Windel als riskante OP

Manchmal habe ich extremen Druck auf meiner Blase und trage deswegen manchmal Windeln, bevor ich mich auf riskante Operationen einlasse. Ein Urologe wollte mich deswegen operieren lassen. Die Gewissheit, dass es notfalls in die Windel statt in die Hose geht, empfinde ich unterwegs als sehr entspannend. Einer Zahnarzt-Assistentin hab ich mal erzählt, dass ich während einer langwierigen Behandlung eine Windel an hatte und dass meine Shorts sonst klitschnass geworden wäre. Geht es manchen Leuten ähnlich wie mir?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gerdavh, 121

Hallo steffi, ich muss meinen Vorschreibern alle recht geben - ich würde mich vorerst keiner Operation unterziehen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Bei Kieser-Training z.B. bieten Sie eine extra Übung zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur an. Ich mache die regelmäßig und habe das Gefühl, dass das wirkllich etwas bringt. Ich bin zwar nicht inkontinent, aber schon am Blasenausgang operiert und hatte nach über einem Jahr nach der OP manchmal das Gefühl, dass ich zur Toilette muss, obwohl das dann gar nicht der Fall war. Seit ich mit den regelmäßigen Übungen angefangen habe, ist wieder alles in Ordnung. Vielleicht wäre das ja etwas für Dich. Grüße Gerda

Antwort
von dinska, 94

Bevor du dich auf eine Operation einlässt, solltest du erstmal die Ursache kennen und von den Ärzten diagnostizieren lassen. Man kann doch nicht operieren ohne genau zu wissen, was wirklich der Auslöser ist. Bis dahin musst du sehen wie du am besten zurecht kommst, wenn dir die Windelhose zusagt, warum denn nicht. Zusätzlich würde ich dir Beckenbodentraining empfehlen und Training der Schließmuskeln, das hilft zwar nicht gegen volle Blase, aber gegen unwillkürliche Entleerung.

Antwort
von blooperliu, 84

Das ist allerdings nicht allzu ungewöhnlich. Die Scham (auch vor sich selbst) treibt jedoch die meisten dann zu einer Operation. Letztlich sollte man ruhig abklären, wie riskobehaftet der Eingriff wirklich ausfällt. Unterschätze nicht die Wohltat eines "freien Ganges" ohne Ängste, Windel hin oder her. Das kann auf die Psyche schlagen.

Antwort
von sternchen112, 84

Hallo Steffi6, es wäre interessant, was genau dein Urologe diagnostiziert hat und was genaue er da operieren will. Ich rate dir nur, sei vorsichtig, denn nicht alle Operationen haben den gewünschten Erfolg. Lass doch auch mal abklären, ob vielleicht eine psychische Belastung der Grund für deine Blasenschwäche ist. Dagegen hilft nämlich keine Operation. Wenn du Windeln verwendest, dann empfehle ich dir Param, das sind die besten. Die haben einen guten Auslaufschutz und sind sehr unauffällig. Wenn du schon Windeln brauchst, dann achte darauf, dass du welche hast, mit denen du dich wohl fühlst. Es gibt genügend Leute mit diesem Problem, nur reden die meisten nicht darüber.

Antwort
von Shivania, 73

Vielleicht hilft ja Beckenbodentraining mehr als eine Operation? Die Chirurgie kann nämlich auch nicht zaubern... ich erlebe es in der Klinik eher so, dass Patienten erst durch die Operation inkontinent bzw. blasenschwach werden.

Aus welchem Grund soll denn operiert werden?

Steckt vielleicht eine Angst dahinter? Geht es im Grunde um eine Angstbehandlung? Wurde das in einer psychosomatischen Abteilung bereits abgeklärt?

Wissen Sie denn was durch eine evtl. Operation körperlich auf Sie zukommen würde?

Antwort
von Wundexperte57, 63

Zunächst sollte man die Ursache abklären, es gibt viele Möglichkeiten. Stressblase, chronische Entzündung, neurogene Blasenstörung, falsche Erziehung der Blase (Anhalten bis es nicht mehr geht) ... Alle Möglichkeiten beeinhalten die Gefahr das es zu weiteren Erkrankungen im Urogenitaltrakt kommt, die irgendwan zu riskanten Folgeerscheinungen führen können. Ich empfehle zu einem Urologen/ Gynäkologen oder in eine entsprechende Klinik zu gehen. Hier wird i. d. Regel fachgerecht geholfen. Nach einer Diagnose kann dann ein sog. Uro- oder Inkontinenztherapeut Hilfestellungen geben, z. B. ISK > Intermitierende Selbstkatheteriesierung, Kondomurinale ... Eine/n Therapeutin findet man z. B. bei der Publicare GmbH Köln die in ganz Deutschland Regionalteams hat.

Antwort
von rulamann, 58

Jetzt wäre es noch gut zu wissen wie alt du bist!? Denn Inkontinenz ist in jungen Jahren von anderen Sachen abhängig wie im älteren Alter.

Viele Grüße rulamann

Antwort
von gunnigesund, 55

was soll denn genau behoben werden mit der Operation?

Antwort
von cyracus, 32

Es wird ja heutzutage viel zu viel operiert - oftmals auch zum Schaden der Patienten.

Bitte nimm Kontakt auf mit der

Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD)

http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/upd-beratungstelefon.html

Klickst Du dort an die 11 Fragen zur UPD weißt Du, welche Hilfe Du dort bekommen kannst.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten