Frage von Skorpion, 5.941

Wie lange dauert eine Herzmuskelentzündung?

bei mir wurde am 05.02 eine Herzmuskelentzündung festgestellt, die ich anscheinend schon länger habe. Hatte Anfang Dez 2013 einen grippalen Infekt(ging trotzdem Arbeiten und machte mein Walking usw...), dauerte fast 4 Wochen bis ich den los war, seitdem war ich immer ziemlich müde und bei der geringsten Anstrengung erschöpft! Am 28.01 2014 stellte mein Hausarzt beim Checkup Extrasystolen fest und schickte mich zum Kardiologen, die Blutsenkung war auch grenzwärtig,leicht erhöht. Der entdeckte beim Herzultraschall Entzündungsanzeichen und etwas Flüssigkeitsansammlung an den Herzhäuten(hab das mal so verstanden).Also Schonen , Streß und körperliche Anstrengung vermeiden. Das Langzeit Ekg war weitgehend unauffällig(zwar Extrasystolen und 3-4 mal zu schnelle Herzschläge,wär aber noch ok!) Bin krankgeschrieben bis 10.03.2014. Am Montag hab ich wieder einen Termin zum Herzultraschall. Bin mal gespannt, fühl mich immer noch nicht fit, bei Anstrengungen( Treppenlaufen, putzen usw, komm ich noch außer Puste und bin dann körperlich fertig! Auch hab ich dann das brennen hinterm Brustbein und Stiche in der Herzgegend. Wie lange kann sowas dauern? Danke

Antwort
von StephanZehnt, 5.941

Hallo Skorpion,

so etwas kann länger dauern und kommt immer auf das Ausmaß an wie stark das Herz in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Hier kannst Du etwas dazu nachlesen.

https://www.apotheken.de/gesundheit-heute-news/article/herzmuskelentzuendung/

Das ist aber ein ca. Wert, wenn Du ein Stück auf Deinen Körper "hörst" wird Dir klar das dies evtl. noch ein paar Wochen dauern kann. Du kannst ja in der Zeit Dein Immunsystem ein Stück unterstützen Kiwi , Meerrettich, Ingwer, Cranbeeries udgl. (möglichst roh).

Dies führt allerdings nicht dazu das Du Übermorgen gesund bist! Bei der nächsten Erkältung daran denken. Im Normalfall sagen die Ärzte heilt so etwas folgenlos aus.wenn das früh genug entdeckt wird.

VG Stephan

Antwort
von rulamann, 4.869

Die Behandlung besteht zunächst in der körperlichen Schonung, um das Herz nicht zusätzlich zu belasten. Ist der Auslöser bekannt, unterstützt eine gezielte Medikamentengabe den Heilungsprozess. Die Erkrankung dauert durchschnittlich 6 Wochen, im Einzelfall aber zwischen 2 und über 12 Wochen. Greift die Entzündung auch auf den Herzbeutel über, so spricht man von einer Perimyokarditis.

Die meisten Herzmuskelentzündungen heilen wieder ab, ohne dass das Herz einen bleibenden Schaden zurückbehält. Bei jedem Sechsten gerät jedoch ein chronischer Prozess in Gang, der zum bindegewebigen Umbau (Fibrosierung) und zur Leistungsminderung der Herzmuskulatur führt. http://wck.me/41t

Gute Besserung von rulamann

Antwort
von Mahut, 3.851

Hallo,

@ Rulamann hat dir ja schon alles Geschrieben, dem Stimme ich total zu, du solltest die Erkrankung aber sehr ernst nehmen, denn sie kann zu einer Herzinsuffizienz führen, und das ist sehr gefährlich, halte dich an die Anweisungen von deinem Kardiologen und sei nicht leichtsinnig.

hier eine Seite zur Info: http://www.apotheken-umschau.de/Herzmuskelentzuendung

Du kannst aber auch bei google: Herzmuskelentzündung eingeben, dann tun sich viele Seiten auf.

Gute Besserung

Mahut

Kommentar von Mahut ,

hier noch eine Seite von der Herzstiftung, dort kannst du dich aus durchlesen

http://www.herzstiftung.de/Herzmuskelentzuendung-Sport.html

Antwort
von Kire1, 3.322

Bei einem Bekannten von mir hat es 6 Monate gedauert, bis er wieder arbeiten gehen konnte und es ist trotzdem eine leichte Herzinsuffizienz zurückgeblieben.

Bei einem anderen Bekannten (sehr fitter Sportler) musste eine künstliche Herzklappe eingesetzt werden, weil er nach eine Grippe nicht richtig auskuriert hat.

Deshalb mein Rat: Absolute Schonung! Lieber eine Putzfrau engagieren und auch sonst alles auch nur im entferntesten nach Anstrengung klingt erst mal nicht machen.

Mit dieser Art von Problem ist nicht zu Spassen. Hör auf Deinen Körper!

Antwort
von GeraldF, 3.336

Leider gibt es in seltenen Fällen chronische Verläufe, die neben den Rhythmusstörungen vor allem zu einer Einschränkung der Pumpleistung des Herzens führen. Die bei Ihnen bestehende Luftnot nach körperlicher Belastung deutet so etwas an. Von daher ist der Befund der geplanten Echokardiographie entscheidend. Statistische Angaben über die Dauer einer Erkrankung helfen im Einzelfall nicht weiter. Es dauert so lange es eben dauert.

Antwort
von Johanneskoerber, 4.784

Hi du musst unbedingt alles auskurieren weil du sonst wahrscheinlich drauf gehst ! Hab meinen kleinen Bruder (20 Jahre) deswegen verloren seitdem mache ich mir ernsthafte Gedanken warum das alles ! Ich bin immer krank arbeiten gegangen und habe mir nie Gedanken über sowas gemacht mit seinem tot weiß ich jetzt das wir alle Sterblichen sind und uns nicht wegen Arbeit oder Sport um unser Leben bringen sollen ... Kuriere es lieber 2-3 Monate länger aus als zu kurz ! Dein Arbeitgeber und deine Freunde sowie deine Familie werden es dir auf Jahre hinweg danken!

Antwort
von Skorpion, 3.564

Hallo, war beim Kardiologen und der hat mir noch kein grünes Licht gegeben, da die Entzündung noch nicht zurückgegangen sei, sich zum Glück aber auch nicht verschlimmert hat. Er meint mindestens noch 4-6 Wochen, bei so einer Erkrankung sollte man besser länger zuhause bleiben, da die Folgeschäden doch ziemlich gravierend sein können. hab mal den Befund durchgelesen, weiß jemand von euch was eine Dyskinesie des Septums ist. Danke

Antwort
von Skorpion, 3.025

Danke für die Antworten, ich werd dann wohl Geduld haben müssen, hatte gestern ein bischen mehr gemacht und weniger geruht und heute hab ich wieder gehäuft Beschwerden und bin zemlich platt,! Meine Kollegen fragen schon nach ,wann ich wieder zur Arbeit komme, aber sowie es mir im Moment geht, glaub ich noch nicht daran das ich ab 11.03 wieder arbeiten kann. Mal schaun was morgen beim Herzecho rauskommt,und was der Kardiologe meint. Nochmals danke gruß Skorpion

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