Frage von Vannygirl, 47

Was bedeutet das EPU (elektrophysiologische Untersuchung) Ergebnis?

Beurteilung: Inadäquate Sinustachykardien, keine Induktion von atrialen Tachykardien. Long QT-Syndrom ( QTc: 524 ms unter Alupent). Sonst SR, normale Basisintervalle, IAP < 300 ms, VA-Block. In Ruhe nur Sinustachykardien, bei programmierter Vorhofstimulation max. ein AVN-Echo. Unter insgesamt 0,4 mg Alupent Sinustachykardien bis 170/min. Keine Induktion von atrialen Tachykardien, Vorhofflimmern oder Vorhofflattern. Keinerlei atriale Tachykardien. Auffällig ist eine relative Zunahme der QT-Zeit unter Alupent (die maximale QTc-Zeit beträgt 525 ms), das könnte ggf. die Synkope erklären. Mapping der Sinustachykardie. Keine Ablation.

Antwort
von GeraldF, 30

In der Untersuchung wurden andere (als eine Sinustachycardie) mögliche Mechanismen einer Vorhoftachycardie ausgeschlossen. 

Bei der QTc-Verlängerung unter Orciprenalin muss man eine mögliche rechnerische Überkorrektur der QT-Dauer einbeziehen. Da wäre es interessant, nach welcher Formel die Frequenzkorrektur durchgeführt würde.

Kommentar von Vannygirl ,

Es wurde nach der Formel von Barzett berechnet.

Kommentar von GeraldF ,

Diese Formel eignet sich nicht für hohe Frequenzen (170/min), da sie zur Überkorrektur führt. 

Vergleichen Sie die Ergebnisse je nach Formel bei einer Frequenz von 170/min:

QTc Bazett: 525 ms

QTc Fredericia: 441 ms

QTc Framingham: 412 ms

QTc Hodges: 504 ms

Bei einer Frequenzkorrektur nach Fredericia oder Framingham wäre Ihre QTc-Zeit normal !

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