Frage von teufelchen1a, 667

MRT-Bericht: Wer kann mir diesen übersetzen?

Meine Mutter hat ein MRT machen lassen und folgenden Bericht erhalten. Wer kann mir diesen erklären - verstehe leider nicht alles? Muss operiert werden? DANKE!!!

Kernspintomographie der Lendenwirbelsäule nativ vom 14.03.2014 T1 TSE sag, T2 SPIR cor, T2 TSE sag, T2 TSE ax

Befund Kein Dysalignement, keine Sinterungen. Multisegmentale Osteochondrosen. ln Höhe L2/L3 rechtsseitige, asymmetrische Bandscheibenprotrusion mit rechts recessaler Einschränkung, hypertrophe Spondylarthrose; keine Spinalkanalenge. ln Höhe L3/L4 symmetrische Protrusion. Spondylarthrose. Keine Foramenstenose, keine Spinalkanalstenose. ln Höhe L4/L5 symmetrische Protrusion, Spondylarthrose. Keine Foramenstenose; keine signifikante Spinalkanalstenose. ln Höhe L5/S1 erneute Kombination aus Spondylarthrose und symmetrischer Protrusion: zusätzliche fokale Komponente rechts mediolateral, verdicktes hinteres Längsband dort begleitend. Rechts foraminale Wurzelaffektion, links recessale Einschränkung. Keine signifikante Spinalkanalenge.

Beurteilung Multi Ievel disc disease. Keine signifikante Spinalkanalenge. Foramenstenosen wie beschrieben. Punctum maximum in Höhe L5/S1 und L2/L3.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von StephanZehnt, 667

Hier das Schmerzprotokoll (per Grafik kopieren rechte Maustaste) kann ... VG Stephan

Antwort
von Lexi77, 504

Hallo! Sieh auch mal auf die Seite diebandscheibe.de. Da findest du viele Infos, u.a. auch ein Lexikon. Dann wird dir schon vieles klarer sein.

Und eine OP an der Wirbelsäule sollte man wirklich erst dann machen lassen, wenn es zu Lähmungserscheinungen kommt. Leider wird in Deutschland immer noch zu schnell und zu viel operiert! (Habe dazu gerade am Sonntag noch einen Bericht gesehen: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/plietsch/plietsch1567.html).

Stattdessen sollte man verschiedene Therapien kombinieren: ggf. Schmerzmittel, Krankengymnastik, ggf. Wärmeanwendungen und Massage, Entspannungsverfahren und Akupunktur. Ggf. sogar auch Psychotherapie zur Schmerzbewältigung. So kann man in den meisten Fällen eine OP vermeiden!

Alles Gute!

Kommentar von teufelchen1a ,

Vielen lieben Dank für deine Mühe. Werde mir den Bericht anschauen!

Antwort
von StephanZehnt, 347

Hallo Teufelchen,

in der Regel weis der Teufel eigentlich Alles wenn man der Kirche glaubt.Es ist schwierig weil hier sehr viele geschrieben haben ich brauche ganz dringend eine lange Übersetzung ja und dann macht man sich die Mühe und hört NIE WIEDER etwas gleich gar nicht danke....

Darum eine ganz schnelle Übersetzung

Also eine Bandscheibenprotrusion ist eine Vorwölbung der Bandscheibe über den normalen Rahmen hinaus.Spondylarthrose und Osteochondrosen sind degenerative Veränderungen der Wirbelsäule. Im Spinalkanal verläuft das Rückenmark (keine Spinalkanalenge) Ja und Foramenstenosen sind verengte Zwischenwirbellöcher durch die Nervenwurzeln geführt werden. Rechts foraminale Wurzelaffektion eine Wurzelaffektion kann eine leichte Wurzelentzündung sein die sich hier direkt im Zwischenwirbelloch befindet.
Bei beiden verdicktes Längsband und Wurzelaffektion kann man die degenerative Veränderung der Wirbelsäule als Ursache ...

Beurteilung Erkrankung bzw. degenerative Veränderung der Bandscheiben auf mehreren Ebenen. Keine Verengung des Spinalkanals und der Zwischenwirbellöcher die stören würde.... Die größten Probleme gibt es in Höhe L5/S1 und L2/L3.Also Lendenwirbel 5/ Kreuzbein....sowie LWK 2 / LWK 3

Wenn Du nun fragst nach einer OP dann müsste man schon etwas mehr wissen als nur ein Befund Was wurden bei Dir für Therapien gemacht , Schmerzmittel, warst schon einmal bei einer Reha. Wie ausgeprägt ist bzw. sind Spondylarthrose und Osteochondrosen das kann nur ein Arzt vor Ort tun. bei Dir sind vier Wirbelkörper erkrankt das heißt Wirbelgelenke und Deck-Grundplatte der Wirbelkörper ...und warst Du schon einmal zur Rückenschule odgl..

VG Stephan

Kommentar von Ente63 ,

Danke @StephanZehnt ;-))

Kommentar von teufelchen1a ,

Guten Morgen Stephan,

ich bin ein liebes Teufelchen ;-) und daher kommt hier auch ein riesengroßes DANKESCHÖN - wäre aber im übrigen auch ohne deinen Satz gekommen. ;-) Deine Erklärung haben Licht ins Dunkel gebracht.

Es geht um meine Mutter (80 Jahre und noch super fit), dessen Rücken nicht mehr mitspielt und sie täglich höllische Schmerzen erleiden lässt. Akkupunktur, Massage, Fango, Krankengymnastik, Spritzen unterm CT wurden alles schon gemacht und nicht half - nicht einmal die 600er Ibuprofen helfen. Die Schmerzen sind so heftig, dass sie teilweise nur noch ein paar Meter gehen kann und dann das Gefühl hat, ihr Kreuz bricht ihr durch. Die Schmerzen verursachen zusätzlich extrem hohen Blutdruck und erheblich schlechte Laune.

Eine Schmerztherapie gab es bislang nicht und bei einer Rückenschule war sie auch nicht.

Wir eine Schmerztherapie immer mit Morphinen und Opiaten durchgeführt? Hier bestehen die Bedenken, dass man Wahnvorstellungen bekommen kann.

Viele Grüße

Martina ;-)

Kommentar von StephanZehnt ,

Wenn man in eine Schmerzsprechstunde geht bekommt man keinesfalls sofort gleich die heftigsten Schmerzmittel. zuerst ist die Frage wie stark sind ihre Schmerzen. Was hat sie bis jetzt als Schmerzmittel bekommen und dann fängt man mit einer entsprechenden verhältnismäßig niedrigen Dosis an. Ja und das muss nicht unbedingt ein Opiat sein . Mitunter verschreibt man auch Novalgin udgl. Das heißt bei der entsprechenden Dosis dürfte es keine Probleme geben wenn man auch andere Medikamente und ihre Wechselwirkungen beachtet.

In einer Schmerzambulanz werden auch Kurse angeboten wie Muskelentspannung nach Jacobson udgl. falls sie noch in dem Maße mobil ist?

Es gibt auch so genannte Schmerzprotokolle da ich das "Bild" hier nicht anfügen kann schreibe ich noch eine kurze Antwort deswegen.

Kommentar von Lexi77 ,

Hallo! Bezüglich der Behandlung mit Opiaten/Morphinen sollte ihr euch nicht allzu große Gedanken machen. Natürlich haben sie gewisse Nebenwirkungen, aber in erster Linie sind das z.B. Übelkeit oder Verstopfung. Wahnvorstellungen kommen doch eher selten vor. Es würde ja auch mit einer niedrigen Dosis begonnen und sowenig wie möglich gegeben, aber so, dass eine Schmerzlinderung erreicht wird.

Ich selber muss schon seit vielen Jahren Opioide / Opiate nehmen, zuletzt auch in ziemlich hoher Dosierung. Aber Wahnvorstellungen habe ich in der Zeit noch nie gehabt. Die einzige Nebenwirkung, die ich habe, ist öfter mal Übelkeit. Aber sonst sind Opiate eigentlich recht gut verträglich. Sie haben deutlich weniger Nebenwirkungen als herkömmliche Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac oder wie sie alle heißen. Und auch Novalgin ist nicht ohne, das kann ebenfalls starke Nebenwirkungen auslösen (und ist sogar in einigen Ländern gar nicht mehr zugelassen).

Wenn Schmerztherapeuten also Opiate verschreiben, dann hat das auch seinen Sinn, sie würden es nicht machen, wenn es andere Möglichkeiten gibt. Und wenn man verantwortungsbewusst damit umgeht und die Medis so wie verordnet einnimmt ist auch die Suchtgefahr sehr gering!

Alles Gute!

Antwort
von bobbys, 238

Hallo,

solange deine Mutter keine neurologischen Ausfälle hat muss sie auch nicht operiert werden.

LG bobbys

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