Frage von macadamia19, 941

Ich glaube, ich werde langsam verrückt...

Hallo,

vorab: es ist mir sehr wohl bewusst, dass ich erstens zum Psychologen muss und dass es zweitens hier keine gibt. Allerdings erweist es sich in meiner Gegend als schwieriger als erwartet, einen guten Therapeuten zu finden (bin mit Hochdruck auf der Suche), deshalb bitte ich um eire Einschätzung, da ich langsam wirklich das Gefühl habe, verrückt zu werden..

Zu meiner Vergangenheit:

  • jetzt 19 Jahre alt, weiblich

  • als Kind von Mutter (todunglücklich, verzweifelt, ich schätze depressiv) geschlagen und häufig angeschrien - habe sie trotzdem geliebt und tue es immernoch

  • Trennung der Eltern, als ich 10 war, Streitereien gingen vor mir und meinem kleinen Bruder weiter

  • Mutter starb nach langer Krankheit (Krebs), als ich 14 war - wohne seitdem bei meinem Vater bzw. jetzt seit einem halben Jahr alleine

  • mein Vater war schon immer sehr viel am arbeiten (min. 70h pro Woche), daher wenig Zeit - seit Krankheitsbeginn von meiner Mutter war ich deshalb sehr oft alleine (Bruder im Internat)

  • nie richtiges Vertrauensverhältnis zu beiden Eltern

  • beginnend mit 15/16: sexuelle Belästigung (verbal und körperlich), 2 1/2 Jahre lang - ist jetzt zum Glück vorbei, jedoch realisiere ich erst jetzt, wie sehr mich das belastet und "geschädigt" hat

  • in den belastendsten Situationen (Krankheitsbeginn meiner Mutter sowie kurz nach ihrem Tod) wurde ich jeweils von meinen damaligen besten Freundinnen quasi im Stich gelassen, einfach ein, pardon, schei* Timing...

Nun zu meinen psychischen Symptomen, wenn man das so nennen kann...:

  • Ich habe seit etwa 2 Jahre ein extremes Essverhalten. Regelmäßig überkommen mich richtige Fressanfälle, bei denen ich alles (vorwiegend süßes) in mich reinstopfe bis zum Geht-nicht-mehr. Dass ich dennoch "nur" etwa 10 Kilo zu viel auf den Rippen hab, kann ich mir nicht erklären. Anschließend habe ich solche Schuldgefühle, dass ich in letzter Zeit auch schon mit dem Finger im Hals vor der Toilette gekniet habe - es belastet mich sehr, aber anstatt besser zu werden verschlimmern sich diese Attacken nur (häufiger und heftiger). Ansonsten esse ich eigentlich relativ gesund - viel Gemüse, bes. Salat, Fisch, Vollkornprodukte, ich rauche nicht und trinke nur Wasser und Saft, seeehr selten Alkohol.

  • Des weiteren habe ich in letzter Zeit immer öfter an Panikattacken - mir schießen bestimmte, eigentlich nicht allzu schlimme oder verstörende Bilder durch den Kopf (habe - leider - ein sehr gutes bildliches Gedächtnis..) die mir extreme Angst machen. Ich habe vorhin z.B. eine Stunde gebraucht, bevor ich mich getraut habe, die Dusche zu betreten. Nur mit runtergelassenem Rollo am Badfenster und verschlossener Türe (nochmal - ich wohne alleine), aus Angst, die Bilder könnten plötzlich irgendwo auftauchen und JA ICH WEIẞ, ich bilde mir das ein!! Ansonsten bin ich immer sehr schreckhaft, vor allem was Geräusche angeht, des ist zT schon lächerlich...

den zweiten Teil poste ich in die Kommentare...
Support

Liebe/r macadamia19, Deine Situation klingt besorgniserregend. Aber auch wenn es hier um einen guten Rat geht, ist es schwierig Dir einen zu geben, ohne Deine tatsächliche Situation genauer zu kennen. Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein. Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Herzliche Grüsse

Barbara vom gesundheitsfrage.net-Support

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von Lydia304, 430

Hallo Macadamia,

natürlich kann keine Antwort im Internet eine angemessene Behandlung Deiner Erkrankung ersetzen, dennoch möchte ich Dir etwas mit auf den Weg geben:

1. Du bist definitiv nicht schuld!

2. Jetzt lehne ich mich ein wenig aus dem Fenster, denn Ferndiagnosen über das Internet gehen eigentlich nicht wirklich, und ich kenne Dich nicht persönlich, aber Deine Schilderung ist so plastisch, dass ich es dennoch wage - zum Hintergrund: Ich bin Psychotherapeutin, weiß also zumindest, wovon ich spreche: Du bist ziemlich sicher in der Kindheit komplex traumatisiert und hast in Folge anscheinend eine Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickelt. Das ist typisch nach kindlicher Traumatisierung. Du schilderst sehr relevante Leitsymptome: Die Stimmungsschwankungen, das Schwarz-Weiß-Denken, Idealisieren und Klammern an einzelne Personen bei gleichzeitig großer Angst vor wirklicher Nähe (unter diesem inneren Konflikt leiden alle Borderliner), die Impulskontrollverluste (z.B. gegenüber Deinem Pferd), selbstschädigendes Verhalten bis hin zu Selbstverletzung und parasuizidalem Verhalten (das riskante Autofahren), Selbstwertprobleme und Schuldgefühle, Todessehnsucht ... Es passt alles. Außerdem leidest Du offensichtlich unter einer Essstörung, Essanfällen mit Süßigkeiten sind typisch für die Kompensation emotionaler Probleme, Binge-Eating-Störung mit anscheinend aktuell Neigung zur Bulimie (Essanfälle mit selbstinduziertem Erbrechen). Sekundär könntest Du eine Depression und/oder Angststörung haben oder eine Traumafolgestörung mit Angst und Depression gemischt.

3. Du bist kein Einzelfall, und Du bist nicht alleine. Es gibt Hilfe. Du solltest nicht zögern, sie aufzusuchen. Such Dir einen Psychotherapeuten, oder vielleicht sogar eine Klinik. Du brauchst wirklich eine kompetente Behandlung! Für einen Klinikaufenthalt brauchst Du eine Einweisung von einem Arzt. Gibt es einen Arzt Deines Vertrauens, an den Du Dich wenden könntest? Wenn Du keinen Psychotherapeuten findest, kannst Du noch alternativ versuchen, eine Institutsambulanz (Uni oder Psychotherapeuten-Ausbildungsinstitut) oder eine Klinikambulanz zu finden, falls es sowas in Deiner Nähe gibt, da kommt man schneller dran. Oder Du versuchst es über das Kostenerstattungsverfahren in einer Privatpraxis. Infos dazu gibt es entweder im Internet auf der Webpage der Psychotherapeutenkammer oder bei den Privatpraxen selbst. Das ist eine Ausnahmeregelung, die einige gesetzliche Krankenkassen mitmachen (eigentlich auch mitmachen müssen, wenn Du in einer zumutbaren Wartezeit keinen Psychotherapeuten findest).

4. Vorsicht mit Internettests! Die sind meist keine wissenschaftlich evaluierten Tests, sondern selbstgestrickt, und am Ende hat man alles. Aus Deiner Schilderung geht keinerlei Hinweis auf eine Schizophrenie hervor, und ich glaube nicht, dass Du "verrückt" bist, aber es fühlt sich vielleicht so an ...

Such Dir so schnell wie möglich Hilfe! Viel Glück!

Antwort
von walesca, 251

Hallo macadamia19!

Du hast ja mit Deinen 19 Jahren schon eine Menge Schweres ertragen müssen. Da ist es doch kein Wunder, wenn Deine Seele damit überfordert ist und jetzt völlig streikt!!!

Mir würde es einfach enorm helfen, zu wissen, dass meine Gedanken und Gefühle, zumindest teilweise, von einer Krankheit kommen, und es nicht nur meine Schuld ist..

An dieser Situation bist Du ganz gewiss nicht selbst Schuld!! Mit diesen Gedanken und Gefühlen schreit Deine Seele geradezu nach Hilfe, um das alles verarbeiten zu können. Das ist eine Krankheit!! Wegen der Medikamente kann ich die Antwort von @gerdavh nur unterstützen. Ich würde Dir eher dazu raten, mal eine caritative Beratungsstelle aufzusuchen. Dort kannst Du Menschen finden, bei denen Du mal alles loswerden und erzählen kannst. Schon das ist oft sehr hilfreich und erleichternd. Sie können Dich sicher auch bei der Suche nach einem Therapeuten unterstützen.

Apropos Dein Pferd: Wenn Du weiterhin Deine Wut an ihm auslässt, auch wenn Du es gar nicht willst, dann wird es mit der Zeit immer schwieriger werden. Das kann bis zur blanken Böswilligkeit gehen, die dann auch gefährlich werden kann!!! Aus meiner gut 40-jährigen Erfahrung rate ich Dir dazu, vor dem Reiten mal "Bachblüten-Rescue-Lutschtabletten" auszuprobieren. Die beruhigen die Nerven ungemein und helfen Dir ggf., Deine Wutanfälle beim Reiten ein wenig in den Griff zu kriegen. Aber eine Dauerlösung ist das natürlich nicht! Reiten unter Anleitung - die Deine Wutanfälle ggf. rechtzeitig stoppen kann - wäre auch eine Alternative!!

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von gerdavh, 229

Du brauchst ganz dringend professionelle Hilfe eines Therapeuten. Nimm auf gar keinen Fall einfach die mehrfache Menge Deines Thyroxins ein - Deine arme Schilddrüse. Man kann übrigens durch eine schlecht eingestellte Schilddrüsenerkrankung starke Depressionen bekommen; wenn Du einfach nach Lust und Laune die Thyroxindosis veränderst, wirst Du noch ganz andere Probleme bekommen. Lass das um Himmels Willen. Du hast Hashimoto, wenn Du eigenmächtig die Dosis veränderst, feuerst Du diese Dauerentzündung Deiner armen Schilddrüse geradezu an (ich habe selbst Hashimoto). Lass Deine Werte überprüfen.  Auch Ibuprofen sollte man nicht wie Bonbons einnehmen, sondern wirklich nur, wenn Bedarf besteht. Wer Mißbrauch mit Schmerztabletten betreibt, kann davon Dauerschmerzen bekommen - wusstest Du das? Es gibt eindeutige Studien, dass Patienten,die wegen Kopfschmerzen täglich Schmerztabletten einnahmen, nach einer Weile darauf mit Schmerzen reagiert haben. Das erklärt allerdings nicht Deine Angstzustände. Wende Dich an Deine Krankenkasse, die sollen Dir bei der Suche nach einem Therapeuten behilflich sein. Die TK z.B. bietet diesen Servie an, die übernehmen für Dich die Anrufe und die Terminvereinbarung. Alles Gute für Dich. lg Gerda


Antwort
von macadamia19, 146

Teil 2

- Allgemein leide ich an heftigen Stimmungsschwankungen. Zwischen Euphorie und absoluter Niedergeschlagenheit, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit (oft gefolgt vom nächsten Fressanfall) liegen oft nur wenige Stunden. Das überträgt sich auch auf die Menschen um mich herum.. Manchmal könnte ich jeden umarmen, kurz darauf fast an die Gurgel gehen bei einem falschen Wort (da reicht ein "Wie gehts deinem Pferd?" oft schon aus). 

- Mittlerweile ist mir auch klar geworden, dass ich einige Menschen extrem idealisiere und mich quasi so fest wie möglich an sie klammere - ich könnte es nicht ertragen, würde ich sie verlieren - und dann aufgrund meiner zu hohen Erwartungen von ihnen oft bitter enttäuscht werde. Paradoxerweise habe ich auch große Angst davor, jemanden wirklich nach an mich heranzulassen (aus Angst, das, was derjenige dann über mich erfahren würde, würde ihn dann so schockieren, enttäuschen usw., dass ich ihn verlieren würde... - ich bin absolut beziehungsuntauglich, und das meine ich wirklich ernst, nicht übertrieben - eine Liebesbeziehung ist für mich derzeit unvorstellbar.

- Ich fahre riskant und zu schnell, hatte sogar schon einen Unfall - allerdings achte ich sehr darauf, wenigstens nur mich und niemand anderen zu gefährden - es beschränkt sich also immerhin auf leere Autobahnen und Landstraßen - würde jemand durch mich zu Schaden kommen, könnte ich mir das nie verzeihen.

- Ich stehe ständig unter einer enormen Anspannung und kann nicht abschalten. Ich muss ständig etwas zu tun haben, einfach nur entspannen und "an nix denken" kann ich nicht. Gleichzeitig plagen mich Antriebslosigkeit und ständige Müdigkeit (habe Hashimoto Thyrepditis, Tabletteneinstellung passt aber), und das, mit wenigen Unterbrechnungen, seit über einem Jahr. Viele Sachen, die ich eigentlich immer gerne gemacht habe, bereiten mich die meiste Zeit über kaum noch Spaß - ich muss mich echt überwinden, mich um mein Pferd zu kümmern, aber es soll nicht unter meinen Problemen leiden, das würde meine Schuldgefühle nur verstärken.

- Apropos Pferd - ich habe große Probleme, meine Wut zu kontrollieren, leider platzt mir im Umgang mit meinen Pferd (kein einfaches Tier) der Kragen und ich bestrafe es zu hart - was mir unendlich leid tut und was ich unbedingt ändern will und muss:- aber einfach nicht KANN.

- Ich fühle mich für meine Mitmenschen und Familie extrem nutz- und wertlos, ich bin eine Belastung für jeden um mich herum (meine Stimmungsschwankungen kann ich nicht immer verbergen, besonders bei meiner Familie nicht, das läuft das Fass dann über..). Meiner Mutter gegenüber habe ich große Schulgefühle, da ich sie auf ihrem harten Weg nicht begleiten wollte - ich wollte sie im Krankenhaus nicht besuchen und hab es nur widerwillig getan, mich nicht richtig von ihr verabschiedet.. Es bricht mir, wortwörtlich das Herz, dass ich das nicht wieder gutmachen kann und dass sie eventuell mit dem Gedanken gestorben ist, sie nätte alles falsch gemacht und ich würde sie nicht lieben.... Es ist unerträglich für mich.

- Seit einigen Wochen ritze ich mich am Unterarm (hätte ich schon früher in bestimmten Situationen Zugang zu Rasierklingen gehabt, wahrscheinlich schon länger - so salopp das jetzt klingt), mittlerweile hat auch der Gedanke an Suizid (Pulsadern aufschneiden, auf der Landstraße gegen einen Baum fahren) neben einer doch noch vorhandenen abschreckenden Seite eine gewisse... Faszination für mich, wenn das das richtige Wort ist. 

- Ich habe bereits von ein paar Medikamenten (meinen Thyroxintabletten, Ibuprofen) eine deutlich zu hohe Dosis - doppelt oder dreifach so hoch - genommen, a la "Vielleicht gehts mir DAMIT ja besser..."Manchmal, wenn ich mich innerlich wirklich leer fühle, habe ich den Eindruck, mein Leben sei wie von einem Schauspielskript - als würden meine Gedanken und die Menschen um mich herum einfach einer Regieanweisung folgen.All diese Symptome haben sich in den letzten Monaten und Wochen verschlimmert, ohne, dass ich einen konkreten Auslöser dafür nennen könnte.

Vor einigen Jahren (während der Krankheit meiner Mutter) wurde ich von einer Internetbekannten, nachdem ich ihr mein damaliges Leid geklagt habe - ich kann mich beim nesten Willen nicht mehr daran erinnern, was exakt ich geschrieben hatte - auf die Borderline-Persönlichkeitsstörung angesprochen, da sie ihre Denkweisen in meinen, ich zitiere "1:1 wiedererkennt". Da mich Psychologie allgemein fasziniert, habe ich mich mal schlau gelesen und einige Merkmale treffen ja leider ziemlich genau zu. Auch klingen die Beschreibungen der Symptome eine Binge-Eating-Störung sowie einer Depression ziemlich nach mir. Von diesen Internet-Selbsttests halte ich jedoch nichts, wenn es nach denen ginge, litten ja geschätzt 80% unter schweren Depressionen, Schizophrenie und was weiß ich was alles.

 

.. Und noch ein Teil....

Kommentar von denkerguy ,

Du erzählst, dass du nicht abschalten kannst. Vielleicht hilft eine Entspannungstechnik, Yoga, Meditation oder eine Sportart wie schwimmen oder Voleyball.

Ab und zu "an nichts denken" tut ganz gut und das kann man trainieren, liebe Macadamia.

Einfach mehr Medikamente zu nehmen find ich nicht gut und das könnte Nebenwirkungen haben.  

Erstmal solltest du deine Glaubenssätze ändern und die Vegangenheit hinter dir lassen.

Lass die Vergangenheit gehen. Du kannst sie sowieso nicht mehr ändern.

Jeder macht Fehler und man kann aus Fehlern lernen.

Statt "Ich fühle mich für meine Mitmenschen und Familie extrem nutz- und wertlos"

Ich bin ein wertvoller Mensch.

Ich arbeite daran, damit die Beziehung zu meinen Mitmenschen und Familie besser läuft.

Antwort
von macadamia19, 127

Teil 3

Mir geht es sicherlich nicht darum, irgendeine "tolle" (toll ist an diesem psychischen Leiden einfach gar nix) Diagnose zu bekommen, erst recht nicht übers Internet. Dennoch würde ich mich über eure Einschätzung freuen, vielleicht hat der ein oder andere ja - leider - Erfahrungen mit ähnlichem oder kennt sich sonstwie damit aus..Mir würde es einfach enorm helfen, zu wissen, dass meine Gedanken und Gefühle, zumindest teilweise, von einer Krankheit kommen, und es nicht nur meine Schuld ist.. Es kann so einfach nicht weitergehen - ich merke, wie mein Studium, mein Umfeld und meine Freizeit sehr von alldem mitgenommen werden..

Vielen vielen Dank fürs durchlesen und Antworten... :)

LG macadamia

Antwort
von denkerguy, 113

Hallo,

Wie schon die Vorposterin schrieb, kann eine Antwort im Internet eine angemessene Behandlung ersetzen.

Trotzdem würd ich vorschlagen, dass du dich auf das Positive konzentrierst (auch wenn es dir im ersten moment schwer fällt) und dich mit den Affirmationen und Videos von Louise Hay beschäftigst. Auf youtube findest du einige videos über affirmationen und wie gesagt könnte die Werken Louise Hay helfen.  

Das ist natürlich kein Ersatz für ein persönliches Gespräch mit einem Fachmann aber es könnte dir helfen, positiver zu denken und ruhiger zu werden.


Kommentar von denkerguy ,

Ich meinte natürlich: eine Antwort im Internet kann eine angemessene Behandlung NICHT ersetzen. :)

Antwort
von Fuchur, 93

Hallo,

Mein Rat: Suche dir einen guten Psychiater, am besten mit der Zusatzbezeichnung "Psychotherapie". Diese Zusatzbezeichnung, damit du sicher sein kannst, dass er sich nicht nur psychiatrisch, sondern auch mit anderen psychischen Erkrankungen ausreichend auskennt. Er könnte dann Medikamente, falls nötig, verordnen.

Meiner Ansicht nach solltest du dringend eine Therapie - eine Traumatherapie-, machen. Kannst dir Adressen unter www.emdira.de suchen. Dort sind TherapeutInnen verzeichnet, die auch EMDR anbieten. Das kann bei Traumatherapie hilfreich sein. Kannst ja auch mal "Luise Reddemann" und "Willy Butollu" googeln, das sind gute Traumatherapeuten, die versch. Arten von Traumatherapie entwickelt haben. Die Essstörung muss man wahrscheinlich gesondert angehen - sie ist ein "Symptom", das du als Schutz entwickelt hast.

Gib die Suche nach einer guten TherapeutIn nicht auf, es gibt nicht ausreichend, aber von einer Therapie kannst du wirklich profitieren.

Man kann auch stationär Traumatherapie machen,  der Rahmen ist geschützter, und in bestimmten Fällenmöglich, z.B. auch, wenn du keine Therapeutin in deiner Nähe findest, oder wenn du zwischendrin Pausen brauchst. Das entscheidet der Therapeut/Arzt der Klinik. Solche stationäre Therapien gibt es meist in psychiatrischen Kliniken. Es sind eigene Stationen oder Häuser, du hast z.B. nicht mit psychotischen oder and. akut psychisch erkrankten Menschen zu tun.

Ich wünsche dir für deinen Lebensweg alles gute! Und versuch, ob du wegen deinem Pferd Hilfe bekommen kannst. Hole dir eine(n), falls es finanziell möglich ist, Trainer(in) oder versuche es selbst mit Reittherapie (kannst du unter "tiergestützte Ergotherapie" verordnet bekommen.

Herzliche Grüße

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