Frage von Perle1987w, 12.7 Tsd.

Copd im Endstadium wie lange bleibt noch

Hallo, meine Mutter hat seit ca. 4 Jahren Copd , mittlerweile im Endstadium . Ich habe das Gefühl sie verschweigt mir wie schlimm es wirklich um sie steht. Sie lebt alleine in einem Haus , ist 24h am Sauerstoff , jeder Gang ist mittlerweile eine Tortur . Eine Flasche Sprudel aus dem Keller Holen fast unmöglich . Sie hat starkes Untergewicht , auch Astronautennahrung zeigt keinen Erfolg . Muskelschwund ist einer der Begleitkrankheiten die sich mittlerweile sehr stark bemerkbar machen. Vor ein paar Tagen mussten wir ein Telefonat abbrechen weil es einfach nicht mehr ging. Vor einigen Wochen sah ich auf de tisch ein handgeschriebenes Testament, ich habe mich allerdings nicht getraut es zu lesen . Als mein Bruder vor fast 3 Jahren Selbstmord begangen hat , bestand sie auf ein urnenrasengrab da man in dieses Grab schon nach wenigen Jahren eine weitere Urne bestatten kann. Mal redet sie von "in 10 Jahren" und mal will sie das ich endlich irgendwelche Vollmachten unterschreibe... Eigentlich sollte sie schon lange nicht mehr allein leben aber in ein betreutes wohnen will sie nicht. Platz wäre bei ihr genug aber ich habe 2 kleine Kinder , kann ich ihnen das antun? Ist es abzuschätzen wie lange sie noch hat ? Wie kann so ein Tod im schlimmsten fall aussehen ? Kann es sein das sie mir einiges verschweigt? Sorry für das Durcheinander aber ich hänge einfach etwas in der Luft und habe Angst vor dem was kommt und wann und wie...

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Antwort
von Daszu, 10.7 Tsd.

Hallo Perle, ich habe gerade Deine Frage gelesen. Ich kenne mich mit diesem Thema nicht aus, aber ich habe einen Artikel in der Zeitung gelesen, dass am 19.11.14 eine Hotline zu Fragen zum Thema COPD geschalten ist. Hier die Eckdaten:

Wer Fragen zum Thema hat oder entsprechende Symptome feststellt, kann die Experten des Klinikum St. Georg am 19. November von 13:00 bis 15:00 Uhr unter folgender Hotline anrufen: 0341 200 182 4492

Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute

Antwort
von Perle1987w, 12.4 Tsd.

Hallo, vielen Dank für eure Antworten , sie Steht bereits schon lange auf der Liste , bei ihrem letzten Besuch in Homburg würde ihr aber wohl gesagt das sie wohl keine Lunge mehr bekommt, warum weiß ich allerdings nicht. Momentan könnte sie durch ihr Untergewicht usw garnicht operiert werden. Sie inhaliert seit fast einem Jahr alle 3-4 Stunden . Meine Kinder sind 5 und 17 Monate . Die Patientenverfügung werde ich unterschrieben , ich hatte schon vor fast 3 Jahren die Vormundschaft für meinen Bruder übernommen. Ich habe ein schlechtes Gewissen meiner Mutter gegenüber wenn ich nicht mit den Kindern bei ihr einziehe, aber ich habe auch ein schlechtes Gewissen meinen Kindern gegenüber wenn ich es tue.

Kommentar von BBienchen ,

Hallo Perle, die Entscheidung musst du ganz alleine für dich und deine Familie treffen. Die Kinder können damit sehr gut umgehen. Man kann sie auch mit einbeziehen. Sie sind ehrlich und stellen die Fragen, die Erwachsene sich nicht trauen zu stellen. Meine Kinder waren 3 und 4 Jahre, wollten helfen, oder sagten: " Oma es wird ja alles wieder gut.", und nahmen ihre Hand. Sie waren das Leben, die Freude in dieser schweren Zeit. Unsere Oma ist nach sieben Jahren Pflege, so wie sie es wollte zu Hause gestorben, genau so wie der Opa. Da muss man den Kindern gegenüber kein schlechtes Gewissen haben. Aber es ist die Zeit, die fehlt, die man für die Kinder nicht da ist und die kann man nicht zurück drehen. Das müsst ihr ganz allein in der Familie entscheiden. Eure Entscheidung wird die Richtige für euch sein, ob so oder so. Ich wünsche dir viel Kraft LG

Antwort
von gerdavh, 11.8 Tsd.

Hallo, ein Lungenemphysem im Endstadium ist nicht heilbar und das werden die Ärzte Deiner Mutter mit Sicherheit gesagt haben. Außerdem merkt sie da ja wohl selbst, ob ihr Zustand sich zusehendes verschlechtert. Ich denke, sie hat ihr Testament geschrieben, weil die ihre Angelegenheiten regeln wollte. Das muss jetzt nicht heißen, dass sie im Sterben liegt aber vielleicht hat es Deine Mutter beruhigt, ihr Testament gemacht zu haben. Wenn sie eine Patientenverfügung aufsetzen möchte und da Deine Unterschrift benötigt, solltest Du das auf keinen Fall verweigern. Das ist das leider eines der wenigen Dinge, die Du unter diesen Umständen für sie tun kannst. Um Deine Frage zu beantworten: An einem Lungenemphysem erstickt der Betreffende. Es tut mir leid, Dir nichts Beruhigendes schreiben zu können. Wenn Deine Mutter Nichtraucherin ist, hat sie allerdings die Chance, auf eine Spenderliste gesetzt zu werden. Wurde diese Möglichkeit denn nie in den Raum gestellt? Alles Gute. lg Gerda

Antwort
von BBienchen, 8.586

Hallo Perle1987w, ich denke die Ärzte werden mit ihr gesprochen haben. Sie merkt es auch selbst. Sie ordnet ihre Sachen. Dazu gehört auch das Testament. Versuche mit ihr zusammen diesen Weg zu gehen. Spreche mit ihr, was sie möchte und wenn du es dir zu traust, kannst du auch die Patientenverfügung unterschreiben und in ihrem Sinne handeln. Will sie nicht ins betreute Wohnen, kann sie auch zu Hause gepflegt werden, mit Unterstützung einen Pflegestation, einem SAPV Team, Palliativ Care, sie kümmern sich um die Atemnot und die Schmerzen deiner Mutter und sind immer zu erreichen. Kinder verstehen schon viel und werden es auch verkraften. Aber die Arbeit, die Kinder, die Pflege, der Haushalt müssen bewältigt werden. Es kann schnell ein 24 h Dienst werden. Ist ein SAPV Team und Sozialstation mit im Boot wird es diesen Schlimmsten Fall nicht geben. Sie wird dann medikamentös gut eingestellt. LG

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