Frage von YellowHe, 360

chronische Steißbeinschmerzen! OP?

Hallo zusammen,

Anfang letzten Jahres habe ich mich schonmal hierher gewandt. Damals plagten mich starke Steißbeinprobleme.

Irgendwie bekam ich es in den Griff und war im Sommer beschwerdefrei.

Seit Oktober sind die Schmerzen zurückgekommen. Ein erneutes MRT zeigte, dass die Entzündung zugenommen hat. Meine Steißbeinspitze (letzte Segment) ist im liegen ventral verlagert (lt. MRT), quasi zum Bauch hin.

Dann habe ich ein Funktionsröntgen im stehen und im sitzen vornehmen lassen vor einigen Wochen. Da ist mein Steißbein (Spitze) dorsal (also vom Körper weg) verlagert.

Mein Ortopäde meinte, es wäre eine Überbeweglichkeit des Steißbeins. Und er könne mir nicht helfen. Ich solle in ein Krankenhaus, was er mir empfohlen hat. Dort habe ich in zwei Wochen einen Termin.

Die Schmerzen bringen mich um. Bin in keinster Weise mehr belastbar, bin seit Oktober krank (Bürojob) und riskiere irgendwann, meinen Job zu verlieren.

Die einen raten mir zur Reposition des Steißbeins, aber ob das was bringt? Wenn es instabil ist.

Wer kann mir helfen? Habe schon drei Osteopathen besucht, zwei Orthopäden, ich war im Knochenszintigramm, ich war im MRT, ich habe Spritzen bekommen, ich habe KG bekommen, Tabletten.... nix hat geholfen.

Bleibt mir wirklich nur die OP?

VIele Grüße

Expertenantwort
von StephanZehnt, Community-Experte für Schmerzen, 269

Hallo ..,

ich schätze das könnte eigentlich die kürzeste Antwort werden die einfach Ja heisst. Allerdings sollte man die Risiken auch bedenken. Der Darm kann verletzt werden. Genau so auch Nerven.

Das heisst für Dich genau hinschauen in welche Klinik Du im Fall der Fälle gehst. Es gibt in Deutschland eine reichliche Hand voll Kliniken die viel Erfahrungen haben was Wirbelsäulen - OPs  angeht.

Die müssen dann entscheiden ob eine Reposition des Steißbeins sinnvoll ist oder man es (teil)entfernt. (amputiert).  Um so die chronischen Steissbeinschmerzen (Coccygodynia) in den Griff zu bekommen.

http://arthrose-journal.de/gelenke/die-coccygodynie-manchmal-schwer-zu-therapier...

Also möglichst bald in eine entsprechend gute Klinik (Dein Bundesland ?) Nun nichts was Du nicht schon weisst! Es ist halt insgesamt eine heikle Sache die Dir schon länger Probleme macht und Ihren Ursprung u.U. in der Kindheit hat.

Gruss Stephan

Antwort
von YellowHe, 115

Hallo zusammen!

Ich möchte eine kurze Rückmeldung geben.
Vor genau zwei Monaten (21.01.16) wurde ich operiert.
Meine Steißbeinspitze wurde resektiert (3 cm).

Ich war fünf Tage im Krankenhaus und danach noch fünf Wochen krankgeschrieben.
Seit zwei Wochen bin ich wieder am arbeiten und seit einigen Tagen bin ich nahezu schmerzfrei.

Ich kann wieder Autofahren; auf dem Rücken schlafen; mich normal hinsetzen ohne diesen fürchterlichen Nachschmerz beim aufstehen.

Was nicht so angenehm ist, ist langes sitzen. Das schaffe ich noch nicht. Aber alles in allem ist die OP gut verlaufen. Ich bin da infektionslos und ohne Fistelbildung durchgekommen. Die Narbe ist etwa fünf cm lang.

Allerdings wurde ich auch von einem Viszeralchirurgen operiert. Eine entsprechende Klinik auszusuchen, ist schon wichtig.

Falls ihr Fragen habt, könnt ihr euch gerne an mich wenden!

Kommentar von evistie ,

Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen OP und danke, dass Du Dich noch einmal gemeldet hast!

Kommentar von Coco27 ,

Hallo. Glückwunsch zur erfolgreichen OP. Wo hast du sie machen lassen?Grüße 

Kommentar von Coco27 ,

Ah sorry habs gefunden. 

Hast du weiterhin keine Probleme mehr? 

Antwort
von YellowHe, 237

Lieber Stephan, vielen Dank für die freundliche Antwort. Ich habe tatsächlich alles probiert. Da kann ich mir diesbezüglich also nichts vorwerfen. Verschiedene Sitzringe, die mir nicht helfen; Steißbeinfistel ausgeschlossen; Wobenzym; Schmerzöl, Rheumatologe, Neurologe, etc.! Keine Befunde - außer halt die Spitze, die gekrümmt ist. Und du hast Recht. Es könnte eine Geschichte aus der Kindheit sein. Das sagten mir die Ärzte. Lt. MRT eine "alte Geschichte"! Aber das nützt mir nichts, wenn ich Dsuerschmerzen habe. Auch rektal habe ich es mobilisieren lassen (nicht reponieren)! Alles hilft nicht. Ich komme aus der Nähe von Köln. Würde aber auch weiter reisen. Da gibt es das gute Wirbelsäulenklinikum in Karlsbad-Langensteinbach (SRH Klinik)! Vielleicht wäre das eine Option. Jedenfalls suche ich mir die Klinik ganz genau aus. Danke schön.

Kommentar von Coco27 ,

Hallo,

Ich suche auch eine Klinik die sich mit dieser Krankheit auskennt , behandelt oder sogar operiert ... Man wird leider nur abgelehnt :(

Egal wo, bitte um Erfahrungen oder Ratschläge . 

Danke ;)

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