Frage von elli57b, 216

Chronische Gliederschmerzen und Humpeln nach Hüft-TEP?

Hallo zusammen!

Ich werde meine Beschwerden seit meiner Hüft-OP am 02.06. nicht los.

Nachdem meine Krankengymnastik beendet war, bin ich mit meinem Mann für 1 Woche auf die Kanaren geflogen. Schon vor Beginn der Reise wurde eine erhöhte weiße Blutkoerperchenmenge bei mir festgestellt. Nun habe ich immer öfter Gelenkschmerzen und bin teilweise völlig steif, wenn ich länger gesessen habe. Ich fühle mich ständig müde und weiß nicht, wie ich die richtige Schlafposition finde. Außerdem hat mein Mann beobachtet, dass ich immer noch humple.

Ist das alles normal? Bei meinen Bekannten aus der Reha sieht das ganze sehr viel positiver aus.

Antwort vom Arzt online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Gesundheitsfrage. Kompetent, von geprüften Ärzten.

Experten fragen

Antwort
von Winherby, 157

Hallo elli,

eine erhöhte Anzahl weisser Blutkörperchen deutet darauf hin, dass sich Dein Immunsystem mit irgend einer Reizung beschäftigt. Nicht selten ist es ein neues Gelenk, so wie bei Dir, dass der Körper noch nicht "angenommen" hat und als Fremdkörper wertet. Auch verstärkte Müdigkeit, sowie die genannten Anlaufschmerzen können Zeichen für entzündliche Prozesse sein.

Nun stellt sich mir auch die Frage, ob das beobachtete Humpeln an Deinem Knie die Ursache hat, oder an der TEP. Hatte Dir ja in einer meiner früheren Antworten angedeutet, dass ein normales Gangbild in so kurzer Zeit nach einer TEP-OP sehr ungewöhnlich wäre. 

Ist denn in jüngster Zeit, - nach dem Kanaren-Trip -, mal ein erneutes Blutbild gemacht worden? Wenn nicht, dann sollten die weissen Blutkörperchen nochmal "gezählt" werden.

Desweiteren bleibe ich bei meiner dringenden Empfehlung Astaxanthin zu nehmen: https://www.amazon.de/BioAstin-Kapseln-ORIGINAL-AUS-HAWAII/dp/B00VZ58VIW/ref=sr\...

Dies ist ein völlig natürliches Produkt und ist ein hervorragendes Mittel zur Bekämpfung entzündlicher Prozesse, - von weiteren tollen Eigenschaften ganz zu schweigen. Seit ich es nehme, habe ich nur noch selten Gelenkbeschwerden. Ich habe drei Wochen 2 X 12mg genommen, habe dann reduziert auf tgl. 1 X 12mg. 

Für das Knie, - falls es noch immer Beschwerden macht -, würde ich Dir Blutegel empfehlen. Sechs dieser kleinen Helfer reichen für ein Knie. Je drei li. und re. und die Knieprobleme sind von gestern. Kann jeder Arzt machen, macht aber leider nicht jeder. Aber bevor ich Dir diese Therapie weiter beschreibe, google Dich erst mal schlau. 

Was die Schlaferei betrifft; hast Du/habt Ihr mal Dein Bett getestet, so wie von mir in einer früheren Antwort empfohlen? Wenn noch nicht, dann in Deinem Interesse bitte bald machen und notfalls Dein Bett entsprechend erneuern. Viele Menschen schlafen auf ihrer Lieblingsseite und wundern sich nach Jahren, dass sie auf genau dieser Schlafseite Gelenkprobleme haben und immer schlechter liegen und schlafen. Dabei verfällt seltenst ein Gedanke ans Bett, das warscheinlich meist zu fest war und sich nicht der Körperform anschmiegte. Wie oft habe ich das meinen Patienten und auch auf dieser GF-Seite hier empfohlen, - aber auf mich hört ja keiner.  LG


PS.: So wie auf dem Bild sollte es auch bei Dir (bei jedem) aussehen: https://www.ravensberger-matratzen.de/ratgeber/matratzen/trhermoelastischer-visc...

Kommentar von elli57b ,

Ich danke Dir sehr für Deinen ausführlichen Rat und werde demnächst mal den Matratzenladen in der Eschborner Landstr. in Frankfurt aufsuchen. Nur schade um das Geld, das wir erst vor einigen Monaten für neue Matratzen ausgegeben haben! Ein neues Blutbild wurde noch nicht gemacht. Am Montag habe ich einen Termin bei meinem Orthopäden. So ganz ernst genommen fühle ich mich von ihm nicht. Meine Freundin wurde nach ihrem Hüft-TEP "vermessen". So konnte festgestellt werden, ob keine Schieflage mehr vorhanden ist. Sie meinte, eine Schulter sei bei mir niedriger als die andere. Soll ich meinen Orthopäden darauf ansprechen? Mein Fitness-Studio hat außerdem angefragt, wann ich wiederkomme. Darf ich dort auch schon auf den Stepper? An manche Geräte traue ich mich noch nicht. 

Kommentar von Winherby ,

Hallo elli,

natürlich solltest Du vermessen werden, ich kenne das nicht anders. Eine evtl. Beinlängendifferenz sollte dann durch eine entsprechende einseitige Schuhsohlenerhöhung (natürlich an allen Schuhen und Hausschlappen) angeglichen werden. Besteht tatsächlich eine Längendifferenz, dann wirkt sich diese belastend für alle anderen Gelenke an Fuß und Bein aus, da diese eine solche Schieflage ausbalancieren müssen. Dabei entstehen auch Skoliosen an der WS, auch der Schulterschiefstand kann so verursacht werden, - muss aber nicht, da kann auch eine unausgeglichene Schulter-/Nackenmuskulatur Ursache sein. Aber sprich dies auf jedenfall beim Arzt an. Frag doch mal nach Blutegeln für das wehe Knie, - falls es noch schmerzt.

Ja, Matratzen sind teuer, - je nach dem wo man sie kauft. So richtig teuer wird´s aber erst dann, wenn die empfohlene Matratze dann nicht "passt". Das kommt leider nicht selten vor, denn der allg. Matratzenverkäufer hat eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann genossen, - wenn überhaupt. Von Anatomie, Physiologie und Pathologie des menschl. Körpers hat er kein Wissen, er kennt die Anatomie seiner Frau/Freundin, das war´s dann auch schon.

Wie also sollte er den rückenkranken Kunden beraten können? So beraten, dass es dem Rücken des Kunden etwas nützt? Er verkauft Dir gerne eine "gute" (besser gesagt teure) Matratze, das nützt dann auch etwas, aber nur seinem Provisionskonto ! 

Daher rate ich Dir, such Dir einen Physiotherapeuten der mit Dir in den Laden geht und Dich dort vor Ort berät. Das war übrigens beruflich mein zweites Standbein. Ich bin (auf Pat.-Wunsch) zu den Pat. nach Hause gekommen, habe mit dem Pat. gemeinsam sein Bett getestet, entweder das Lattenrost, oder auch das Kissen, korrigiert. War dort keine sinnvolle Korrektur möglich, bin ich mit in den Bettenladen vor Ort und habe den Berater gegeben, einen Verkäufer brauchte der Patient nur noch später an der Kasse.  Für diesen Service habe ich hinterher pauschal 50€ genommen, dieses Geld hat der Pat. vorher an der Kasse im Bettenladen vielfach hereingespart, da ich ihm keine unnötig teuren Matratzen für viele hunderte von €  "verkaufte".

Habt Ihr denn inzwischen mal Dein (neues) Bett (Matratze/Lattenrost)  getestet, ob Du so liegst wie die Frau auf dem Bild im Link? Das solltet Ihr wirklich unbedingt machen, bevor Ihr Euch in unnötige neue Kosten stürzt. 

Ich kann für Dich nur sehr hoffen, dass die Filiale in Frankfurt fähige Berater im Laden haben. Kannst Du testen, frag den doch mal so "beiläufig", wieviel Wirbelkörper (24) die WS denn so hat und wieviele Bandscheiben (23).... So, will jetzt nicht länger mit dem Bett nerven, obwohl ich noch einiges dazu zu sagen hätte. 

Viel Erfolg beim Bettenkauf und gute Besserung, Winherby
























Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community