Frage von privateuser, 144

Blutwerte OK, mir geht es aber nicht gut!

Hallo & guten Abend liebe Community,

ich weiß mit meinen Problemen nicht mehr weiter, deswegen hoffe ich hier Hilfe zu finden. Ich bin männlich, 20 Jahre alt und komme auch gleich auf den Punkt: ich fühle mich immer erschöpft und müde. Meist bekomme ich Phasen in der Mittagszeit und am Abend, in denen ich wirklich dagegen ankämpfen muss einzuschlafen, wobei ich dann nachts immer wach im Bett liege und nicht einschlafen kann, habe Schlafstörungen und kann nur schwer ein- und durchschlafen. Selbst wenn ich dann mal genug Schlaf hatte, fühle ich mich kaputt. Hinzu kommen noch folgende Symptome: schlechtes Hautbild (Bindegewebe, Haut hat an Farbe verloren, bin anfällig für Hautpilz geworden, habe öfter Fußpilz), Konzentrationsschwierigkeiten, habe sehhhr dunkle und tiefe Augenringe bekommen, Stimmungsschwankungen (oft niedergeschlagen ohne wirklichen Grund) und krampfartige Blähungen (jeden Tag!). Nun war ich natürlich schon beim Arzt, sogar bei 2 verschiedenen, beide haben einen Bluttest gemacht und beide sagen mir, dass die Blutwerte OK sind und dass es evtl. psychische Gründe hat. Nun steh ich immer noch mit meinen Problemen alleine da. Hat jemand ähnliche Symptome wie ich? Oder weiß jemand was mir weiterhelfen könnte? Danke schonmal.

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Antwort
von walesca, 133

Hallo privateuser!

...dass die Blutwerte OK sind und dass es evtl. psychische Gründe hat.

Auf diese "Schiene" schieben die Ärzte ihre Patienten gern, wenn sie selbst nicht mehr weiter wissen!! Lass Dich bloß nicht darauf ein und kämpfe weiter um eine vernünftige Diagnostik!! Dauerhafte Schlafstörungen sollten z.B. mal in einem Schlaflabor gründlich untersucht werden (mögliche Schlafapnoe). Erste Messungen können auch ambulant gemacht werden. Dazu solltest Du auch mal den Vitamin-D-Spiegel im Blut kontrollieren lassen, sowie auch Eisen, Ferritin und Transferin. Beides kann für die Müdigkeit auch verantwortlich sein. Dass Du häufiger Fußpilz bekommst, liegt oft an einer Übersäuerung des Körpers, denn in saurem Milieu fühlen sich alle Arten von Pilzen "sauwohl"!! Frag mal in der Apotheke nach einem guten Basenpulver, mit dem Du das gut regeln kannst. Hier noch ein paar Infos zum Vitamin-D. Du siehst, es gibt noch so einiges zu klären!!!

Vitamin-D, mehr Bedarf als gedacht!!!

Der Mensch braucht von diesem Vitamin-D weitaus mehr, alsbisher angenommen wurde! Dies hat sich aber leider noch nicht bei allen Ärztenherumgesprochen! Der Vitamin-D-Mangel ist sehr weit verbreitet und bei vielenMenschen auch eine wesentliche Krankheitsursache. Der Bedarf wird oftmals immernoch unterschätzt. Die notwendige Konzentration im Blut kann mitfreiverkäuflichen Präparaten aber leider nicht erreicht werden.  Hier einige mögliche Symptome desVitamin-D-Mangels:

Chronische Müdigkeit, Erschöpfung,Kraftlosigkeit, Antriebslosigkeit

Schlafstörungen, hoher Schlafbedarf

Kältegefühl, besonders in Händen und Füßen,leichtes Frieren

Zittern, Schmerzen und Schwäche der Muskeln

Kopfschmerzen, Schwindel, Migräne

Koordinationsstörungen, unsicheres Gehen und Stehen

Osteoporose, Rückenschmerzen

Wadenkrämpfe

Appetitlosigkeit

Depressionen

Sonnenallergie

Ein ausreichender Vitamin-D-Gewinn mit(Ganzkörper-)Sonnenbädern ist in unseren Breiten nur - wenn überhaupt - imSommerhalbjahr möglich, nicht aber in der übrigen Jahreszeit. AuchSonnenschutzmittel verhindern die Vitaminbildung in der Haut!! Lassen Sie beimnächsten Arztbesuch einmal ihren Vitamin-D-Spiegel im Blut messen! Er sollteidealerweise zwischen 50 – 90 ng/ml liegen. Sehr empfehlen kann ich Ihnen auchdas kleine Büchlein „Gesund in sieben Tagen“ von Dr. med. R. von Helden. DieseAussage ist leider nicht ganz wörtlich zu nehmen, aber hochinteressant. Esenthält auch genaue Angaben, wie der Vitamin-D-Spiegel wieder normalisiertwerden kann. (Dr. med. von Helden hat eine Hausarztpraxis hier im Sauerland!)

Meine eigenen Erfahrungen mit der Normalisierung desVitamin-D-Spiegels sind ausgesprochen positiv, so dass ich jedem Menschen dazuraten kann, auf eine ausreichende Versorgung mit diesem wichtigen Vitamin-D zuachten! Es lohnt sich ganz bestimmt!!!

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von gerdavh, 144

Bei mir wurden wegen ungeklärter (allerdings anderer) Beschwerden kürzlich mal erweiterte Blutuntersuchungen gemacht. Wurde bei Dir schon mal auf Antikörper gegen Gluten (verursacht krampfartige Blähungen, wenn man eine Glutenallergie hat) untersucht? Alle Schilddrüsenwerte, nicht nur der TSH (Hashimoto z.B. = Autoimmunerkrankung der Schilddrüse führt zu Erschöpfungszuständen, starken Schlafstörungen - deswegen hast Du wahrscheinlich Augenringe, Depressionen, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsstörungen - hat bei mir einige Jahr gebraucht, bis sie das endlich mal untersucht hatten)? Vitamin B12 und Vitamin D3-Spiegel? Kalium-, Calciumspiegel? Kompletter Hormonspiegel? Die Ärzte sagen zwar oft, wir haben das Blut untersucht, aber im allgemeinen ist das einfach nur ein großes Blutbild. Geh doch mal zu einem Endokrinologen. Alle o.g. Untersuchungen wurden dort durchgeführt. Alles Gute für Dich. lg Gerda

Kommentar von gerdavh ,

P.S. Es kann sein, dass Du jetzt noch zu mehreren Ärzten musst, aber nicht aufgeben - mache ich auch nicht. Lass Dir bloß nicht einreden, das wäre alles psychisch bedingt. Das wollten sie mir auch schon aufs Auge drücken.

Antwort
von Hooks, 117

Ja, vermutlich hat keiner den Vitamin-D3-Spiegel gemessen. Bestehe darauf! Du kannst Dich auch auf eigene Faust medikamentieren, ich mache das seit über einem Jahr und fühle mich endlich wohl. Lebertran und Kapseln. Aber mit Test zahlt die Kasse das. Inzwischen recherchiere mal zum Thema, Stichwörter findest Du reichlich in meinen andern Antworten. Hab hier nur so ein mobiles Ding ... Nebennierenschwäche wäre auch ein Ding, Dr. NEUBERT, aber D3 ist auch .Grundstoff für Hormone,  deshalb würde ich erstmal da suchen. Östrogen Mangel fällt mir da nocn ein.




Kommentar von evistie ,

"Östrogen Mangel fällt mir da nocn ein."

"Ich bin männlich, 20 Jahre alt ..."

Kommentar von Hooks ,

???

Schonmal was davon gehört, daß Männer auch Östrogen brauchen?

Kommentar von charlotte7 ,

Du hast völlig Recht ! Offenbar ist sie unzureichend informiert. 

Östrogenmangel bei Männern?

Das ist kein Witz, sondern das Thema einer amerikanischen Studie, die den Hormonhaushalt des alternden Mannes untersucht hat und jetzt für Aufsehen sorgt:

Östrogen, das weibliche Sexualhormon,spielt im männlichen Körper offenbar eine grössere Rolle, alsbisher angenommen wurde.

Dass Östrogen auch beim Mann zirkuliert,wusste man zwar – der männliche Körper produziert es zum grössten Teil aus Testosteron, dem männlichen Sexualhormon.

Aber bei den«Wechseljahren des Mannes» hatte die Medizin bisher ausschliesslich Testosteron im Visier. (….)

http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/maenner-brauchen-oestrogen-1.18154313

Kommentar von Hooks ,

und nicht nur den alternden Mann! Mein Sohn mit 20 profitierte auch vom Östrogen!

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