Frage von nackenrolle, 3.864

Wie oft kann Reha-Sport verschrieben werden? Wie lange bezahlt die Krankenkasse diesen?

Nach dem Aufenthalt in einer Reha-Klinik wurde mich als Anschluss Reha-Sport verordnet. Zunächst für ein halbes Jahr, 2 Mal pro Woche. Ich weiß, dass das verlängert werden kann. Aber, wie oft denn? Gibt es eine Zeitspanne, nachdem der Reha-Sport keine Kassenleistung mehr ist?

Antwort
von walesca, 3.624

Hallo Nackenrolle!

Beim Reha-Sport gibt es ja verschiedene Varianten. Da ist z.B. der Reha-Lungensport. Der wird i.d.R. für 3 Jahre verordnet. Ob Deine KK diese Verordnung - nach ärztlichem Attest - noch einmal verlängert, ist ein Ermessen der Krankenkassen. Ich weiß, dass einige GKV-Kassen dies problemlos erneut bewilligen, unsere priv. Beamtenkasse hat das allerdings von vornherein ausgeschlossen, obwohl sich der Chefarzt der Lungenklinik persönlich dafür eingesetzt hatte!!! (Ich darf trotzdem in der Gruppe weiter mitmachen).

Bei der Reha-Wassergymnastik ist es wieder anders. Das wird für 50 Anwendungen innerhalb von 18 Monaten bewilligt. Ggf. Verlängerungen s. oben. In beiden Fällen kannst Du aber auf jeden Fall die Fahrtkosten von der Steuer absetzen.

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/krankheitskosten-von-der-steuer-absetzen

Zu den Bestimmungen für die Herzsport-Gruppen und das Funktionstraining kann ich leider keine näheren Angaben machen. Damit kenne ich mich nicht aus. Da solltest Du dich einfach mal bei entsprechenden Gruppen erkundigen. Alles Gute wünscht walesca

Kommentar von walesca ,

Auch hier bekommst Du sicher die richtige Antwort auf Deine Frage. http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/meine-rechte-als-patient---wer-kennt-sich-d... LG

Antwort
von Mahut, 3.768

Ich habe meinen Herz Reha Sport gleich für ein Jahr verordnet bekommen, ob es verlängert worden wäre weiß ich nicht, weil ich es erst gar nicht angetreten bin, ich habe den Sport zu Hause gemacht, ich habe ein kleines Studio und konnte und kann darum täglich trainieren

Antwort
von thermal, 2.920

Eine Verlängerung ist normalerweise gar kein Problem. Es hängt auch davon ab, ob der behandelnde Arzt eine weitere Notwendigkeit sieht. Darüberhinaus sieht die Krankenkasse jemanden zur Gesundheitsvorsorge auch in der EIgenverantwortung.

Hier noch einige Informationen:

  • Rehabilitationssport und Funktionstraining werden indikationsgerecht von dem behandelnden Arzt/der Ärztin verordnet

Die Verordnung muss enthalten:

  1. die Diagnose nach ICD 10, ggf. die Nebendiagnosen, soweit sie Berücksichtigung finden müssen oder Einfluss auf die Verordnungsnotwendigkeit haben
  2. die Gründe und Ziele, weshalb Rehabilitationssport/Funktionstraining (weiterhin) erforder- lich ist; dazu sind auch Angaben über die vorliegenden Funktionseinschränkungen und zur psychischen und physischen Belastbarkeit zu machen,
  3. die Dauer des Rehabilitationssports bzw. des Funktionstrainings,
  4. eine Empfehlung für die Auswahl der für die Behinderung geeigneten Rehabilitationssportart bzw. Funktionstrainingsart, bei Herzgruppen die Empfehlung zur Übungs- oder Trainings- gruppe sowie bei Bedarf die Empfehlung zur Durchführung von Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins behinderter oder von Behinderung bedrohter Frauen und Mädchen und für besondere Inhalte des Rehabilitationssports,
  5. bei weiteren Verordnungen ergänzend die Gründe, warum der Versicherte nicht oder noch nicht in der Lage ist, die erlernten Übungen selbstständig und eigenverantwortlich durchzu- führen.

Quelle: http://www.vdek.com/content/vdeksite/vertragspartner/vorsorge-rehabilitation/Reh...

Kommentar von StephanZehnt ,

Eine Bemerkung am Rande

Man kann da lesen Rehabilitationssport kommt für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen in Betracht, um sie unter Beachtung der spezifischen Aufgaben des jeweiligen Rehabilitationsträgers möglichst auf Dauer in die Gesellschaft und das Arbeitsleben einzugliedern!

Wenn absehbar ist das der / die Behinderte nicht mehr arbeitsfähig ist können solche Leistungen auf Null fallen. Da dies bei schweren Unfällen nicht ganz so selten ist ......

Für die ist es oft ein Spiessrutenlauf da eine kleine Hilfe von der Krankenkasse zu bekommen. Die Berufsgenossenschaften tun ALLES um solche Behinderte los zu werden!

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