Frage von Lexi77, 240

Wie läuft eine Knochenmarkspende in der Verwandtschaft ab?

Hallo zusammen!

Ich habe mal eine Frage, über die ich mir jetzt seit einigen Tagen Gedanken mache.

Bei meinem Onkel wurde Leukämie diagnostiziert. Noch ist nicht ganz klar, wie die Behandlung aussehen wird, aber es könnte auch sein, dass er eine Knochenmark-/Stammzelltransplantation benötigt.

Seine Geschwister kommen dafür aber wohl wegen des Alters alle nicht (mehr) in Frage. Jetzt ist halt die Überlegung, ob wir als Nichten oder Neffen möglicherweise in Frage kommen könnten. Wisst ihr, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass das passt? Natürlich würde ich mich bei Bedarf gerne testen lassen, ob ich evtl. in Frage komme, andere Cousins/Cousinen auch.

Und dazu dann noch eine zweite Frage: ich möchte mich eigentlich nicht unbedingt in einer großen Spenderdatei registrieren lassen, da ich ja gesundheitlich auch nicht so ganz fit bin (auch wenn meine Erkrankung keinen Ausschlussgrund für eine mögliche Spende darstellt). Kann ich mich dann einfach für diesen einen, ganz speziellen Spendenzweck für meinen Onkel typisieren lassen? Oder reicht da vielleicht sogar erstmal ein Bluttest beim Hausarzt?

Vielen Dank und viele Grüße, Lexi

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GeraldF, 197

Eine Zahl kann ich nicht nennen. Die Wahrscheinlichkeit, einen Spender in der eigenen Familie zu finden, ist aber statistisch viel höher, als für einen Spender aus der Datei. 

Eine zielgerichtete Registrierung ist meines Wissens nicht möglich. 

Ich kann Ihre Argumentation in diesem Punkt auch nicht nachvollziehen (aber natürlich akzeptieren). Selbst wenn Sie registriert sind, ist es natürlich nicht so, dass Sie sofort auf eine Spende angesprochen werden, im Gegenteil, die Wahrscheinlichkeit dieses Falles ist eher gering. Und auch dann haben Sie natürlich das Recht, nicht zu spenden.

Kommentar von Lexi77 ,

Inzwischen weiß ich dazu mehr:

Man kann sich tatsächlich nur für einen speziellen Spender testen lassen, das geht über einen Bluttest. Die Kosten dafür (über 1000,- € je Test) übernimmt die Kasse des Erkrankten. 

Die 4 Geschwister meines Onkels konnten diesen Test machen, da es nur für eine Aufnahme in die Spenderdatei ein Höchstalter gibt, nicht aber für eine Spende unter Familienmitgliedern. Leider kam von diesen aber niemand in Frage.

Aber es wurde tatsächlich in der Datei jemand mit 100%iger Übereinstimmung gefunden!

Antwort
von Alois, 174

Hallo "Lexi77",

prinzipiell ist die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Spender zu finden, nur bei Geschwistern relativ hoch;

bei Eltern und anderen nahen Verwandten ist die Chance leider schon sehr viel geringer.....

ansonsten gehe ich konform mit der Antwort von "GeraldF".

Liebe Grüße vom Alois

Antwort
von sonne123, 157

Hallo Lexi, 

du hast ja schon zwei Antworten aus ärztlicher Sicht erhalten.

Vielleicht ist dieser Link für dich noch interessant, wo unter anderem auch das Vorgehen bei Familien oder Fremdspende erörtert wird:

 http://www.dkms.de/de/faq

Liebe Grüße und alles Gute! 

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