Verzweifelt. Schwere Depression unheilbar?

Seit ich 12 bin habe ich Depressionen. Heute bin ich 20 Jahre alt und bin "gesegnet" mit schweren Depressionen, einer Angststörung und Borderline. Ist selbstverständlich alles von mehreren Psychologen diagnostiziert. Ich habe Tabletten also Antidepressiva genommen die helfen mir nicht. Ich überlege ein anderes Medikament auszuprobieren. Ich habe eine Therapie gemacht, war in einer Tagesklinik und einige Tage in einer offenen Psychatrie.

Ich bin absolut verzweifelt, da ich das Gefühl habe das mir nichts hilft und niemand mich versteht. Ich habe Angst mein Leben lang ans Bett gefesselt zu sein. Ich bin noch jung und habe so eine schlimme Depression, dass ich nicht einmal duschen, Zähne putzen, Haare bürsten und andere alltägliche Dinge tun kann. An arbeiten oder Ausbildung ist selbstverständlich nicht zu denken. Bin arbeitsunfähig. Das Arbeitsamt rät mir zu Erwerbsunfähigkeitsrente, die ich aber ungern anfordern will da ich ja doch noch ein Fünkchen Hoffnung habe gesund zu werden. Ich erwarte ja nicht, dass ich komplett beschwerdefrei bin aber wenigstens will ich meinen Alltag schaffen können und niemanden zur Last fallen. Meine Familie und mein Freund verstehen die Krankheit nicht. Psychische Erkrankungen sind für Sie Märchen. Sie fahren mich natürlich zur Klinik oder Ärzten aber verstehen tun sie es nicht. Trotzdem bin ich vorallem meiner Mutter dankbar die mir Vitamine und Bücher zum Thema kauft die Betroffenen anscheinend geholfen haben.

Eigentlich sollte die Jugend eines Menschen die schönste Zeit seines Lebens sein aber mein Leben ist eine Qual. Durch meine Borderline Erkrankung verstümmel ich mich selbst sogar im Gesicht und danach hasse ich mich noch mehr. Die Klinik nimmt mich erst an wenn mein Blut drogenfrei ist. Der Entzug wäre kein Problem, den habe ich schon mehrmals durchgezogen aber ohne Drogen schaffe ich es nicht mal aufzustehen und da ich mit meinem Freund zusammen wohne und er mich wie gesagt kaum versteht kann ich auf seine Unterstützung nicht zählen. Wenn ich den Haushalt nicht irgendwie einigermaßen erledige oder Termine wahrnehmen kann macht er mich weiter fertig. Ein Teufelskreis. Also nehme ich einiges an Drogen um meine Angelegenheiten wenigstens minimal zu erledigen den niemand macht sie für mich wenn nicht ich selbst.

Tut mir leid für den langen Text.

Meine Frage ist wie ihr eure schwere Depression einigermaßen oder vielleicht sogar ganz besiegt habt? Ich will mein Leben in den Griff bekommen schaffe aber wie gesagt nicht. Ich verliere die Hoffnung und glaube langsam dass es für mich keine Heilung gibt. Selbstmordgedanken sind zwar immer da natürlich aber ich würde es nie durchziehen, da ich meiner Familie vorallem meinen Geschwistern so etwas niemals antun kann und ich selbst habe denke ich wie gesagt auch noch Hoffnung.

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Ich wünsche dir alles gute! Ich kann einigermassen nachvollziehen wie du dich fühlst, ich habe eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung, schwere Depressionen, Migräne, Essen fällt oft schwer, auch nur raus gehen etc. etc. Meine Eltern sind tot, Geschwister habe ich nicht, Familie keine etc. Was hilft ?

Ich gehe oft in die Natur spazieren, auch wenns schwer fällt (schwindel, Sehstörungen etc.)

Im Sommer viel Fahrradfahren, auch wochenlange Touren durch von der Schweiz - Deutschland - Österreich bis ans Meer, alleine mit Zelt ....

Wenn ich draussen bin immer Musik hören oder Hörbuch damit ich abgelenkt bin.

Gitarre spielen.

Kraftsport.

Wenn ich mag, kochen, ich versuche mich immer gut zu ernähren, auch wenn essen oft schwierig ist.

Viele Filme schauen.

Eine Beziehung wäre wohl schön aber davor habe ich Angst, hatte auch noch nie eine richtige ....

Jeden Abend eine Kerze anzünden für mich und alle anderen Menschen auf dieser Welt, auch für dich.

Medikamente nehme ich keine, auch keine Drogen ausser selten mal ein Bier.

Kann dir nicht mehr sagen als wie ich selber mit Problemen umgehe, ich wünsche dir alles Gute.

MFG Andrej

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Ich stimme Homie in den meisten Punkten zu, allerdings ist auch die Vernunft, eine der Eigenschaften, weswegen wir uns von den Tieren unterscheiden, deswegen wird dein Aggressivität und die dadurch entstandene Unfähigkeit, Konflikte zivilisiert zu lösen logischerweise und zu Recht auf Unverständnis stoßen.

Sport hilft sehr, am besten Kampfsport, das macht auch Spaß und bringt in deiner Situation aus meiner Sicht wohl am meisten. 

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Ob du Angst hast oder nicht, spielt doch keine Rolle, du gehst hin und nach einer kurzen Zeit ist alles vorbei und dir geht es besser.

Ichg würde das mal so sehen, sei froh das er da ist, ist es nicht schön, die Tatsache das es Menschen gibt, die anderen Menschen helfen wollen und das auch gerne tun, weil es ihnen dann besser geht?

Denk nicht nur ans negative, und bisschen Angst gehört nun mal dazu, stell dich nicht so an ;) Halb so wild!

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