Zu wenig Fruchtwasser Geburt einleiten?

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Vertraue deinem Frauenarzt, der dich und den Schwangerschaftsverlauf kennt.

Ultraschallmessungen (ob nun vom Baby oder den Fruchtwasserdepots) sind nie zu 100% genau; unterschiedlich erfahrene Gynäkologen, unterschiedlich auflösende Geräte, unterschiedliche Lage des Feten, erschwerte Schallbedingungen (z.B durch Adipositas) etc. führen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Ich finde es prima, dass sich dein Frauenarzt Zeit nimmt - besprich mit ihm erforderliche Interventionen und wenn du was nicht verstehst, frag direkt nach.

Da jeder ärztliche Eingriff aus rechtlicher Sicht eigentlich eine strafbare Körperverletzung darstellt, kann der Arzt einen Patienten nur behandeln, wenn dieser der Behandlung zustimmt.

Grundvoraussetzung ist dafür in jedem Fall, dass der Patient ordnungsgemäß über den bevorstehenden Eingriff aufgeklärt war. Denn wer nicht versteht, worum es geht, kann auch nicht dazu einwilligen. Deswegen hat der Arzt gegenüber dem Patienten auch immer eine Aufklärungspflicht.

Das Mittel der Wahl hängt von deinem Muttermundsbefund ab; ist alles noch sehr unreif, kann man Prostaglandin (als Vaginaltablette oder -gel) zur zervikalen Reifung einlegen. Durch dieses Priming wird die Konsistenz der Zervix verändert.

Dies ist auch mit einer mechanische Methoden möglich, wobei ein Ballonkatheter transzervikal eingeführt wird.

Ist die Zervix verkürzt oder verstrichen und der Muttermund vielleicht schon ein wenig auf, kann man Misoprostol zur Wehenauslösung oral verabreichen.

Das Wehenmittel Oxytocin in Infusion sollte nur bei deutlich erweitertem Muttermund zum Einsatz kommen.

Die Amniotomie (künstliche Eröffnung der Fruchtblase) zur Geburtseinleitung wird heute nur noch selten angewandt, da sie mit zahlreichen Risiken für Mutter und Kind einhergeht.

Naturheilkundliche Einleitungsmethoden mit Nelkenöltampons oder Wehencocktail finden in der Klinik leider nur selten Anwendung.

Alle Einleitungsmethoden mit hormonellen Substanzen versuchen, die Natur nachzuahmen. Dies gelingt aber nicht immer auf Knopfdruck, das feine Räderwerk der Hormone ist sehr empfindlich und eine Einleitung kann über mehrere Tage gehen, bis sich muttermundswirksame Wehen einstellen.

Wenn eine Fortdauer der Schwangerschaft für dich oder dein Kind bedrohlich sind, wird wohl niemand eine Einleitung ablehnen.

Alles Gute für dich und eine komplikationslose Geburt!

Woher ich das weiß:Beruf – Ich bin seit über 30 Jahren Hebamme

Vielen Dank für deinen Stern!

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Meine Erfahrungen müssen nicht auf dich zutreffen, deshalb bringen die dir gar nichts.

Was deinen Freund angeht - Hätte er denn die Möglichkeit, einigermaßen schnell von der Arbeit bei dir im KH zu sein? Dann könntest du den Termin heute erstmal abwarten und ihm Bescheid geben, falls doch eingeleitet wird.

So oder so wünsch ich euch alles Gute und viel Freude mit eurem besonderen Weihnachtsgeschenk 😊

Nun wenn das Baby zu klein ist und es Anzeichen dafür gibt, dass die Plazenta nicht mehr richtig arbeitet ist das Risiko zu gross abzuwarten. Wenn das Baby draussen ist kann man ihm helfen, im Bauch kann es auch kurz vor der Geburt unterversorgt werden und sterben.

Der Muttermund ist schon 2 cm offen, da kann ich das Zögern um die Einleitung gar nicht nachvollziehen.

38+5 ist völlig normaler Geburtstermin.

Jedes Zuwarten ist zu risikoreich, zumal durch die offene Gebärmutter Keime aufsteigen können.

Das Fruchtwasser unterliegt auch Schwankungen, unsere Tochter wurde per Ultraschall ein 1000g leichter eingeschätzt als sie dann tatsächlich war.

Ich wünsche dir von Herzen eine glückliche Geburt!

Ich hatte am Ende auch zu wenig Fruchtwasser und hätte den nächsten Morgen eingeleitet werden müssen, aber meine Tochter hat sich über Nacht zum Glück von selber auf den Weg gemacht.

Aber meine war normal groß und schwer, bei dir ist das wieder etwas anderes.

Bitte frag nicht im Internet nach so was. Mögliche Antworten die du hier bekommen könntest haben absolut gar nichts mit deinem Fall zu tun. Keiner weiß hier wirklich, wie es dir oder deinem Kind geht.

Also verlass dich bitte darauf, was dir die Ärzte vor Ort sagen und sonst auf nichts!

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