Zahlt die Krankenkasse für orthopädische Einlagen?

12 Antworten

Meine Freundin hat eine schiefe wirbelsäule und braucht auch einlagen. Und die Kasse hat keinen Pfennig dazubezahlt ;)

(eine nachfrage bei der krankenkasse kann aber nicht schaden; meine kasse zahlt auch leistungen, die die meiner freundin nicht zahlt (und umgekehrt))

Hmmmm.

Das kann ich mir nicht vorstellen, da das im SGB V geregelt ist.

Die Kasse bezahlt 2 Paar orthopädische Einlagen pro Jahr, Voraussetzung ein Arzt verschreibt sie dir... Alles über Kosten, Zuzahlungen, Rezept und Abrechnung auf folgender Seite zu finden: http://www.orthopaedie-magazin.de/kategorie/versorgung/orthopaediesche-einlagen

Am besten mal gleich reinschauen... Das ist zu viel, um Dir das hier schnell zu beantworten :-)

Normalerweise zahlen die Versicherungen die Einlagen. Wichtig ist, dass man sich die Zahlung von der Krankenkasse vor Erwerb der Einlagen genehmigen lässt. Die Kasse prüft dann normalerweise, ob die Einlagen dem Standard entsprechen für den sie aufkommen. Mit dem ok der Versicherung gibt es dann kein Problem. Normalerweise weiß der Arzt auch Bescheid, ob die Einlagen, die er verschreibt übernommen werden oder nicht.

Es verhält sich wie folgt: Die Kassen zahlen das "medizinisch Notwendige" Hilfsmittel. Man hält sich an ein Gutachten, welches den dauerhaften Nutzen von Einlagen als fragwürdig hinstellt. (Das Gutachten des Prof. Dr. Pfeiffer finde ich lachhaft, weil nicht aussagekräftig)...

Kurz um: Die ges. Krankenkassen bezahlen Kindereinlagen zu 100% und für Erwachsene ebenfalls,- allerdings wird bei Erwachsenenen eine Rezeptgebühr und die pauschalierte Eigenbeteiligung fällig. Also "kosten" die einfachen Kasseneinlagen dem Patienten zunächst nur 15,--€ maximal.

Nun werden aber hinsichtlich der Qualität der Kasseneinlagen kaum noch ordentliche, maßgefertigte Einlagen angeboten, sondern entweder Kork- Leder oder Weichschaum, die maschinell gefräst sind und gleich mit Pelotte ausgeliefert werden müssen. Das Sanitätshaus kratzt etwas daran herum und pappt den Aufkleber "Maßanfertigung für Fritz Müller" drauf. Damit ist der Handarbeit genüge getan!

Nun gibt es zum Glück aber auch gewissenhafte Handwerker in der Branche, die dem Kunden Patienten gleich zu ordentlichen Maßeinlagen raten, die dann nicht komplett von den Kassen bezahlt werden.

Hier ist nun der Konflikt zwischen der "Geiz ist ge i l" Gesellschaft und der Vernunft vorprogrammiert! Weil sich viele Einlagenausgabestellen das Gequarke der im Sparwahn steckenden Leute nicht anhören will, sind die wirkungsfreien Einlagen die am meisten ausgegebenen. Ich finde das bedauerlich, wenn es junge Menschen betrifft...

Ich habe schon vor 10 Jahren keinen Wert auf die Kassenzulassung gelegt und werde diese auch in den nächsten 10 Jahren dankend ablehnen!

Demnach mein Tipp: Lasst Euch gleich richtige Einlagen verpassen. Diese halten länger, sind hilfreich und es gibt sie für alle Schuhe (außer Laubpiekser). Ein kleiner Orthopädieschuhtechnik- Laden wird hier am besten beraten können (auch wenn Sanitätshäuser beliebter sind und darum die meisten Kleinbetriebe "geschluckt" haben). Ein Rezept vom Arzt braucht man nicht unbedingt, weil Zeit ja auch Geld ist (für die berufstätigen jedenfalls) und es nicht lohnt, die Stunden im Wartezimmer gegen den Freizeitverlust aufzurechnen. Also lieber gleich 30 Euro mehr bezahlen und was gescheites für die Schuhe bekommen...

Die Frage kann man pauschal nicht beantworten,da dass von Kasse zu Kasse immer noch unterschiedlich behandelt wird.Dein Arzt dürfte das wissen,sonst frag doch direkt bei deiner Kasse an.

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