Wurzelentzündung: Nur mit Aspirin behandeln?

5 Antworten

Die Frage ist zwar sehr alt, aber das kann ich nicht so stehen lassen.

Aspirin würde ich bei Zahnerkrankungen auf keinen Fall empfehlen. Falls es unerwartet zu einem Abszess kommt und er operativ eingreifen muss, hättest du eine übermäßige Blutungsneigung, also die Wunde würde mehr bluten als gesund ist.

Besser Paracetamol oder Novaminsulfon, das verdünnt zumindest nicht das Blut / verhindert nicht die Blutgerinnung.

Außerdem sei es ungesund, eine Entzündung im Zahn unbehandelt zu belassen. Antwort von  dormuth, 10.10.2010 "Keinesfalls warten, bis alles schmerzt und vereitert ist - so eine chron. Entzündung belastet den gesamten Körper (Herz, Niere, Gelenke,...) und dein Immunsystem!"

Bloß kein Aspirin!

Aspirin zieht Wasser aus dem Gewebe und im schlimmsten Fall sammelt sich Eiter (dann bekommt man eine dicke Wange) welcher abfließen muss, dazu müsste der Zahnarzt den Zahn aufbohren.

Falls es das noch geben sollte, lass dir Dolomo TN verschreiben, das ist besser als all das andere Zeug und zieht kein Wasser aus dem Gewebe.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Dein Zahnarzt hat schon Recht. Wurzelbehandlungen sind nicht immer erfolgsversprechend. Da muss absolut steril und genau gearbeitet werden. Doch eine Garantie gibt es keine, dass der Zahn doch gezogen wurde. Bei mir hatte ich das vor einigen Jahren, mehreren Sitzungen waren erforderlich, letztendes wurde der Zahn doch gezogen. Im Dezember diesen Jahres macht sich ein anderer Zahn bemerkbar,die Schmerzen waren unerträglich, Notdienst, wieder einen Zahn behandeln lassen. Heute sehe ich das anders und stehe den Wurzelbehandlungen skeptisch gegenüber. Habe im gF Forum selber einen Beitrag in dieser Zeit dazu geschrieben.

Mit Aspirin zu behandeln habe ich aber noch nie gehört. Glaub mir, die Schmerzen werden immer mehr... auch sind die Gifte, die sich dabei entwickeln nicht gut. Lang anstehen würde ich das nicht. Frage ihn nochmals ins Detail und google auch mal >>Vorteile Nachteile Wurzelbehandlungen.

Danke.

http://www.totezaehne.de (Befürworter-Gegner von Wurzelbehandlunge`)

Eine Entzündung ist mit einem entzündungshemmenden Medikament zu behandeln (Antibiotikum)dazu Schmerzmittel wie z.B. Ibuprofen 600. Wenn das nicht ausreicht ist die Wurzel zu behandeln. Eine Wurzelbehandlung bedeutet, daß der Zahnarzt den entzündeten Nerv in der Wurzel entfernt(abtötet). Der Zahn ist dann sozusagen tot, erfüllt aber trotzdem noch seine Funktion. Früher hat man sich den Aufwand einer Wurzelbehandlung nicht geleistet, es wurde schneller gezogen. Heute versucht man den Zahn eher zu erhalten. Aspirin ist zwar auch entzündungshemmend, reicht aber, so glaube ich, nicht aus...

Aspirin und ASS sind das gleiche. ASS ist der Wirkstoff von Aspirin und wirkt schmerzlindernd und (hier v.A. wichtig) entzündungshemmend. Also halte ich zu Mindest den Versuch für angebracht. Allerdings hab ich nicht Zahn-, sondern Humanmedizin studiert. Klingt aber sinnvoll. Dir gute Besserung!

Was möchtest Du wissen?