Wozu soll eigentlich Gen-Food nützlich sein?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

"Außer den großen Herstellern von Gentechnik bringt es doch keine Vorteile" das ist - vermute ich mal - richtig. Aber die werden alle Hebel daran setzen ihren Gewinn zu maximieren. PALs (Probleme anderer Leute) sind dabei nebensächlich.

richtig und schalten für ihre Zwecke auch Politiker wie US-Präsident Bush ein, der die EU auffordert endlich ihren Widerstand gegen Gen-food aufzugeben um damit die Hungersnöte der Welt zu beseitigen. Diese Aussage hat nicht nur bei den Europäern sondern auch bei der Gentechnikindustrie für Gelächter gesorgt.

das zeug wird ja nicht hergestellt um als "genfood" verkauft zu werden, sondern u.a. deshalb, weil sich damit der einsatz teurer chemie vermeiden lässt: bestimmte gen-maissorten sind gegen den maisschädling maiszünsler resistent, so dass keine pestizide eingesetzt werden müssen.

Mein Schwiegervater der im Landwirtschaftsministerium sitzt sagt das der neue z.b Gen- Mais sich nicht mehr selbst reproduziert somit müssen die Bauern immer nachkaufen und könne aus der ersten Ernte nicht die Zweite bestellen. Also, es nützt nur den großen

Ich bin da auch sehr skeptisch. Wer Gene manipuliert, wirft einen vorgegebenen Bauplan um und bestimmt gewisse Einzelheiten selbst. Das kann man, finde ich, mit dem Kreuzen nicht vergleichen.

Sicher, "Experten" sagen viel Beschwichtigendes. Von einem Regensburger Uni-Professor (Bio, glaub ich) war zu lesen, dass er bei italienischen Nudeln viel mehr Bedenken trägt als bei Gen-Nahrung, weil in den Siebziger-Jahren 70% der Getreidefelder in Italien massiv mit irgendwelchen Pestiziden und anderen Chemikalien besprüht wurden und der Boden damit so "verseucht" wurde, dass die Substanzen auch im heutigen Getreide noch vorhanden wären.

Trotzdem: nur weil es schädlich ist zu rauchen, heißt das noch lange nicht, dass ich deswegen zum Alkoholiker werden möchte.....

Ich selbst bin kein großer Fan von Gen-Food, habe aber schon viel darüber gelesen. Manche Experten argumentieren damit, dass beispielsweise Gen-Getreide besser an schlechte Bedingungen anpassungsfähig ist. So könnte es unter anderem auch auf nicht allzu fruchtbarem untd trockenem Boden wachsen. Dies rifft für einige Hungergebiete in Afrika zu. Klar wäre der Anbau mit Hilfe von Gen-Saat vorerst teuer, ein Problem, dass relativ schnell behoben werden könnte, wenn man z.B. in Europa mal darüber nachdenken würde, die vielen Milliarden an Entwicklungshilfe anstatt in korrupte Regierungskreise direkt in entsprechende Hilfsprojekte zu pumpen. Schon nach relativ kurzer Zeit würden sich solche Projekte von selbst tragen, da sich die hohe Produktivität, die durch genmanipuliertes Getreide und Gemüse (selten ist die Rede von Obst) entsteht, schon bald auszahlen würde. Wie gesagt, das ist die Meinung von Gen-Food-befürwortenden Experten. Man sollte das alles testen, abwägen und keinesfalls vorschnel verurteilen, denn eines sollte allen vorrangiges Ziel sein: Die Bekämpfung von Hungersnot. Was auf jeden Fall richtig ist: In Europa, Nordamerika und dem Rest der westlichen Welt, würde Gen-Food nur denen dienen, die es eh schon dicke haben!

Es ist ein großer Irtum, daß genmanipuliertes Getreide ertragsfähiger sei, als konventionelles! Das Gegenteil ist der Fall. Sie sind alleine gegen Parasiten resistenter. Dafür sorgen sie aber auch zu einem Absterben von Schmetterlingen Bienen usw. Wie gesagt, daß Argument mit der 3. Welt ist Quatsch, weil das Saatgut teuer eingekauft werden müsste und das Jahr für Jahr, weil es gar nicht möglich die Ernte wieder als Saatgut auszubringen. Und wenn dann wäre es verboten. Es gibt ja viel mehr Nahrung auf der Welt als verbraucht wird. Aber es besteht doch überhaupt kein Interesse diese Überproduktion ärmeren Ländern zu überlassen. Also braucht man dort auch kein Genfood. Normalerweise gäbe es kaum eine Zulassung für gentechnische Lebensmittel, wenn die Genindustrie nicht ihre eigenen Leute in die Regierungskreise eingeschleusst hätte und massiv Bestechungsgelder zahlen würde.

Sollte ich ein Kind zeugen oder wird mein Kind einfach nur behindert werden und ein schreckliches Leben haben?

Wenn man an einer Krankheit leidet die erblich bediengt ist und selbst schon fast daran verzweifelt dann ist das mit dem Kinderwunsch nochmal eine Spur anders. Man hat ängste... "wird das Kind womöglich die selbe Krankheit von mir erben?" Die Natur selektiert, wir Menschen retten solche Menschen wie mich und solche Menschen wie ich zeugen noch mehr kranke Menschen. Weil ich nicht der einzige Mensch auf der Welt bin der krank ist und gerettet wurde kann es passieren dass mein krankes kind auf ein anderes krankes kind trifft, beide verlieben sich und was daraus resultiert ist ein genpool der noch anfälliger ist für erbkrankheiten. Es dürfte mehrere Millionen Menschen auf der Welt geben die entgegen der Natur noch leben weil der Mensch eingeschritten hat.

Manchmal denke ich hätte man meiner Mutter oder meiner Oma verboten Kinder zu bekommen dann müsste ich heute nicht mit einer krankheit leben und mein Kind wird vielleicht das selbe denken.

Ich möchte nicht so gerne von mir reden deswegen ziehe in ein anderes Beispiel zur hilfe was vielleicht nicht ganz so schlimm ist was aber viele betreffen könnte. Wenn ich nun erblich bediengten Haarausfall habe und schlechte Augen und meine Freundin Allergien hat und schlechte Augen, dann könnte mein Kind doch mit hoher wahrscheinlichkeit auch schlechte augen haben oder nicht? Und jetzt nehmen wir an ich hätte eine wirklich schwere erbliche krankheit und meine freundin hat allergien, dann müsste mein Kind doch autoimunmäßig ein vollkommener totalschaden sein oder nicht? Sein leben wäre doch eine qual.

Wie wahrscheinlich ist es nun das ich erblich bediengte krankheiten an mein kind weiter vererbe und was kann ich dagegen tun?

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