Woher bekommt der Embryo sein Blut und wie beginnt das Herz zu schlagen?

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Der Blutkreislauf vom Embryos weicht eigentlich wesentlich von dem eines Erwachsenen ab. Weil er Sauerstoff und Nährstoffe über die Nabelvene aus dem Mutterkuchen (Plazenta) und damit dem mütterlichen Blutkreislauf bekommt genau wie Kohlendioxid und Abfallprodukte vom Stoffwechsels über die Nabelarterien wieder dahin abgibt so ist der Blutkreislauf des Embryos in mehrere Kurzschlussverbindungen aufgeteilt, die Blut an der Leber und an den Lungen vorbeileiten. Also ist zwischen linkem und rechtem Herzvorhof eine Öffnung (Foramen ovale), die einen großen Teil des Blutes unter Umgehung des Lungenkreislaufs wieder dem Körperkreislauf zuführt.

Da kannst du auch mal gucken. Mir tun die Pfoten schon weh^^

http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_1-schwangerschaftsdrittel-entwicklung-des-embryos_162.html

Vielen Dank für die Auszeichnung!

In etwa der vierten Schwangerschaftswoche ist der Embryo ungefähr 8 Millimeter groß. In diesem Stadium entwickeln sich auch der sogenannte Sinusknoten und der AV-Knoten. Bei einem EKG wird zum Beispiel immer die "Sinus-Kurve" angegeben: das ist der Impuls des Sinusknotens. Vergleichbar ist dieser Sinusknoten mit einem Spannungsladegerät - wie bei einem alten Blitzlicht für einen Fotoapparat. Es baut sich eine elektrische Spannung auf (beim Blitzlicht ist das dieses helle "Fiepen" während des Spannungsaufbaus). Das geschieht im Herzen dadurch, dass elektrolytreiches Blut ("geladenes Blut") am Sinusknoten vorbeiströmt. Das Blut stammt aus der Nabelschnur. Es geschieht dann etwas ähnliches, als wenn man einen Luftballon an Wolle oder Haaren streicht: es kommt zu einer Aufladung. Diese elektrische Aufladung passiert bis zu einer Ladegrenze (eine unendliche Aufladung ist nicht möglich). Diese Spannungsgrenze ist der Moment, in dem die elektrische Ladung - wie bei einem Blitz - an das Gewebe des rechten Herzkammer-Muskels abgegeben wird. Diese Entladung führt dazu, dass der Muskel kontrahiert - sich zusammenzieht - und dadurch die Herzklappe öffnet, wodurch Blut in die Herzkammer hineinfließt. Der elektrische Impuls wandert weiter zum AV-Knoten und dort baut sich wieder eine Spannung auf, bis dieser Knoten den Muskel der linkem Herzkammer "reizt". Die Klappe öffnet sich und das Blut fließt durch die linke Herzkammer. Diese beiden Impulse geschehen zeitversetzt, aber ganz schnell aufeinander folgend. Der Effekt: das Herz "pumpt" das Blut. Der Prozess wiederholt sich beim Embryo etwa 155 mal pro Minute. Der allererste Herzschlag passiert also, wenn sich Sinusknoten und AV-Knoten gebildet haben, durch den Blutstrom der Nabelschnur genug Spannung aufgebaut wurde und sich zum ersten Mal im Leben diese Spannung an den Muskelknoten entlädt - und damit den ersten Herzschlag verursacht. Eine Funktion wie bei Säuglingen nach der Geburt hat dieser Herzschlag jedoch nicht, weil die Lunge des Embryos weder ausgebildet ist, noch atmen kann. Bis zur Geburt und zum ersten Atemzug des Babys pumpt das Herz lediglich das Blut von der Nabelschnur durch den kleinen Körper und zurück über die Nabelschnur. Damit wird der Embryo mit Sauerstoff, Nährstoffen und Elektrolyten versorgt - und von Kohlendioxid und Giften gereinigt und befreit.

Blut/Nährstoffe/Sauerstoff alles durch das Schlauch und das Herz entwickelt sich als aller erstes hat glaub ich 4-5 Phasen (ka) und dank des Hirnstamm pumpt es und bringt somit überall Stoffe hin damit die anderen Organe entstehen können.

Ist mit der Schlauch die Verbindung zur Mutter gemeint? :D

Geht alles über Zellteilung. Zellen bilden Knochen ect. und dann wird Blut gebildet.

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