Wofür sind Heilpraktiker genau da?

5 Antworten

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Ein Heilpraktiker (HP) ist ein medizinischer Laie, der aufgrund eines Gesetzes, das aus dem Jahr 1939 stammt, die Erlaubnis hat, auch ohne medizinische Berufsausbildung berufsmäßig Kranke zu behandeln.

Heilpraktiker müssen für ihre Tätigkeit keine Ausbildung nachweisen. Die an den vielen hundert deutschen HP-Schulen angeboteten Ausbildungen dauern zwischen drei Wochenendseminaren und drei Jahren, je nach Geldbeutel. Eine Prüfung gibt es nicht, jedoch eine recht leichte Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten, in der in erster Linie festgestellt werden soll, ob vom Bewerber eine Gefahr "für die Volksgesundheit" ausgeht.

Heilpraktiker behaupten, Naturheilkunde auszuüben. Tatsächlich üben sie meist esoterisch basierte Alternativverfahren aus (z.B. Homöopathie, Bachblüten, Irisdiagnose, Bioresonanz), die mit Naturheilkunde i.e.S. (z.B. Pflanzenheilkunde) nichts zu tun haben und fast ausschließlich nur aufgrund des Placeboeffektes wirken. Weiterhin strapazieren HPs den Begriff ganzheitliche Behandlung, womit nichts anderes gemeint ist, als die fehlende Kenntnis pathophysiologischer Zusammenhänge. Im Zweifelsfall werden für den HP Krankheiten durch Erdstrahlen, Amalgamvergiftung, sonstige undefinierte Giftstoffe, Pilzinfektionen des Darms oder einfach psychisch ausgelöst.

Alles, was HPs nicht selbst durchführen dürfen (z.B. Therapie mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, Impfungen etc.) wird von ihnen üblicherweise abgelehnt. Wird aber ein Medikament aus der Verschreibungspflicht herausgenommen (z.B. Nystatin, Procain), wird es sofort von den HPs vereinnahmt und großzügig bei allen möglichen und unmöglichen Diagnosen angewendet.

Summa summarum sind HPs ein schon lange abgeschafft gehörter Anachronismus, über den man sich in einem Land, in dem man sonst für alles eine spezielle Ausbildung braucht, nur noch wundern kann. Selbst eine Pflegehilfskraft im Altenheim braucht heutzutage zum Austeilen von Essen und zum Hinternabputzen eine einjährige Ausbildung. Im gleichen Zeitrahmen könnte man aber auch leicht HP werden und eigenverantwortlich Menschen behandeln.

Noch mehr über HP:

http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Heilpraktiker

In der Schweiz gibt es den “kantonal anerkannten“ Naturarzt oder Heilpraktiker. Z.B: im Appenzellerland (AI = Innerrhoden, AR = Ausserrhoden) gibt es besonders viele Naturheilpraxen und Heilkundige, die auch einen Teil ihrer Mittel noch selbst herstellen. Ein Kostenvergleich zeigt, wieso in der Schweiz bestimmte alternative Heilmethoden von den Krankenkassen oder Zusatzversicherungen übernommen werden.

In den Kantonen mit den traditionellen Naturärzten sind die Krankheitskosten und die Krankenkassenprämien am niedrigsten!
http://www.finanzmonitor.com/krankenkasse/kosten-und-krankenkassen-pramien-pro-versicherten/

@autsch31

Oh Mann, was für ein Blödsinn! Ein Kostenvergleich zeigt auch, dass man viel Geld spart, wenn man Wasser ins Auto tankt. Null Effekt für wenig Geld - oder anders herum: Leistung und Effektivität haben ihren Preis.

@Djoser

...dass man viel Geld spart, wenn man Wasser tankt ...??? Hast du dafür einen wissenschaftlichen Beweis? beim Gas-, Wasserstoff-, Benzin- oder beim Dieselmotor? Habe ich noch nie gehört, dass das funktioniert, aber ich lerne gerne dazu. Danke.

@autsch31

Die Wissenschaft ist einfach noch nicht so weit, beweisen zu können, dass Autos auch mit Wasser fahren. Du musst es einfach nur glauben! Die Erkenntnis, dass Autos auch mit Wasser fahren - eben nur viieeel billiger - ist uralt, wird aber von der Erdöl-Mafia seit Jahren unterdrückt, denn an Wasser würden sie ja kaum was verdienen.

@Djoser

Huch ...wissenschaftlich ? ...ver(w)irrt ?

HP sind eine beinahe reindeutsche Besonderheit im Medizinbereich, sie dürfen -fast- alles, was ein Arzt auch macht, ohne je ein Medizinstudium absolviert zu haben. Sie dürfen nur nicht vorbestraft sein, müssen einen Hauptschulabschluss haben und wissen, was sie nicht dürfen und sie dürfen keine Gefahr für die allgemeine Gesundheit sein. Sie behandeln auf privater Basis, man muss also selbst bezahlen. Viele versuchen durch Pseudomedizin und Esoterik ihr Geschäft zu machen.

Ich kann nur von Heilpraktikern abraten!

Da wird kassiert - in der Regel für nichts, man verliert dabei Geld.

Helfen tuen die nicht..

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Es gibt bei Heilpraktikern / Naturärzten die gleichen unterschiedlichen Begabungen wie bei anderen Therapeuten oder Ärzten. Aber das Angebot der alternativen Methoden ist nicht gut bewertbar. Es gibt grosse Unterschiede in der persönlichen Einstellung und Umsetzung der teils sehr bekannten, teils exotischen Methoden.

Relativ gute Vergleichsmöglichkeiten bestehen in der Phytotherapie, in der klassischen chinesischen Medizin (Akupunktur, Akupressur, Kräutermischungen, ...), in der klassischen Homöopathie, Neuraltherapie, Kinesiologie, verschiedenen Wasser-, Wärme- oder Massage-Anwendungen.

Frag mal alte zufriedene Menschen in deiner Umgebung, was sie machhen um gesund zu bleiben und wer ihnen dabei geholfen hat.

Es gibt überall leider auch in den Medizinischen Bereichen Menschen, die den Kranken nicht zuhören, sich nicht auf die Menschen einlassen oder stur die immer gleichen Methoden anwenden, auch wenn damit keine Besserung oder Heilung bewirkt wird.

Zum Teil geht es wirklich nur um "Marktanteile und Honorare". Oft werden Heilpraktiker von Vertretern der Schulmedizin angegriffen oder beschimpft, weil sie nicht die heute aktuellen "wissenschaflich anerkannten Regeln" einhalten. Ich kenne aber keinen Schulmediziner, der bei Nichterfolg einer Behandlung auf sein Geld verzichten würde.

Gerade bei chronischen Erkrankungen helfen die alten Erfahrungen oft, das Leiden zu lindern oder ganz zu heilen. Sei offen für alles, aber kritisch in der Auswahl der Menschen. Wer es braucht, andere zu beschimpfen ist kein guter Ratgeber, egal in welchem beruflichen Bereich.

Zum Beispiel: In der Schweiz gibt es den “kantonal anerkannten“ Naturarzt oder Heilpraktiker. Z.B: im Appenzellerland (AI = Innerrhoden, AR = Ausserrhoden) gibt es besonders viele Naturheilpraxen und Heilkundige, die auch einen Teil ihrer Mittel noch selbst herstellen. Ein Kostenvergleich zeigt, wieso in der Schweiz bestimmte alternative Heilmethoden von den Krankenkassen oder Zusatzversicherungen übernommen werden. In den Kantonen mit den traditionellen Naturärzten sind die Krankheitskosten und die Krankenkassenprämien am niedrigsten!
http://www.finanzmonitor.com/krankenkasse/kosten-und-krankenkassen-pramien-pro-versicherten/

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