Wo liegen die gefahren bei veganer oder vegetarischer Ernährung?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Problematisch bei Veganer ernährung

Vitamin B12, Eisen, Jod, Zink, Omega-3-Fettsäuren, Calcium und Vitamin B2 Vitamin D und Eiweiss


Bei einer veganen Ernährung stellen außerdem die Energie und Fettaufnahme aufgrund der geringen Energiedichte einer rein pflanzlichen Nahrung, die Versorgung mit Proteinen, Vitamin D,Vitamin B12 und Zink ein Problem dar.

(Leitzmann & Keller & Hahn, 2005, S. 30-33)

eine Ernährung OHNE Industriell verarbeitete Produkte ist Vegan nicht möglich mann MUSS zumindest B12 und D supplementieren die durch gentechnisch veränderte Microorganismen hergestellt werden. SINVOLLER wäre es auf die Herkunft ALL seiner Lebensmittel zu achten und Industriell hergestellte Lebensmittel komplet zu bannen.

DENN:

Alles ist optimiert für den Maximalprofit. Dafür werden unseren Lebensmitteln mehr als 2000 Substanzen beigemischt, wovon nur 320 per Gesetz als Zusatzstoffe kennzeichnungspflichtig sind.

z.b. Die Weltzitronenernte beträgt rund 120.000 Tonnen. Wir benötigen aber ein Vielfaches, etwa 1,4 Millionen Tonnen Zitronensäure, als Konservierungsstoff für unser Essen. Dies wird aus Schimmelpilz hergestellt. Auch die Ernten anderer Früchte reichen nicht für sämtliche Joghurts, Fruchtsäfte oder Früchtetees. Ein Erdbeerjoghurt enthält meist nur eine halbe Erdbeere. Der Geschmack entsteht durch einen Aromastoff aus einem Holzpilz. Gleiches gilt für die Himbeere, sie gibt es aus Zedernholz. Geschmack und Inhaltsstoffe gehen in industriellen Fertigungsprozessen meist verloren. Damit uns der Proteinbrei trotzdem schmeckt, gibt es rund 2800 verschiedene Aromastoffe. Dazu kommen Geschmacksverstärker, wie Glutamat das auf der Verpackung manchmal auch nur Würze heißt, oder Hefeextrakte, die abhängig von der chemischen Konstruktion, nicht unbedingt als Inhaltstoffe angegeben werden müssen, aber trotzdem Glutamat enthalten. Auch bei der Farbe wird kräftig gemogelt: Billigbrotsorten werden braun eingefärbt, damit sie nahrhaft und nach gesundem Vollkorn aussehen. Vielen Balsamico-Essigen wird künstliches Braun zugesetzt, denn lange lagern ist zu teuer. Der sogenannten Analogkäse entsteht aus einer Masse billiger Pflanzenfette, Aroma- und Farbstoffe. Fertig ist die Käseillusion. Für Laien ist das kaum zu erkennen. Rund 200.000 verschiedene Lebensmittel warten in den Supermarkregalen auf den Verbraucher. Rund 75 Prozent davon werden industriell hergestellt - von einer Handvoll Lebensmittelkonzerne, die den deutschen Markt beherrschen. Sie präsentieren uns eine Scheinwelt, in der wir kaum unterscheiden können was echt oder falsch ist. Nur unser Körper scheint es zu wissen, denn immer mehr Menschen reagieren mit Krankheit und Übergewicht. quelle 3sat

Die so beworbenen Produkte enthalten zum Beispiel Zusatzstoffe wie Citronensäure (E330), Schmelzsalze wie Natrium- oder Kaliumphosphat, den Konservierungsstoff Kaliummetabisulfit, Natrium- und Calciumalginat, das Antioxidationsmittel Schwefeldioxid (E 224), Diphosphate und das umstrittene Phosphat (E450), das die Aufnahme lebenswichtiger Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium behindern kann. Statt Glutamat selbst, das auf der Karte als „Geschmacksverstärker“ gekennzeichnet werden müsste, greifen Gastronomen wie auch Lebensmittelindustrie gerne auf Hefeextrakt zurück. Das enthält auch Glutamat und die Geschmacksverstärker Inosinat und Guanylat, gilt aber als "Zutat" und nicht als "Zusatzstoff" – und muss deshalb in der Speisekarte nicht gekennzeichnet werden. Auch auf den Einsatz von Aromen muss mit keinem Wort hingewiesen werden, lediglich für Chinin und Koffein gibt es eine Kennzeichnungspflicht. Der leckere Buttergeschmack beim Buttergemüse muss also keineswegs von Butter stammen. Nestlé bietet Profis hier Thomy Combiflex in der 10-Liter-Dose an, eine "Rapsölzubereitung mit Butteraroma".

foodwatch.org/de/informieren/gastronomie/mehr-zum-thema/kennzeichnungsvorschriften/

Manche Zusatzstoffe sind so giftig, dass sie nur in bestimmten Mengen genutzt werden dürfen oder in einzelnen Lebensmitteln. Dazu zählen etwa die Konservierungsmittel Hexamethylentetramin (E 239) für den traditionellen Provolone-Käse oder Borsäure (E 284) für echten Kaviar. Der Farbstoff "Sunsetgelb FCF" (E 110), der Marmeladen, Puddings, Knabbereien oder Senf einfärbt, darf zwar breiter eingesetzt werden, allerdings nur mit dem Vermerk, dass er "die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen kann". Daneben haben auch unbedenkliche chemische Elemente E-Nummern wie Sauerstoff (E 948) oder Wasserstoff (E 949).

Weil Verbraucher zwar gerne haltbares, buntes und preisgünstiges Essen mögen, nicht aber E-Nummern, haben sich die Hersteller eine neue Verkaufslist ausgedacht: Die Zutaten auf den Etiketten sollen möglichst natürlich klingen, auch wenn sie es nicht sind. "Clean label" heißt das im Jargon der Branche. Geworben wird auf Verpackungen dann häufig damit, was alles nicht enthalten ist - und die alten, verpönten Zusatzstoffe werden durch ähnliche ersetzt, die aber nicht deklariert werden müssen.

spiegel.de/wirtschaft/service/lebensmittelindustrie-werbetricks-mit-aromen-und-zusatzstoffen-a-982384.html

Supermarkt/Discounter ist der Müllplatz Deutschlands

@wickedsick05

Unsere Lebensmittel sind zu Industrieprodukten geworden. Sie wachsen in Zuchtfabriken, fernab jeder Bauernhof-Idylle. Im Supermarkt ist immer Saison. Frisches Obst und Gemüse liegen das ganze Jahr über nur einen Griff weit entfernt, denn Gewächshäuser setzen die natürlichen Erntezeiten weitgehend außer Kraft. Auf der Verpackung von Tomaten und Erdbeeren sind wunderschöne Naturlandschaften abgebildet. Dabei stammen diese Früchte aus Hors-Sol-Produktion. Sie haben also noch nie einen Boden gesehen.

ganz aktuell, 13.06.2015

Norovirus-Alarm! Aldi ruft tonnenweise Erdbeeren zurück

focus.de/finanzen/news/25-tonnen-fruechte-betroffen-norovirus-alarm-aldi-ruft-erdbeeren-zurueck_id_4748447.html

da hilft es auch nicht Vegetarier/veganer zu werden...

@wickedsick05

Wieder mal viel Lärm bzw. Wind um nix !! Mir half es im übrigen durchaus vor 2 Jahren, Veganer zu sein, als im Heim des Nachbarstandorts mehrere Bewohner am Norovirus gestorben sind und die Mitarbeiter umgefallen sind wie die Fliegen - auch heuer, als kürzlich der Brechdurchfall kursierte... Schon seltsam, dass es mich seit mehr als 27 Jahren nie erwischt...

@HontaYO

also ist wie du sagst

mehrere Bewohner am Norovirus gestorben sind und die Mitarbeiter umgefallen sind wie die Fliegen...und Brechdurchfall

das

Wieder mal viel Lärm bzw. Wind um nix !!

aha....wusste nicht dass Menschleben für manche "nichts" ist. Man lernst eben nie aus... .wo wir wieder bei der Frage des Fragestellers wären scheint auch eine Gefahr vom Veganismus zu sein....

@wickedsick05

Du weißt sehr genau, worauf mein Kommentar auf deine vorhergehenden bezogen ist, nämlich ganz sicher nicht auf die Menschenleben und die Grippeattacken auf die Mitarbeiter ! Wie aber jeder hier weiß, der schon länger mitliest, verstehst du es geradezu meisterhaft, die Worte andersdenkender zu verdrehen und ihnen daraus vermeintliche Fallstricke zu knüpfen... Das kannst du wirklich gut - für erstrebenswert halte ich es dennoch nicht, ganz im Gegenteil !

Hallo!Die einzige wirkliche Gefahr ist die für die mächtige Fleischindustrie die ja leider - zum Glück an den Texten zu erkennen  - als Lobby auch in Foren unterwegs ist. 

Vegetarier haben ein deutlich geringeres Risiko an Krebs, Herz- Kreislauferkrankungen, Diabetes, Gicht, Rheuma, Arthrose, Osteoporose, Bluthochdruck usw zu erkranken und leben im Schnitt länger. Laut der weltweit größten Ernährungsorganisation ist eine ausgewogene vegetarische oder vegane Ernährung für jedes Alter geeignet und hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Die ADA hat für diese Aussage über 250 Quellen/Studien ausgewertet. Die "Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät von mehr als 300-600g Fleisch die Woche aus gesundheitlicher Sicht ab. Nach unten hin ist keine Grenze gesetzt. Der Deutsche konsumiert allerdings im Schnitt doppelt bis viermal soviel als gesundheitlich noch vertretbar wäre.

Alles Gute. 

Ich habe mich letztens mit der gleichen Frage beschäftigt und bin dann zum Entschluss gekommen, es auszuprobieren:) Seit Montag ernähre ich mich jetzt Vegan und fühle mich gut, aber so langsam bekomme ich Zweifel, ob ich es wirklich eine ganze Woche durchhalten kann (ich muss die ganze Zeit an Pizza denken;-)) Du kannst es ja auch ausprobieren, denn schaden tut es in dieser kurzen Zeit nicht. Ich denke auch nicht, dass man einen großen Vitamin/Nährstoffmangel bekommt, da es ja etliche Ersatzprodukte gibt die ähnliche, ggf. die dort auch enthalten sind. Man sollte aber so eine Ernährungsumstellung nicht von Heute auf Morgen verrichten, weil es sonst zu Blähungen kommen könnte, die sehr unangenehm sind... 
Viel Spaß beim Ausprobieren:) 

Danke ich werde es mal ausprobieren.

Also das mit der Pizza ist gar kein Problem. Im Reformhaus gibt es entweder veganen Pizzakäse (den nehme ich wenn ich selbst Pizza mache) oder du lässt den Käse einfach weg (wenn man in der Pizzeria ist).
Der Käse fehlt mir persönlich gar nicht ;)

@stillProtesting

Oh, danke ihr habt mir echt geholfen, schmeckt das dann schlechter oder sehr anders als Käse? 

@llnprzybll

Nein, schlechter nicht.
Ich nehm' den Wilmersburger Pizzaschmelz. Die Konsistenz kommt sehr nah an den normalen Käse ran und der Geschmack ist nahezu gleich.
Einfach mal ausprobieren ;)

Hey,

es gibt viele vegane Pizzarezepte ;)

Im Internet wirst du fündig und kannst dein Verlangen danach befriedigen :) 

Ersatzprodukte sind zum Großteil allerdings nur raus geschmissenes Geld.

Mfg

Gefahren sind vor allem Mangelerscheinungen, z.B. bei Vitamin B-12, Eisen, Zink, Kalzium, Omega-3-Fettsäuren.

Das tritt nicht von heute auf morgen auf, sondern kann Jahrelang dauernn. d.h. Wenn kurzfristig alles gut ("Ich bin seit gestern veganer und fühle mich heute gut") heisst das nicht, dass nicht langfristig gefahren lauern, z.B. Anaemia perniziosa im Fall von Vitamin-B12-Mangel, schlechte entwicklung der Nervenhüllen (im Fall von Fettmangel), etc.

Wenn du vegan wirst, solltest du 2x pro Jahr ein Blutbild machen, wo all diese kritischen Stoffe geprüft werdne und gegebenenfalls den Stoff zu dir nehmen, von dem du zu wenig hast (ich persönlich würde die Sachen lieber mit dem Essen aufnehmen als in Form von Spritzen oder Tabletten, scheint mir natürlicher).

Grundsätzlich ist es gesund, mehr Gemüse und Obst zu essen, (wenn man nicht Allergien oder irgendwelche Krankheiten hat, die dagegen sprechen), Rohkost ist auch gesund.

Aber es wäre gesünder, Flexitarier zu sein (d.h. meistens ohne Fleisch, Fisch, etc. auszukommen, aber hie und da doch was davon zu essen, z.B.bei Festen, etc), als strikt Vegan.

Also wenn du vegan werden willst: mein Tipp: mach es nicht zu streng, sondern lass es mit 80% gut sein, und teste regelmässig dein Blut.

Ausserdem kann man sich auch vegan sehr ungesund ernähren, wenn man vor allem auf Suessigkeiten und Fritiertes oder Nudeln ohne Beilage u.ä setzt. Setze also vor allem auf Gemüse und Obst, verzichte weitgehend auf verarbeitete Lebensmittel (das schliesst auch fleisch- Wurst- und Milchimitate ein)

i, die "Gefahren" liegen weniger im Körperlichen, als vielmehr in dem Bullshit, den du hier und anderswo ertragen musst - soviel Unwissen und Häme ist schon heavy und tut weh !! Informiere dich lieber auf den Seiten "vegan.eu" und der  "Albert-Schweitzer-Stiftung" und in den Büchern "Vegan" von Alexandra Kuchenbaur, "Veganismus" von Christian Köder und "Peacefood" von Dr. Rüdiger Dahlke... Ich wünsch dir viel Erkenntnis und alles Gute - lass dich niemals beirren !

Gruß, Elsie

Ich meinte: Hi...:)

Richtig. Und wenn man dann sieht was die Fleischlobby in gut durchdachten endlosen Texten fabriziert muss ich mich als Mischköstler fremdschämen. 

 Die Lobby ist auch sehr gut im "Halbwahrheiten" verbreiten, nur für Sie/Ihn nützliche Zahlen aus Studien und Dokumenten lesen (dafür dient oft "Antivegan.org" als Quelle.) den Rest aber verschweigen (was leicht zu beeinflussende Gemüter ziemlich manipulierbar macht.), in der Hoffnung, keiner mache sich die Mühe, diese Artikel auch wo anders zu suchen und komplett durchzuarbeiten. Diese Lobby sollte für alle, denen die brutale Nutzviehindustrie mit all ihren schrecklichen Folgen (auch für den Menschen) ein Dorn im Auge ist, und das sind nicht nur Vegetarier oder Veganer, als das wichtigste abzuwehrende  überhaupt gelten.

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