Wo auf ADS untersuchen lassen?

5 Antworten

Ich kenne ein Ehepaar, die beide auf ADHS diagnostiziert sind.

Er war in der klinischen Ambulanz mit drei verschiedenen Terminen und hat seine Schulzeugnisse (Grundschule) dafür gebraucht. Dass dabei auch verschiedene Tests (z.B. zur Konzentration) gemacht werden, versteht sich von selbst.

Sie war beim Neurologen (oder war es ein Psychiater?) und hat ein zweiseitiges Blatt mit Fragen ausgefüllt und hat anschließend dieselbe Diagnose und ein Rezept für Medikinet bekommen. Sie hat es dann etwas irritiert genommen und später ebenfalls in derselben klinischen Ambulanz wie ihr Mann testen lassen. Da hat sie aber keine Diagnose auf ADHS bekommen, sondern es wurde wohl irgendeine Überforderung oder Stressbelastung diagnostiziert. Dann bekam sie eine Psychotherapie verschrieben (Psychotherapien bekommt man auch mit anderen Diagnosen, weiß nicht genau, welche das bei ihr war), mit der sie bestimmte Stresssituationen bewältigen konnte.

Aus diesem Grund tendiere ich mal eher zu einer seriösen Person. Städtisches Klinikum, oder ähnlich, falls es diese Alternative zu einem niedergelassenen Arzt gibt. Auf jeden Fall ist es wichtig, das Zustandekommen einer Diagnose kritisch zu hinterfragen. (Sofern es dir nicht einfach auf die Pillen ankommt.)

Deshalb zahlt die Kasse in der Regel auch eine "Zweite Artzmeinung".

Wieso glaubst du das selbst, dass du das hast ?

Meistens wird Kindern und Jugendlichen ja diese Krankheit "zugeschoben". Aber selber der Meinung sein ? Das gilt für viele andere psychische Krankheiten auch, die auch nur zugeschoben werden. Irgendwie wollen die Kliniken und Ärzte ja Kohle verdienen. Mich würde es trotzdem interessieren, warum du das selbst glaubst. :)

Hm... da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll :)

Na ja, jedenfalls habe ich die meisten Symptome von klein auf.

Tagträumen, Probleme mit der Informationsaufnahme (Gelesenes & Gehörtes wiedergeben, mehrfaches Lesen eines Texts oder Satzes [unabhängig von der Schwierigkeit] nötig, bis ich diesen augenommen habe), allgemein langsamer als die Anderen (Bsp.: Jeder von uns hatte damals in der Schule ein eigenes Fach wo man eben Bücher etc. verstauen konnte, ich war nach Schulschluss über die sechs Jahre immer der Langsamste bzw. der, der die Klasse als Letzter verlassen hat, weil ich mehrmals durchgehen musste welche Bücher ich zu morgen/übers Wochenende brauche (Verdacht auf Konzentrationsschwäche), unorganisiert (Letztes Praktikum in der Neunten erst zwei Tage nach Beginn gesucht), perfektionistisch ( z.B. Kunstbilder letztendlich nicht abgegeben), sehr unordentliche Handschrift, starte vieles und beende es leider wieder schnell, allgemein sehr unmotiviert (Instrument, programmieren lernen, ist wahrscheinlich auch der Grund warum ich in Mathe z.B. nicht sehr gut bin), ebenfalls Verdacht auf Rechenschwäche... und und und, die Liste ist sehr lang.

@hunterscabin

Das Problem für mich ist, auch wenn einige, die dies nun lesen könnten, darauf aggresiv reagieren könnten, dass ich an die Theorie und Behauptungen glaube, dass es AD(H)S gar nicht gibt. Aber spielt auch keine Rolle. Auf jeden Fall ist AD(H)S schon zur "Modediagnose" geworden wie einige andere psychische Krankheiten auch, unabhängig davon, ob es das nun gibt oder nicht. Deine Symptome könnten zwar die des vermeintlichen AD-Syndroms sein, aber sie können auch auf andere Krankheiten deuten, die es viel wahrscheinlicher gibt als ADS. Ich sage nun aber ungern Verdachtsdiagnosen, was du noch haben könntest, da ich nur ein halber Arzt bin und aus der Ferne keine Diagnosen mache. Außerdem würde ich dich verrückt machen, wenn ich keine Beweise hätte. Aber ADS ? Ich glaube da nicht dran.

Ich weiß auch nicht, ob ich mich immer den Meinungen anschließen kann, wenn jemand sagt, er hat eine Schwäche für etwas. Meistens haben die Lehrer dann versagt und nicht der Schüler xD. Ist meine Meinung. Niemand ist dumm oder geistig schwach in irgendwas. Einiges kann man sich selber irgendwie beibringen, manchmal erklärt der Lehrer was und versagt schon beim ersten Wort und so entstehen dann evtl. "Schwächen". Es gibt z.B. Menschen, die sagen, sie hätten eine Schwäche dafür, weil sie sich einfach keine Vokabeln in Englisch merken können. Wenn man wirklich will und es richtig anstellt, kann man die schon im Kopf behalten. Nur wenn ein keiner sagt, wie das geht, ist das schlecht.

@TheImpression

Andere Dinge, die bei AD(H)S erwähnt werden wie Tabletten dagegen schlucken finde ich ebenfalls unverantwortlich, dass es SOLCHE TABLETTEN überhaupt gibt. Das ist dasselbe wie mit Antidepressiva bei Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen.

Die Patienten werden dabei sowas von ANGELOGEN. Sowas wie: "Sie brauchen das. Antidepressiva sind ungefährlich, verändern nicht den Charakter und machen nicht abhängig." Alle 3 Punkte sind falsch. Man lügt die Patienten also an.

Warum macht man das wohl!? Das ist ein schmutziges, jedoch legales Geldgeschäft. Ganz einfach.

@TheImpression

Wer auch immer das hier liest: viele werden mir zustimmen, viele auch nicht. Vielleicht 50 % / 50 %. 

Mein größtes Problem, so doof das auch klingt, ist, dass ich immer recht habe. Klingt doch eigentlich ziemlich geil und schlau ? Aber mich belastet das. 

@TheImpression

Psychiatrien und Psychosomatische Stationen sind in Deutschland immer überfüllt, wenn jemand dort "gerne" hinmöchte. Ein enorm positiver Geldfluss. Ein Krankenhaus ist letzlich auch ein Unternehmen. Hauptziel jedes Unternehmens ist nun mal Gewinn. Psychosomatische Stationen bringen aber mit die meiste Kohle ein.

@TheImpression

Bei mir wurden "Magersucht" und "Depressionen" diagnostiziert. Man, wie traurig sind die denn drauf, dass die Ärzte mir solche Diagnosen zugeschoben haben!?

@TheImpression

Und ich habe / hatte niemals / jemals "Magersucht" und / oder "Depressionen".

@TheImpression

Aha. Solche Tabletten haben mein Leben gerettet....

Das mit den AD ist völliger Blödsinn. Es gibt nicht ein AD, das süchtig macht. Und ich habe sie jahrelang genommen. Und mit der richtigen Diagnose (ADHS) dann problemlos abgesetzt.

@TheImpression

Du bist definitiv auffälllig. Mal überlegt, ob die vielleicht tatsächlich richtig liegen?...

@Menuett

Geiler Kommentar, danke. :-D

Wieso bin ich denn auffällig ?

@Menuett

Trotzdem freut es mich, dass es dir wieder besser geht. Aber ich hatte in meinem Kommentar geschrieben, dass mir einige zustimmen werden und andere nun mal nicht. Das ist so ähnlich wie mit dem Kiffen. Einige sagen, das mache nicht abhängig und man kann da nicht mal von sterben. Naja, ob das so richtig ist ?

Rede mit deinem Hausarzt. Oder mit einem Vertrauenslehrer. Und überleg dir auch mal, warum du dir diese Diagnose so sehr wünschst...

Für mich klingen deine anderen Fragen eher, als wärst du gerade mit der Pubertät und dem Leben selbst ziemlich überfordert - und würdest eine bequeme Erklärung suchen, die dir die Verantwortung dafür abnimmt und dich offiziell zum "Opfer" statt zum "Versager" macht...

(Wahrscheinlich bist du weder das eine, noch das andere, sondern einfach ein Teenager, bei dem die typischen Probleme ein bisschen später einsetzen oder der kurz vor dem Abschluss plötzlich Angst vor dem Erwachsenwerden bekommt...)

Sorry, aber was hast du bisher denn gegen deine Probleme unternommen?

Gegen die Schüchternheit, die Ängste, die Träumereien?

Ritalin löst nicht jedes Problem - und schafft nicht selten zusätzlich neue.

Lass dich testen, aber mach dir bewusst, dass ADS keine Blinddarmentzündung ist, die man einfach feststellen und dann weg operieren kann, sondern eine Krankheit, die man mit ausreichend Wohlwollen fast jedem diagnostizieren kann, der gerade etwas durcheinander ist.

Behalte also auch andere Möglichkeiten im Auge und versuche, deine Probleme auch durch Verhaltensänderungen zu lösen...

Rede mit deinem Hausarzt. Oder mit einem Vertrauenslehrer. Und überleg dir auch mal, warum du dir diese Diagnose so sehr wünschst...

Dann wüsste ich zumindest woran es die ganze Zeit lag und immer noch liegt.

und würdest eine bequeme Erklärung suchen, die dir die Verantwortung dafür abnimmt und dich offiziell zum "Opfer" statt zum "Versager" macht...

Klingt logisch, ich bin jedenfalls sehr hart mit mir selbst. Aber warum würde ich denn ausgerechnet jetzt so sein, wo man mit der elften Klasse beginnt. Sollte man in diesem Fall nicht noch motivierender sein?

Sorry, aber was hast du bisher denn gegen deine Probleme unternommen?
Gegen die Schüchternheit, die Ängste, die Träumereien?

Schüchtern und verträumt war ich schon immer, von klein auf. Ich weiß nicht, was ich da machen kann.

Ritalin löst nicht jedes Problem - und schafft nicht selten zusätzlich neue.

Keine Ahnung was ich von Ritalin halten soll, gibt gespaltene Meinungen. Aber für ADS soll doch offenbar sowieso kein Ritalin ausgestellt werden?

Lass dich testen, aber mach dir bewusst, dass ADS keine Blinddarmentzündung ist, die man einfach feststellen und dann weg operieren kann, sondern eine Krankheit, die man mit ausreichend Wohlwollen fast jedem diagnostizieren kann, der gerade etwas durcheinander ist.

Das wird wohl das Beste sein. Wie gesagt, ich war selbst als Kind so, warum sollte man da so durcheinander sein :/?

Behalte also auch andere Möglichkeiten im Auge und versuche, deine Probleme auch durch Verhaltensänderungen zu lösen...

Das werde ich... Aber eine ADS-Therapie ist doch nichts Anderes als eine langzeitige Verhaltensänderungen mit Unterstützung oder nicht? Jedenfalls wäre das ein guter Start.

@hunterscabin

Häufig wird einem gegen Ende der Schulzeit bewusst, dass das "richtige Leben" bald losgeht - und Panik ist eine sehr verbreitete Reaktion auf diese Erkenntnis. Nur würde es dem Selbstbild der meisten Teenager widersprechen, das so zuzugeben - weswegen man dann andere Erklärungen sucht, die nicht so "persönlich" sondern eher "schicksalhaft" daherkommen...

Alles Gute, egal, wie der Test ausgeht!

Wie wäre es zunächst beim Hausarzt!

Der kann dann weiter helfen.

Nein, der Hausarzt kann da überhaupt nicht weiterhelfen.

@Menuett

Warum nicht!

Der ist auch Arzt und kann Symptome erkennen und dann den Patienten weiter überweisen.

@albatroz1101

Nein, der kann nur überweisen, der kann die Symptome eben nicht erkennen.

Warum sich extra freinehmen um zweimal zum Arzt zu gehen, wenn man doch ganz normal direkt hingehen kann?

Von den Kosten für die Krankenkasse mal ganz zu schweigen.

Das ist völlig unnötig.

@Menuett

Ich würde zunächst immer den Hausarzt aufsuchen um ein Gespräch zu führen, denn der Patient kann ja sonst was behaupten und es stellt sich dann als was völlig anderes heraus. Du scheinst ja einem Hausarzt nicht viel zuzutrauen. Finde ich schon bedauerlich.

@albatroz1101

Nein, hier kann der Hausarzt überhaupt nichts machen, auch nicht diagnostizieren, dass er kein ADHS hat.

Das KANN und DARF ein Hausarzt gar nicht.

Das dürfen nur Psychiater/Neurologen.

Ich habe einen sehr guten Hausarzt, der überweist in solchen Fällen ohne auch nur weiter nachzuhaken. Darüber hat er nämlich nichts gelernt.

@Menuett

Wie Du meinst. Ich werde trotzdem immer zu meinem Hausarzt gehen. Schon aus dem Grund, damit er eine vollständige Akte hat.

@albatroz1101

Das geht auch per Arztbrief. Schön, wie so manche das System ausnutzen. Und der Rest darf dann wieder höhere Beiträge wegen absolut nix zahlen.

@Menuett

Ich gönne das Geld meinem Hausarzt. Immerhin hat er mir auch mal ein Gefallen gemacht. Eine Hand wäscht die andere.

Ja, zum normalem Psychiater und Neurologen.

Was möchtest Du wissen?