Wirksames Mittel gegen Schnecken im Garten gesucht?

5 Antworten

Ein einfaches sowie ökologisch unbedenkliches Mittel gegen Schnecken ist: Sand! Denn eine Barriere aus Sand mögen Schnecken nicht; sie mögen Sand auch nicht fressen: So sollten gefährdete Pflanzen mit der Gießbrause kurz angefeuchtet und dann durch ein Sieb mit feinem Sand "paniert" werden. Als natürliche Hindernisse haben sich ebenfalls in einem Mörser zerkleinerte Eierschalen (die im Übrigen auch dem Boden guttun) oder aber Rosenschnitt bewährt. Äußerst hilfreich ist zudem der Einsatz von fleischfressenden Landschnecken ...

Ansonsten ist das Aufsammeln mit der Schneckenzange angesagt ...

@ManuelaNickel

Im Allgemeinen gebe ich hinsichtlich obiger Fragestellung zu bedenken, dass einige Schneckenarten unter Naturschutz stehen ...

Ich probierte die folgenden weiteren Mittel erfolgreich aus: Fleischfressende Pflanzen, zum Beispiel Sarracenia, die bis zu minus 14° Celsius dem Winter zu trotzen in der Lage ist. Auch funktionell: Koffeinlösung oder Moosextrakt ...

  1. Salathauben verwenden: Die Salathaube kann man nicht nur für Salat, sondern für alle Pflanzen verwenden. Sie ist im Garten äußerst praktisch, denn sie schützt die Sämlinge und andere Jungpflanzen nicht nur vor Kälte, pladderndem Regen und gleißender Sonne, sondern auch vor Schnecken. Wichtig: Den unteren Rand gegen Durchkriechen sehr sorgfältig und vollständig mit einer Sandschicht bedecken. Gefährdete Pflanzen wie Salat, Dahlien, Rittersporn, Petersilie sind besonders im Jungstadium eine Lieblingsspeise der Schnecken, in der späteren Größe, bei der man die Salathauben entfernen muss, sind die Blätter nicht mehr so zart und die Schäden halten sich dann meistens in erträglichen Grenzen. Manchmal hilft es auch schon, Plastikblumentöpfe mit abgeschnittenem Boden um die jungen Pflanzen zu stecken oder das Gemüsebeet dicht mit Vlies abzudecken.

  2. Schneckenzaun: Auch die Schneckenzäune aus dem Fachhandel mit ihren scharfen Kanten oben und mindestens ca. 20 cm Höhe ingesamt (min. ca. 10 cm davon unter der Erde verlegen) sowie auch elektrische Schneckenzäune sind sehr wirksam, sofern man folgend Punkte beachtet:

    • Schneckenzäune absolut dicht um die Beete mit den gefährdeten Pflanzen aufstellen
    • Keine Blätter darüber hängen lassen, da diese von den Schnecken als Leiter benutzt werden.
    • Anfangs genauestens auf "Altlasten" innerhalb der Schneckenzäune achten, da die Schneckeneier im Boden liegen.

Leider gibt es einen Schneckenzaun meist noch nicht so günstig zu kaufen, sodass die meisten Leute nach wie vor zum Gift greifen:

  1. Schneckenkorn, z.B. Neudorff Ferramol, ist zur Schneckenbekämpfung die beliebteste Methode, wenn man die Schnecken schnell und einfach durch Vergiften loswerden will. Wichtig: Anleitung des Herstellers genauestens beachten (insbesondere bei trockenem Wetter etwas anfeuchten), da es sonst nicht richtig wirkt und Schäden verursachen kann. Ferramol enthält als Wirkstoff Eisen-III-phosphat, eine anorganische Verbindung, die auch natürlich im Boden vorkommt und von Mikroorganismen umgewandelt in Eisen und Phosphat pflanzliche Nährstoffe liefert. Eisen-III-phosphat gilt derzeit meist auch im Schneckenkorn als nützlingsschonend und ökologisch unbedenklich, tötet aber auch die geschützten Weinbergschnecken (Helix pomatia). Wirkstoffe in einigen anderen Schneckenkorn Mitteln sind Metaldehyd, und die starken Nervengifte und für Wasserorganismen sehr giftigen Methiocarb und Thidicarb, die dagegen zumindest in größeren Mengen auch zu Vergiftungen von anderen Tieren und Menschen führen können. Schneckenkorn sollte man daher allenfalls dort einsetzen, wo es ausgeschlossen ist, dass Kleinkinder oder Haustiere damit in Berührung kommen.

Einsatz von Gift im Garten und chemische Pflanzenschutzmittel sind immer heikel: Schon oft stellte sich dabei erst (zu) spät heraus, welche gefährlichen Schäden von zunächst für harmlos gehaltenen Chemikalien im Ökosystem oder/und an der Gesundheit des Menschen oder der Haustiere angerichtet werden können.


Wie wird man der Schneckenplage Herr?

Immer früh morgens gießen! Niemals abends, denn dann sorgen Sie für die Bedingungen, die Schnecken mögen: nämlich schön feucht!

Wenn möglich, empfindliche Pflanzen nur von unten gießen oder Tropfbewässerung verlegen. Zuwanderungswege trocken halten, angrenzende Wiesen häufiger mähen.

Durch Zuwanderungsbarrieren (Schneckenzaun) die Neuzuwanderung verhindern. Natürliche Feinde wie Igel, Spitzmaus, Maulwurf, Erdkröte, Laufkäfer und Leuchtkäfer schonen bzw. fördern.

Streifen aus Fichtennadeln, Asche und Kalk können im trockenen Zustand die Zuwanderung behindern.

Wenn nichts anderes mehr hilft... Wirklich nur als letzte Konsequenz: der Einsatz von Schneckenkorn (Wirkstoffe: Methiocarb, Methaldehyd, Eisen-3-Phosphat). Zur Bekämpfung stehen eine ganze Reihe von Präparaten in Form von "Schneckenkorn" zur Verfügung. Die Wirkung entfaltet sich, wenn die Schnecken infolge eines eingearbeiteten Köderstoffes angelockt werden und Kontakt zwischen Schnecke und Schneckenkorn entsteht. Dann bewirkt der darin eingearbeitete Wirkstoff eine radikale Entwässerung der Schnecke bis zu deren Tod. Weil Schneckenkorn hygroskopisch (wasseranziehend) wirkt, zerfällt es unter dem Einfluss von Regenwasser und Tau, was die Wirkungsdauer schmälert. Deshalb bietet der Handel auch wassergeschützte Köderstationen an.

Man kann auch auf die Seite gelegtes Altglas (zum Beispiel Gurkengläser) hierfür verwenden. Durch die seitliche Öffnung können die Schnecken hineinkriechen, aber das Korn wird bei Regen nicht nass ...

Um den Stiel unten Alufolie wickeln, so hoch wie die Folie breit ist, etwas zerknuddeln und eventuell abends mit einem Insektenspray besprühen. Ich habe anfangs einen Lausspray auf Rapsölbasis verwendet. Muss aber nicht sein. Meine Sonnenblumen sind seither gerettet.

Bierfallen aufstellen (kleine Becher mit Bier gefüllt), oder der radikale Weg ist Schneckenkorn streuen (gibts in jedem Garten-Geschäft).

ja, am besten in Marmeladengläsern etwas eingraben, damit die Schnecken da reinfallen.

@pinkpatch

Besser ist es, die Gläser (auch Gurkengläser eignen sich hierzu) auf die Seite zu legen. So wird das Korn bei Regen nicht nass, und die Schnecken lassen sich später prima entsorgen. Aber bitte nicht im Altglascontainer ;-) ...

Salz drauf und gut.

Salz im Garten oder zur Unkrautvernichtung einzusetzen, ist im Hinblick auf das Grundwasser als bedenklich einzustufen ... und zum Teil auch gesetzlich verboten ...

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