Wirken Sonnenstrahlen bezüglich Vitamin D auch hinter Glas?

2 Antworten

In der Regel filtert Fensterglas das UVB so gut wie vollständig aus. Sonnen hinter Fensterscheiben beschränkt sich also auf das UVA. Damit wird man zwar braun, weil das UVA das schon in der oberen Hautschicht vorhandene Melanin "einbräunt". Aber Vitamin D kann ohne UVB nicht über die Haut gebildet werden.

Das Problem daran: UVA hat bei übermäßiger Bestrahlung einen doppelten Nachteil: 1. Die Bräune ist nicht von Dauer, da nur das UVB für Nachschub von Melanin aus den Melanozyten sorgt, also für die langfristige Bräune zuständig ist. 2. UVA - vermutlich über die Bildung von aggressiven Sauerstoffverbindungen (Freie Radikale) - kann die untere Polsterschicht der Haut, das Kollagen, angreifen und damit zu vorzeitiger Hautalterung führen, aber auch bei ständigem Mißbrauch dem "schwarzen Hautkrebs", dem Malignen Melanom, Vorschub leisten.

Genau das ist der Grund, weshalb die ständige Warnung mancher Dermatologen und der Medien vor der Mittagssonne gefährlicher Unsinn ist. Morgens und nachmittags, wenn die Sonne schräg einfällt und die Sonnenstrahlen daher einen längeren Weg haben durch die Atmosphäre und vor allem durch die Ozonschicht, wird das UVB, genau wie beim Glasfenster, ausgefiltert. Es bleibt das unverändert starke UVA mit den beschriebenen Konsequenzen. Das gleiche gilt für den "Vitamin D-Winter", bei uns von etwa Mitte Oktober bis Anfang April. Das UVA bleibt uns erhalten, das UVB verschwindet - und damit die Vitamin D-Synthese in der Haut.

Fazit: Lieber kurz mit ausreichend UVB als mit ausschließlich UVA sonnen!

Es kommt darauf an, ob die Fensterscheiben UV licht wegfiltern.

Für die Bildung von Vitamin D durch Sonnenlicht, wird UV-B strahlung benötigt.

Mehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Vitamin_D

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