Wieviel Vitamin K sollte man vor Operationen einnehmen, um das Blutungsrisiko zu minimieren?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo, was Du im Internet findest, sind Angaben für Markumarpatienten.... Hierbei geht es um eine "Therapievariante" oder Notfallversorgung bei Patienten, die im "normalen" Leben über Markumar eine gerinnungshemmende Therapie benötigen (Rhythmusstörungen, Pat. nach Embolien oder mehrfachen Thrombosen, bestimmte Herzerkrankungen etc).

Vielleicht das grundsätzliche theoretische Wissen dazu. In unserer Leber werden unsere Gerinnungsfaktoren gebilden, die eine normale Blutgerinnung ermöglichen. Von Natur haben wir also eine "normale" Blutgerinnung. Bei o.g. Erkrankungen ist jedoch eine Herabsetzung der Gerinnungsfähigkeit des Blutes gewünscht und man gibt Markumar. Diese sogenannten "Vitamin K Antagonisten " (also Gegenspieler vom Vit. K) docken alternativ zum Vitamin K an Rezeptoren an und "verhindern" so den Aufbau der regulären Gerinnungsfaktoren = das Blut wird "dünner". Kommt es zu überschießenden Verdünnung oder steht eine Not-OP an, dann wird von außen Vitamin K zugeführt, um damit einen erhöhten Spiegel zu erreichen, was wiederum kurzfristig das Markumar aus den Rezeptoren vertreibt und so die Blutgerinnung wieder anhebt. Das ist genau der Fall, wenn man dazu was im Internet findet. Hat man Zeit bis zu einem geplanten Eingriff bei diesen Patienten, gibt man noch nicht mal Vitamin K sondern einfach kein Markumar mehr, so dass sich der Wert von alleine wieder reguliert (wir nehmen ja auch Vit. K mit der Nahrung zu uns)... das dauert natürlich ein paar Tage länger, ist aber kontrollierbarer und daher der gängigere Weg.

Als "Gerinnungsnormaler" braucht man das alles nicht beachten, da unser Blut eine normale Gerinnungsfähigkeit aufweist. Diese Gerinnung (Quick, INR) wird in der Regel auch vor einer OP bestimmt, um auf Nummer sicher zu gehen. Mehr Vit. K als an diesen Rezeptoren benötigt, braucht man nicht extra zu sich zu nehmen. Da Vit. K sogar ein sogenanntes fettlösliches Vitamin ist, ist sogar Speichervorrat anzunehmen. Eine "Extraportion" würde gegebenenfalls sogar den Körper überlasten und könnte zu einer "Hypervitaminose" führen.

Also, wenn Du kein Markumar nimmst (wovon ich jetzt mal ausgehe), dann lass die Finger von irgendwelchen Vitamin K Ampullen .... es nutzt gar nichts, schadet im Extremfall nur. Um und nach einer OP gibt man gegebenenfalls Heparin (Spritzenform) um die normale Blutgerinnung zu senken, damit man durch Imobilität keine erhöhte Thrombosegefahr hat.

Bei Unverständlichkeiten oder daraus resultierenden weiteren Fragen, gerne nachfragen...

LG eosine !

Wie kommst du auf diese Frage? Bist du Markumarpatientin. Auf keinen Fall Aspirin oder ASS einnehmen die Woche vor der Operation. Curcuma und andere Cumarinhaltige Nährstoffe, Kräuter auch nicht wenns geht.

Solche Dinge sollten IMMER weit vor Operationen mit dem arzt besprochen werden. ich selber mußte mich einer Gyn. OP unterziehen während meiner Periode..und hatte wegen schlimmer Schmerzen ein aspririn eingenommen..mich hatte keienr gewarnt damals...die OP wurde nur einen Tag nach hinten verschoben und ist auch nicht günstig verlaufen.

SOLCHE Dinge müssen ausführlich vom Arzt mit Dir besprochen werden und wegen der Wirkungsdauer dsolcher Medikamente und Mittel entsprechend eeine oder mehr WOCHEN VOR einer Operation. Das ist mittlerweile auch endlich mal per Gesetz festgehalten und der Patient bekommt im unserem gesundheitssystem endlich mal Rechte. Wer hatte denn nicht schon mindestens eine Operation die eigemntlich nicht nötig war, wenn man es genau nimmt?

Um Himmels willen: Gar keins!!! Oder willst Du partout eine Thrombose herbeiführen? Vitamin K fördert die Blutgerinnung und vor bzw. gleich nach der OP bekommst im Gegenteil gerinnungshemmende Spritzen (z.B. Heparin), um gerade die Thrombosegefahr zu minimieren.

Wenn man nicht all zu viel Ahnung hat soltle man im Zweifel mal seine "Antworten" bei sich behalten.

@moepeinszwo

Da hast Du völlig Recht, nur kannst Du das unmöglich auf mich beziehen -ist wohl eher eine allgemeine Aussage, oder hast Du Dich in Selbstreflexion geübt?!

Ich darf mit Fug und Recht behaupten, auf dem Gebiet der Blutgerinnung (-sstörungen) Experte zu sein. Desweiteren leide ich selbst unter Hyperkoagulabilät und kenne das Prä- und Post-OP- Procedere zur genüge - auch bei "normalen" Patienten.

Im Übrigen vermisse ich die bei solchen Allgemeinplätzen unbedingt nötige Gegendarstellung oder möchtest Du den Fragesteller verunsichern? Aber siehe Dein Kommentar: Wenn man nicht allzu viel Ahnung hat, sollte man sich eine Antwort verkneifen!

gar keines, ohne vorher mit dem arzt gesprochen zu haben..........

Was möchtest Du wissen?