Wie würdet ihr euch entscheiden weiter Chemo oder nicht ?

5 Antworten

Hi,

So wie ich diese und die Fragen davor verstehe, geht es bei dir nicht um Heilung, sondern um Zeit, wieviel und in welcher Qualität. Das tut mir sehr leid. Aber ich bewundere dich auch. Sollte es mir auch irgendwann mal so ergehen (wer weiß das schon?) dann könnte ich mir nicht vorstellen, wie ich besser damit umgehen könnte als du!

Zu deiner ganz klaren Frage: Wenn ich mich da hineinversetzte, dann wäre mir schon wichtig zu wissen, wie sind denn die Chancen? Chemo ist sicher eine Belastung, die man auf sich nimmt, um seine Überlebenschance zu verbessern oder Überlebenszeit zu verlängern. Natürlich kann dir niemand sagen, für diese Chance musst du diese Belastung auf dich nehmen. Da musst du dich zuerst bei deinen Ärzten informieren, was bei dir möglich ist, um wie viel könntest du deine Lebenszeit verlängern, und wie sieht deine Lebensqualität dabei aus, und auch, was die Behandlung auslöst, wie es dir dabei gehen wird. Was du dann machst oder nicht, das ist dann zuallererst deine Entscheidung.

Ich verstehe auch deine Familie, sie wollen dich einfach nicht verlieren. Es ist immer schwer, einen geliebten Menschen loszulassen. Deine Familie liebt dich!

Was auf jeden Fall wichtig ist: Offenheit! Ich habe schon nahe stehende Menschen zurücklassen zu müssen, die wussten, dass sie sterben werden. Im Rückblick war es gut, dass wir offen darüber gesprochen haben. Es hat mir jedenfalls geholfen.

Das ist es auch, was ich euch wünsche: dass ihr offen damit umgehen könnt. Im Endeffekt ist es dein Leben. Ich hoffe, deine Familie schafft es, gut damit umzugehen, was bei dir passiert. Aber die Kontrolle sollte bei dir liegen, du bist alt genug, um zu entscheiden!

Ich weiß nicht, ob ich sehr distanziert klang, habe versucht, es zu sein. Bin sicher weiter weg als die Menschen, die du kennst, die dir nahe stehen. Aber dein Schicksal berührt mich auch. Vielleicht ist es ja in deiner Situation auch ganz gut, jemanden zum Auskotzen zu haben, bei dem man gar keine Zurückhaltung braucht,

Hey Danke deine Antwort gefällt mir sehr gut wenn du willst können wir hier privat schreiben

War zu lang, hier weiter:

weil man ihn gar nicht kennt. Wenn du mich als geeignet dafür hältst, ich werde dir eine Freundschaftsanfrage schicken.

Auf jeden Fall wünsche ich dir noch ganz viel, ganz gute Zeit!!

LG,

P.

Das ist eine sehr sehr schwierige Frage, die man als gesunder Mensch nur hypothetisch beantworten kann. Niemand kann sagen, wie er in so einer Situation reagiert, solange er noch nicht drin steckte.

Dennoch sind mir solche Überlegungen nicht fremd, v.a. nach Krebs im engsten Familienkreis. Ich glaube, wenn es sicher wäre, dass keine Chance mehr besteht, würde ich auf quälende Behandlungen verzichten und lieber versuchen, mir noch irgendwie ein paar schöne Tage zu machen - mit Freunden und Familie beisammen sein, vielleicht nochmal einen Ausflug oder eine kleine Reise an schöne Orte / Lieblingsorte, soweit es die Kräfte zulassen. Du schreibst in einer anderen Frage, dass Du noch nie geflogen bist - vielleicht kannst Du das ja noch machen? Irgendwas erleben, was Du noch nie getan hast?

Bei meinem Vater mussten meine Mutter und ich die Entscheidung treffen. Wir haben uns gegen eine weitere Chemo entschieden, unter der sehr sehr gelitten hatte und hatten die Möglichkeit, ihn zuhause zu lassen, in unserem Wohnzimmer, wo viele Freunde noch vorbei kamen, um sich zu verabschieden und er bis zum Schluß sogar bei gutem Appetit war und noch ein paar kleine Dinge wenigstens genießen konnte.

Ich wünsche Dir viel Kraft und auch die Zeit, noch einige schöne Momente zu erleben, intensive Stunden mit Freunden und Familie zu verbringen! Alles Gute!

Liebe Felicitas

Für solche Fragen bist du im falschen Forum.

Ich lege dir den Krebs-Kompass ans Herz. Dort findest du viele Betroffene in gleicher oder ähnlicher Situation.

Jemand, der nie in einer solchen Lage war oder ist wie du, kann diese frage nicht beantworten.

Ich selbst hatte Krebs. Allerdings die Brust. Chemo war übel. Klar. Aber eben auch meine Lebensversicherung.

Sofern ein funken Hoffnung besteht, dass die Chemo anschlägt und der krebs zumindest zum Stillstand komm und nicht mehr weiter wächst würde ich sie machen.

Gegen die Nebenwirkungen der Chemo gibt's gute Medikamente. Jeder Onkologe ist drauf gedacht, es deinen Patienten etwas zu erleichtern.

Für dich und dein Familie: es gibt Onkopsychologen. Die sind wirklich sehr empfehlenswert und eben genau für Krebspatienten da und zuständig. Das würde euch wirklich gut tun!

Alles Liebe!

Erstmal mein Beileid zu dieser Diagnose!
Diese Frage kann man nur sich selbst stellen, jeder vertritt andere Ansichten und Vorstellungen.
Ich würde wohl die restliche Zeit so gut es geht genießen. Endstadium klingt nach ein paar Monaten.
Jenachdem wie weit man die Lebenszeit durch eine Chemo verlängern kann, würde ich es abschätzen, ob die Lebenszeit mit oder ohne Chemo lebenswerter für mich persönlich wäre.

Aber die Umstände können Fremde gar nicht einschätzen, wenn man nicht betroffen ist. Vielleicht würde ich ganz anders schreiben, wenn ich selbst von so einem Schicksal getroffen wurde.
Mir wäre es wichtig, ohne Schmerzen meine letzten Wochen mit den liebsten zu verbringen. Aber wie geschrieben, man kann sich nicht in so eine Lage hineinversetzen, wenn man noch nie betroffen war.

Alles Gute!

Beileid???

Sie lebt!!!

@kugel

Eine Beileidsbekundung zu dieser DIagnose. Schon klar dass sie lebt!

Das kommt darauf an, welche Qualität dieses "länger" hat, und was "länger" in Zahlen bedeutet.

Und natürlich darauf, wie sehr du dieses Leben erhalten möchtest.

Aber letztendlich wird niemand mit Moral dir hier einen Rat dazu geben können.

Was ich dir aber sagen kann ist, dass sich sehr viele Menschen aus für Sie triftigen Gründen gegen eine Chemo zu diesem Zeitpunkt entscheiden. Und ich denke, Sie alle hadern auch gelegentlich damit, sich so entschieden zu haben.

Ich wünsche dir, so weit möglich, alles Gute. :(

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