Wie viele Teststreifen kann ein Typ 1 Diabetiker Verschrieben bekommen?

5 Antworten

Ein Diabetiker bekommt so viele Teststreifen verschrieben, wir er braucht - eigentlich. Es gibt seitens der Krankenkassen keine Deckelung.

Das Problem sind ide Ärzte selbst und die Kassenärztliche Vereinigung. Ich bin bei der KKH, bin Typ 2 Diabetiker, aber mit ICT Therapie wie ein Typ 1.

Meine Ärztin wollte mir nur 500 Testreifen im Quartal geben, jetzt bekomme ich 600, wegen der ICT Therapie. ICT bedeutet intensivierte konventionelle Insulintherapie. D.h. man misst seinen Blutzucker, schaut was man essen möchte und spritzt sich dann entsprechend Insulin. Dazu kommen dann Kontrollmessungen. Da reichen selbst 600 Teststreifen gerade so. Macht man es ganz standardmässig bedeutet das jeweils vor dem Frühstück, Mittag- und Abendessen messen und dann 2 Stunden danach. Dann noch eine Mesuung vor dem Schlafen gehen. So bin ich jedenfalls geschult worden und das sind dann 7 Testsreifen am Tag, macht im Quartal 630.

Ich bekomme aber nicht mehr, weil die Kassenärztliche Vereinigung meiner Hausärztin vorschreibt das sie nur 600 Testsreifen pro Quartal bei ICT verschreiben darf, während meine Krankenkasse sagt, es gibt keine Begrenzung.

Das liegt auch zm Teil an dem Abrechnungssystem der Kassenärzte. Der hat für Patienten einer Kasse ein bestimmtes Budget, von dem alles abgezogen wird, was er verschreibt. Um nicht 2-3 Wochen vor Quartalsende sein Budget verbraucht zu haben, verschreibt er nur die günstigten Medikamente und eben Teststreifenmengen, die eigentlich nicht ausreichen. Die AOK hat die meisten Patienten und daher wird es dort für den Kassenarzt wohl am engsten.

Die Lösung ist aber recht einfach. Dein Kollege soll ganz dringend zu einem Diabetologen gehen, einem Arzt mit Schwerpunkt Diabetes. Dazu braucht er eine Überweisung, die er vom Hausarzt bekommt. Diabetologen haben andere Budgets und können auch mehr verschreiben. Ausserdem sind sie eben auf Diabetes spezialisiert und wissen in der Regel mehr als ein Allgemeinmediziner.

Ein Typ 1 Diabetiker mit 100 Teststreifen im Monat ist ein Witz. Der bekommt seinen Zucker nie richtig unter Kontrolle und die Gefahi von Über- und Unterzuckerungen ist sehr gross und die Folgen können schwerwiegend sein. Das Risiko sollte er nicht eingehen.


Bei meinem Hausarzt ist ein Aushang das Diabetikern nicht mehr als 450 Teststreifen im Quartal verschrieben werden dürfen, also ist 150 pro Monat richtig. Ich benötige manchmal mehr, bin aber privat versichert, da interssiert das keinen.

Also, ich bekomme je nachdem alle 3 Monaten (habe alle 3 monaten ein Arzttermin) 10 Packungen mit jeweils 50 Teststrefen drinnen. Das macht 500 stück. :) Bei welcher Krankenkasse bist du oder sie ? Ich bin bei der AOK und habe auch Typ 1 :)

Also bei 3 -5 Mahlzeiten am tag

plus 1 messung am abend sind es 6 pro tag 6x31=186

also 200 könnten es schon sein, na sagen wir 150 wenn wir sparsam sind

das sind so 40 eur im monat

Daran soll es ja wohl nicht scheitern, da gibts ganz andere ausgaben

mfg

harry

Ich denke das hängt immer mit der Krankenkasse zusammen. Ich habe eine Zeit lang pro quartal 300 Stück verschrieben bekommen. Viel mehr war da auch bei meinem "Zustand" nicht drin. Sollte aber ein Arzt der Krankenkasse bescheinigen, dass mehr messstreifen nötig sind, eventuell wegen stark schwankender werte, dann wird wohl auch mehr verschrieben werden.

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