Wie viel Schmerz kann ein Mensch aushalten bis er einbricht?

5 Antworten

Ich bin 35 Jahre alt und habe eine fast 15 jährige Tochter. Vor 5 jahren wurde ich sehr krank, Darmverschluss. Ich wurde nur durch eine Not OP gerettet. Mir fehlt ein Teil vom Darm und seitdem kann ich meine Wohnung nicht mehr verlassen, weil ich ständig eine Toilette brauche. Für mich gibt es keinen Urlaub, keine Freizeitaktivität, nichts. Ich bin eingesperrt in meinen vier Wänden. Arbeiten kann ich natürlich durch meine Krankheit nicht. Ich bin Hartz4 Empfängerin und habe für mich und meine Tochter nur 150€ im Monat zur verfügung. Vor vier Jahren eine neue OP. Fistel am Bauchnabel. Vor 2 jahren ein doppelter Bandscheibenvorfall. Letztes jahr dann die Diagnose Gebärmutterhalskrebs. Mir wurde die Gebärmutter entnommen. Ich habe seit einem jahr einen Freund, der drei Kinder hat. 4-6 und 8 Jahre alt. Der mittlere hat ADHS, was für mich Stress pur bedeutet und ich stehe immer noch. Allerdings weiss ich nicht, wie lange.

Vielleicht nicht hilfreich aber tröstlich:

Sehr viel mehr als man erahnen würde.

Irgendwann bricht jeder zusammen - ob man sich wieder aufrappelt ist die Frage, und dafür braucht man einen Grund - etwas oder jemanden für den man stark sein will wenn man es für sich selbst nicht mehr kann.
Ich glaube, dann kommt man immer wieder irgendwie auf die Füße. Aber eben nicht ohne diesen speziellen Grund.

Man sollte für niemand anderen stark sein wollen, sondern nur für sich selber.

Wenn man für jemand anders z.B. weiter lebt, macht man sich von diesen Menschen abhängig und wenn dieser Mensch aus irgend einen Grund irgend wann nicht mehr zu einen gehört, bricht wieder eine Leben zusammen.

@Wolpertinger

ich meinte damit nicht, dass man sich dauerhaft von jemandem abhängig machen sollte. Aber wenn man einen Punkt im Leben erreicht, an dem man einfach nicht mehr NUR für sich selbst weitermachen kann, ist es ja wohl besser, die Kraft für jemand anderen aufzubringen und so wieder auf die Beine zu kommen. Wenn man sich wieder gefangen hat ist es auch wieder einfacher die Kraft für sich selbst zu finden.
Das wollte ich damit sagen.

@CaryAnne84

ja so habe ich es verstanden, ich finde es trotzdem nicht richtig.

Den so etwas zeigt ja auch immer etwas von dem eigenen Beziehungsmuster und eine Abhängigkeit von empfinde ich nie als gesund.

@Wolpertinger

Was soll dann deiner Meinung nach jemand tun der von sich aus nicht mehr weitermachen KANN? Der wirklich die Grenze seiner Belastbarkeit erreicht hat und dem sein eigenes Dasein selbst nichts mehr bedeutet? Von der Brücke springen? Tut mir leid, da finde ich es besser wenn man für Familie, Freunde etc weitermacht als komplett aufzugeben.

@CaryAnne84

Für sich selber weiter machen, das soll so jemand tun.

Alles andere Ändert nichts an der Dynamik und so ist die Gefahr sehr hoch dass dieser Mensch nach Kurz oder lang wieder am Ende seiner Belastung stößt.

Ihm ist also nicht geholfen.

Zu dem glaube ich, das jeder Mensch das recht auf Suizid hat und wenn ein Mensch zu dem Entschluss kommt, dass er nicht mehr Leben will, ist das für mich ok.

Da werde ich ihn nicht von abhalten können, sondern nur dieser Mensch wird sich dagegen entscheiden können.

Es gibt Menschen die extremes erlebt haben...und es geschafft haben wieder ein glückliches Leben zu leben. Andere haben weniger schreckliche Erlebnisse durchlebt und wollen sich umbringen.. Es kommt glaub drauf an wie der seelische Schmerz verarbeitet wird- ohne das sich eine Krankheit entwickelt .. Wobei man auch betonen sollte: Seele Geist und Körper bilden eine Einheit. Körperliche Ursachen können auch einen seelischen Schmerz auslösen.

Ziemlich viel. Meine Eltern haben nacheinander 4 kleine Kinder verloren und einiges Andere dazu. Sie haben es "überstanden". Allerdings hinterläßt jeder Schlag trotzdem üble Narben. Man wird es nie wieder los.

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