Wie seid ihr mit einer Fehlgeburt umgegangen?

5 Antworten

das ist immer ein schrecklicher moment so was erfahren zu müssen. ich hatte damals in der 11. woche eine fehlgeburt weil mit dem kind, einer tochter etwas gesundheitlich nicht in ordnung war, es wäre laut arzt wahrscheinlich nicht lebensfähig gewesen. und ich persönlich wäre z.b. mit einem behinderten kind nicht zurecht gekommen und habe für mich beschlossen es einfach so anzunehmen wie es war: das kind war krank, ich wollte kein krankes, behindertes kind und deshalb für mich kein soo... großes problem , klingt hart , kann ich aber selber entscheiden ! und dann kamen noch 2 weitere, gesunde kinder die ich über alles liebe. versuch bitte deinen mann irgendwie zu erreichen, oder wenigstens eine freundin - viel glück für dich !!!

Dieses Gefühl der Ungewissheit macht mich einfach krank.

Und ich habe ja auch schon eine kleine Tochter, die ich über alles liebe, aber jetzt konnte ich anfangen mich auf das kleine Wesen zu freuen.

Weißt du, die Info, dass ich wieder schwanger bin war für mich nicht gerade toll, da ich bereits ein Kind während meiner Schulzeit bekommen habe und das das zweite wäre. Aber ich möchte dieses Kind haben! Ich möchte es nicht aufgeben.

@MamiMitHerz2014

ja sicher das verstehe ich auch, aber du gibst es ja nicht auf .aber wenn es denn wirklich eine fehlgeburt geben sollte , musst du das so sehen: die natur regelt das oft von alleine und was nicht sein soll...................... du kannst ja wieder schwanger werden , es ist nicht zu spät - alles gute für euch melde dich wenn wie es für euch ausgegangen ist, würde mich sehr interessieren

Ja, ich hatte das auch mitgemacht. Es war damals meine 1. Schwangerschaft. Ich wollte es nicht akzeptieren, was der Arzt sagte, bin zu einem anderen Arzt gegangen, der aber auch das Gleiche gesagt hatte. Ich war noch wochenlang nach der Ausschabung am Heulen wie noch nie. Es tat in der Seele weh. Noch heute (inzwischen sind 22 Jahre vergangen) wenn der damals errechnete Geburtstermin (2. Weihnachtstag) ansteht, denke ich an die Kleine, die ich verloren habe. LG und Kopf hoch! Ich weiß, dass es dich kaum trösten wird, aber damals starb fast zur gleichen Zeit die Tochter meiner  Freundin  an plötzlichem Kindstod. Ich hatte mich gefragt,  wie sie  (meine Freundin) das wohl innerlich verkraftet, wo sie ihre Tochter schon einige Wochen im Arm halten  konnte. Na, in der ersten Zeit wurden  meine beiden Nichten so etwas wie meine Teilzeit- Ersatzkinder. Ehe ich wieder schwanger werden durfte und ehe ich dann wieder schwanger war, waren gute 9 Monate vergangen. Weitere 9 Monate später hielt ich meinen Sohn auf dem Arm. Nochmals liebe Grüße und alles  Gute!

Dankeschön für deine Antwort!

Ich bin auch wirklich unendlich glücklich, dass ich schon eine kleine Tochter habe, aber mir wurden in meinem Leben schon so viele Menschen genommen. Warum jetzt auch noch mein Baby? Es ist so unfair.

Ich weiß ja noch gar nicht ob das Baby wirklich wirklich nicht mehr lebt, aber davon muss ich gerade ausgehen.

Ich werde dir nachher mehr dazu schreiben, wenn ich weiß ob es wirklich eine Fehlgeburt ist.

@MamiMitHerz2014

Hey, MamimitHerz, Glückwunsch! Pass'  auf dich und das Ungeborene gut auf! Alles Liebe! 

Zunächst einmal wünsche ich dir ganz viel Kraft, falls es wirklich so sein sollte, dass dein Baby nicht mehr lebt.

Ich habe zweimal sehr früh, in der 5. bzw. 6. Woche ein Kind verloren. Das waren meine ersten beiden "Schwangerschaften". Deswegen kann ich verstehen, was du für Ängste und Sorgen durchmachst. Bei mir fing es mit einer Blutung und Schmerzen an. Bis ich beim FA gewesen war, hatte ich noch Hoffnung, aber die sagte dann gleich, dass es sehr schlecht aussehe.

Aber du wolltest wissen, wie ich damit umgegangen bin. Eigentlich habe ich nichts besonderes gemacht. Beim ersten Mal habe ich mich ziemlich in der Wohnung verkrochen, mit meiner Mutter telefoniert und mich viel von meinem Mann in den Arm nehmen und trösten lassen. Dem ist es allerdings schwer gefallen, den Kummer zu verstehen. Für ihn war das noch nicht viel mehr als ein kleiner Zellhaufen. Insofern - erwarte unter Umständen nicht zu viel von deinem Partner, für Männer ist das etwas anderes.

Letztendlich hat es mir geholfen, mir zu sagen, dass eine Fehlgeburt statistisch gesehen nichts ungewöhnliches ist und dass das, was passiert ist, immerhin beweist, dass wir beide ein Kind zeugen können. Und dass es beim nächsten Mal schon gut gehen wird - was auch so ist, bin jetzt in der 37. Woche.

Weißt du, ich habe weniger um dieses eine spezielle Kind getrauert. Denn egal, ab wann man einen Embryo jetzt als Menschen sieht oder nicht, bei einem so jungen Baby ist noch nicht viel entwickelt. Es hat zwar das Potenzial, alles zu werden, aber es ist eben noch nicht viel, wenn man von Persönlichkeit spricht. Ich war eher traurig, weil ich schwanger sein wollte, weil ich mich so auf die Vorstellung gefreut habe, ein Kind zu bekommen. Aber wie gesagt - weil es für mich jetzt nicht dieses spezielle sein musste, war es im Endeffekt erträglich. Vor allem, weil ich recht schnell wieder schwanger geworden bin.

Wie du persönlich damit umgehen kannst, kann ich dir nur schwer raten. Wie Menschen trauern, ist eine sehr private und sehr individuelle Sache. Mir hat es geholfen, darüber zu sprechen und mich danach abzulenken. Andere Dinge zu planen, Sport zu treiben etc. Und ich habe meine Gefühle zugelassen. Ja, ich habe geweint. Ich habe mir auch Geschichten von anderen Müttern durchgelesen, die ihre Kinder verloren haben und habe noch mehr geweint. Denn das ist vollkommen okay. Lass dir nicht einreden, dass es nichts wichtiges sei, nur weil es eine recht frühe Fehlgeburt ist. Das KANN zwar eine Möglichkeit sein, das ganze zu verarbeiten, muss es aber nicht. Und wenn du um dieses Kind trauern willst, dann tu das. Und fordere ruhig von anderen Leuten, die dir wichtig sind, ein, dass sie dir zuhören. Auch wenn du fünf Mal dasselbe erzählst, denn es ist dein Recht. Keiner außer dir kann wissen, was dieses Erlebnis mit dir macht.

Aber Kopf hoch: Es ist nicht das Ende der Welt. Wenn du weitere Kinder möchtest, dann wird es mir Sicherheit auch nochmal klappen!

Danke für deine Antwort! Die hat mich unglaublich ermutigt.

Ich habe meinen Freund gestern dann doch noch erreicht, er konnte aber nicht mehr pünktlich zum Termin im KH zuhause sein. Er hat mich aber auch am Telefon schon getröstet.

Ich muss heute nochmal ins KH, weil die gestern nicht zu 100% sagen konnten ob das Kind noch lebt oder nicht. Die Ärztin hat mir aber gesagt, dass sie etwas gesehen hat und dass auch mit den Blutwerten alles super ist. Heute wird dann feststehen ob es eine Fehlgeburt war oder nicht.

Mein Freund hat mich gestern Abend ganz lange einfach nur in den Arm genommen und nichts gesagt. Und das war das Beste, was er tun konnte. Er hat mir viel Verständnis gezeigt, denn auch er wollte das Kind schließlich. Er hat sich super um mich gekümmert, das schätze ich sehr.

Heute wird er mitkommen und wir hoffen, dass alles gut ist. Falls nicht, werden wir noch einige Gespräche darüber führen und es versuchen so zu verarbeiten.

Erst abwarten... Ruf deinen Freund an und rufe Freundinnen an. Bitte jemanden aus deinem Bekanntenkreis, sofort zu dir zu kommen. Dies ist ein Notfall, und du solltest diese schweren Minuten und Stunden der Ungewissheit auf keinen Fall allein durchstehen! Alles Gute!

Danke!

Mein Freund ist, wie gesagt, leider nicht zuhause. Und selbst wenn ich ihn jetzt anrufe, er ist sowieso erst in 2-3 Stunden wieder zuhause..

Meine Mama und meine Schwester sind beide arbeiten, die kann ich auch nicht anrufen.

Ich werde wahrscheinlich eine Freundin anrufen..

Hallo, ich selbst hatte auch noch keine Fehlgeburt aber meine Tante.

Sie war auch sehr traurig und war noch lange lange in sich gekehrt und wollte nie so wirklich mit jemandem reden.
Bis sie einen Psyiater aufgesucht hat und 2 mal wöchentlich (glaub ich) mit ihm geredet hat, aber nicht nur mit ihm, auch saß sie oft stundenlang mit ihrem Mann da und redete sich den Schmerz voon der Seele.

Und als sie erfahren hat dass sie ihr Kind veroren hat ist sie in ein Cafe hat sich ein Wasser bestellt hat ihren Freund  (jetzt ihr Mann) angerufen dass er herkommen soll und kaum ist er zu ihr ist sie in Tränen ausgebrochen :(

Danke, dass du mir deine Erfahrungen geschildert hast!

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