Wie lange reicht der Sauerstoff in einem geschlossenen Raum aus?

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Das ist von verschiedenen Faktoren abhängig, vor allem vom AMV der anwesenden Personen: http://de.wikipedia.org/wiki/Atemminutenvolumen

Der Einfachheit halber gehen wir mal von einem AMV von 10 Liter aus (und davon, dass die Menschen sich brav ruhig verhalten, sonst wird die Rechnung kompliziert). In der Luft sind 21 % Sauerstoff, 78 % Stickstoff und 1 % andere Gase vorhanden. Die anderen Gase sind komplett vernachlässigbar. Der Stickstoff wird erst ab ca. 4 bar Druck (bei einigen auch erst ab 7 bar) interessant, aber das macht realtiv wenig, da eine Stickstoffvergiftung mit einem Rausch und nicht mit dem Tod endet.

Gut. Also 10 l AMV. Beim Ausatmen gibt der Mensch ca. 17% Sauerstoff wieder ab. Mit den Angaben, der Menge der Personen und der Größe des Raumes sollte es also möglich sein auszurechnen, wie lange die Menschen maximal überleben können.

(das jetzt auszurechnen ist mir gerade zu kompliziert - Faulheit siegt - aber so geht es).

Kann sich ein Sauerstoffmangel bei der Geburt auf das ganze weitere Leben auswirken?

Ich weiß aus Erzählungen von meinen Eltern, dass ich mich kurz vor der Geburt in der Nabelschnur verheddert habe und laut Hebamme schon richtig "blau" angelaufen war, als ich dann geboren wurde.

Danach haben die Ärzte gemeint sie würden eine Prognose von wenigen Tagen Lebensdauer geben, ich wäre einfach zu schwach und haben meinen Eltern gesagt, sie wären ja noch jung und könnten jederzeit noch ein Kind bekommen.

Ich war danach zwar wochenlang im Krankenhaus und zum Leidwesen meiner älteren Geschwister und der Großeltern durften dann auch nur die Eltern zeitweise kommen.

Jedenfalls meinte meine Mutter einmal, dass ich für alles etwas länger gebraucht habe, insbesondere was Koordination angeht, aber ich habe alles mit der Zeit auch gelernt - wenn auch verzögert. Ich bin auch ein volles Jahr später eingeschult worden, da der Amtsarzt Sorge hätte, dass mich Gleichaltrige wegen der körperlichen Schwäche "unterbuttern".

Geistig habe ich damals wohl nichts abbekommen, aber körperlich. Jedenfalls hat sich Gott sei Dank die Prognose der Ärzte von 1987 nicht bewahrheitet.

Wenn ich bei Fachärzten bin (Internist, Orthopäde, Neurologe etc.) taucht immer die Frage auf, ob es sein kann, dass ich bei der Geburt zu wenig Sauerstoff bekommen habe.

Wirklich belasten tut mich das Thema aber nicht, im Gegenteil, ich bin meinen Eltern dankbar, dass sie auch damals die Hoffnung nicht aufgeben haben und immer für die bestmöglichste Behandlung gesorgt haben.

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