Wie lange ist ein Rezept gültig...

5 Antworten

Diese Situation hatte ich vor ein paar Wochen mal. Hatte ein Rezept verlegt und wollte es nach dem Wiederfinden in der Apotheke einlösen, bekam aber dort die Information, dass es nur 4 wochen gültig sei. Musste mir ein neues ausstellen lassen.

ist davon abhängig, wann man das letzte mal beim Frisör war und ob es ein Kurzhaarschnitt war oder womöglich eine Dauerwelle. Muss somit individuell beim Finanzminister erfragt werden.

So ihr lieben...........

Ein Kassenrezept (das sind diese kleinen rosa Zettel) ist 6 Monate gültig wird aber nur 28 Tage von den Kassen erstattet, danach muss man selber zahlen.

Ein Privatrezept auf dem was nicht verschreibungspflichtiges draufsteht ist auch in 10 Jahren noch gültig. Weil das könnt ihr euch auch ohne Rezept kaufen!!!

Ein Privatrezept auf dem was verschreibungspflichtiges steht ist 6 Monate gültig.

Und ein BTM Rezept ist 7 Tage gültig. Danach bekommt ihr nix mehr!!!!!

Ironie setzt Intelligenz beim Empfänger voraus!!

a) es wäre eine Ungleichbehandlung der Patienten und Rezeptinhaber (Art. 3 GG), Rezepte nach der Zufälligkeit ihrer Ausstellung im Quartal einmal längere und einmal kürzere Bearbeitungszeiten zuzuweisen (je nach Abhängigkeit wie nahe das Quartalsende rückt). Dies wäre aber bei einer statischen, nicht rezeptbezogenen Frist der Fall!

b) Daher kann das Kriterium für die richtige Frist des kassenärztlichen Einlösungsrechtes von Rezepten nur rezeptbezogen ab dem Tag der AUsstellung lauten.

c) Die Argumente aus a) und b) finden ihre Bestätigung in folgendem praktisch relevanten Bespiel: Alle Rezepte, die am letzten Tag eines QUartals ausgestellt würden, würden dann noch am selben Tag bzgl. ihrer kassenärztlichen Einlöseberechtigung verfallen. Ein nicht nur sinnwidriges sondern auch absurdes Ergebnis, da dann kein Patient mehr Zeit hätte Rezepte in angemessener Zeit einzulösen. Auch für Notfälle (Ausstellung etwa 23.00 Uhr am letzten Tag des QUartals wären damit katastrophale Hindernisse zru Behandlung in den Weg gerollt!

FAZIT: MAN SOLLTE ANWORTEN NICHT NUR ZU RECHTSTHEMEN AUS PSEUDOLGISCHEN PARADIGMEN GEBEN, SONDERN UNTER ANWENDUNG SEINER EIGENEN LOGIKEN, DES SACHVERSTANDES UND NICHT ZULETZT AUCH MATERIELLER GERECHTIGKEITSERWÄGUNGEN. Wie meine Argumente zeigen, muss man nicht Jura studiert haben, um grob einzuschätzen, ob man im Recht ist. Zumindest ergibt meist schon das rationale Rechtsempfinden eines nüchternen, gerechtigkeitsorientierten Menschen dasseleb Ergebnis, was auf kompliziertem Wege die Rechtswissenschaft findet...

Also wenn hier im Forum mal alle die Finger von der Tastatur lassen würden, die keine Ahnung haben, dann wäre das eine echte Errungenschaft !!!

Vor allem, wenn dann auch noch den Apotheken unsaubere Arbeitsweise unterstellt wird ("Apotheken weigern sich").

Ausserdem finde ich es hochnotpeinlich, wenn für blödsinnige Antworten auch noch ein "DH" vergeben wird ...

So, sorry, das musste mal gesagt sein !

Kaesbrot hat ja schon versucht, Einiges klarzustellen ... ... aber offenbar wurden diese Antworten geflissentlich überlesen ... ...

Daher hier nochmal ein Anlauf:

Ein Rezept über ein Arzneimittel, das zu Lasten einer gesetzlichen Krankenkasse abgerechnet werden soll, ist VIER Wochen nach Ausstellung gültig (Ausnahme: BtM-Rezept, nur eine Woche) Sind die vier Wochen verstrichen, darf die Apotheke das Rezept beliefern, muss die Verschreibung aber wie ein Privatrezept behandeln => Patient zahlt voll. Ein Privatrezept ist sechs Monate nach Ausstellung gültig, danach darf auch dieses Rezept nicht mehr beliefert werden.

Die Quartalsregelung hat mit den Apotheken GAR NIX zu tun, es gibt vielmehr Regeln, wann die Rezepte nach Abgabe des Medikamentes spätestens bei der Kasse eingegangen sein müssen, aber das ist (glücklicherweise) nicht das Problem des Patienten.

Wen's interessiert: Geregelt sind diese Vorschriften in der Verschreibungsverordnung und in den Arzneimittellieferverträgen.

mfg

Nachtrag: Mittlerweile sind Privatrezepte nur noch drei Monate nach Ausstellung gültig !

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