Wie kann ich Panikattacken in der Öffentlichkeit verhindern?

4 Antworten

Hallo Robinhermann,

wenn du generell an deinen Ängsten arbeiten möchtest, ist auf jeden Fall der Gang zu einem Psychotherapeuten unabdingbar. (Es gibt übrigens einen großen Unterschied zwischen Psychologe, Psychiater (arbeitet mit Medikamenten) und Psychotherapeut(arbeitet OHNE Medis, dafür mit Gesprächen und Verhaltenstraining oder Hypnose etc.))

Dazu kannst du im Internet auf der Bundespsychotherapeutenkammer in deiner Nähe nach Therapeuten suchen. In deinem Fall empfehle ich dir eine Verhaltenstherapie oder, wenn du für so etwas offen bist, eine Hypnotherapie.

Wenn ich dich richtig verstehe, suchst du aber jetzt erst mal ganz praktische Tipps um im Alltag mit der Angst besser umzugehen. Meistens ist es so, dass nicht die Angstattacke selbst das Schlimme ist, sondern die "Angst vor der Angst". Die schilderst du jetzt ja auch, indem du sagst, dass du Angst hast, im Kino eine Attacke zu bekommen.

Würdest du diese Angst nicht haben, könntest du dich einfach ablenken durch das Kino und nicht an die Angst denken, dann würde auch keine Angstattacke aufsteigen. Dies ist aber nicht mehr möglich, da du schon mit dem Gefühl reingehst "ich werde bestimmt eine Panikattacke bekommen".

Helfen kann dir im akuten Zustand, dass du dich vollkommen auf deine Atmung konzentrierst. Atme tief in den Bauch ein und zähle beim Einatmen bis 3 und atme dann durch den Mund langsam wieder aus und zähle dabei bis 5. Konzentriere dich währenddessen voll und ganz auf das Zählen und die Atmung.

Eine andere Möglichkeit ist, dich auf deine verschiedenen Sinne zu konzentrieren. Das hilft dir dabei im "Hier und Jetzt" zu bleiben und nicht in deinem 'Angstfilm' abzurutschen. Dabei konzentrierst du dich voll und ganz auf das Hören und frage dich "was höre ich im Hier und Jetzt, wo bin ich laut dem was ich höre gerade", ebenso verfährst du mit dem Sehen, dem Fühlen, bei dem du dich in deinen Körper einfühlst, dich fragst ob du sitzt oder stehst usw.

Als letzte Möglichkeit gibt es noch die, dass du dich fragst, was dir Mut macht, was dich "am Leben" hält. Ein toller Job? Eine Freundin? Ein Haustier? Welche gute Freundin/guter Freund kann dich, wenn auch nur in Gedanken, beruhigen, dir Mut zusprechen? Ich hatte auch schon Klienten, die sich Witze ausgedruckt hatten und diese dann gelesen haben oder ein Bild von der Geliebten, also schau einfach selbst, was dir da hilft :)

Auf längere Sicht kann es dir natürlich helfen, dich zu fragen, welche Auslöser es gibt. Wann passiert es, dass du eine Panikattacke bekommst? Kannst du es vielleicht schon etwas einordnen? Platzangst? Fallangst?
Je nachdem, was für eine Art Angst du hast, können dir vielleicht auch Bachblüten behilflich sein. Schau mal hier: http://www.cysticus.de/schuessler-salze/beschwerden/angst.htm

Besonders bei ziemlich extremen Panikattacken, die Herzrasen verursachen kann dir Rock Rose helfen. Bei ganz konkreten 'kleineren' Ängsten oder Schüchternheit kann dir Mimulus helfen.

Und natürlich: Training, Training, Training! Stelle dich deiner Angst und beginne nicht alle Situationen zu vermeiden, die dir Angst machen.

Aber ich denke, da bist du auf einem guten Weg. Viel Erfolg und Spaß im Kino ;)

Hallo.Versuch das doch mal so: Nicht dagegen ankämpfen,sondern sag dir einfach"Oh, es geht mal wieder los.Na dann..." Und dann wartest du.Währ dich nicht,dass macht es schlimmer.

Und wenns dir dann mies geht,lenkst du dich ab: du kannst z.B. Grüne Sachen zählen, einen Liedtext im Kopf denken, dich umschauen, deine Fäuste ganz ganz fest ballen und wieder entspannen bis es besser wird, Atemtechniken ausprobieren, mit anderen Leuten reden...Musik höhren...

gehe zum arzt und rede mit dem darüber

Längst geschehen,  nur ist es schwer einen Termin bei Psychologen auszumachen.

Denk an etwas, das dich beruhigt

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