Wie kann ich meiner Freundin helfen, mit diesem Trauma fertig zu werden?

5 Antworten

Hallo Florian

Das Problem sind nicht die Vorkommnisse, sondern ihre unbewusste Grundeinstellung zu ihrem Leben. Da können auch viele angstmachende Faktoren in der Kindheit vorgekommen sein. Jetzt wirkt sich diese Angst vor Unsicherheit und Sterben in Panikreaktionen des Körper aus.

Am Besten hilft es, wenn die betroffene Person selbst erkennt, dass sie sich mit den Themen Sterben, Tod und Angst auseinandersetzen muss. Damit kann sie alte Inhalte, Verletzungen und Hilflosigkeitsgefühle entdecken und mit anderen stärkenden Erfahrungen und guten Gedanken neutralisieren.

Solche seelischen Auseinandersetzungen soll man jedoch nur mit einer guten und vertrauensvollen Begleitung in Angriff nehmen. z.B.

http://www.psychotherapie-beratung.de/loesung.html  

Du selbst kannst nicht viel machen, außer selbst möglichst natürlich, offen, wahrhaft und echt zu leben. Auf keinen Fall in die Rolle eines "Laienpsychologen" schlüpfen. Du bist nicht ihr Therapeut und darfst auch nie in diese Helfer-Rolle schlüpfen wollen!

Wichtig ist, dich selbst zuerkennen und auszusprechen, dass du deine eigenen Erfahrungen, Verletzungen und Ängste hast und ihre seelische Entwicklung nicht übernehmen kannst.

Zudem hast du genug zu tun, ihr gegenüber Geduld und Verständnis aufzubringen. Kannst natürlich zusammen in eine Paarberatung gehen, wenn es für euch beide o.k. ist.

Alles Gute mary

... gute Erfahrungen und Erfolge mit recht schnellen Fortschritten habe ich mit lösungsorientierter systemischer Beratung gesehen. z.B.

http://www.hess-psy.ch/

... und die Therapieform "Familienaufstellung". Jedoch muss da schon ein großes Maß Eigenarbeit und Belastbarkeit mitgebracht werden.  

Vielen lieben Dank für deine Mühe!
Ich werde ihr Morgen Abend in Ruhe deine Antwort zeigen und dann noch mal in Ruhe mit ihr sprechen. Danke danke.

Viele liebe Grüße
Flo

Hallo florian,

hat deine Freundin denn auch eine spezielle Traumatherapie gemacht? Das gibt es und es könnte in ihrem Fall sinnvoller sein als eine Therapie bei einem "normalen" Therapeuten. Rate ihr bitte zu, diesen Anlauf zu nehmen. Ich sehe sonst keine Möglichkeit, wie sie die Erlebnisse verarbeiten kann - auch nicht durch dich, so gut du es meinst. Aber diesen Rat kannst du ihr geben.

Liebe Grüße

Hallo, wird sich erstmal blöd anhören, aber reden ist dass wichtigste, und zwar mit einem menschen den man liebt, ist immer ein anderes gefühl als mit einem psychologen.

Wenn es wegen der arbeitskollegin ist dann würde ein arbeitsplatzwechsel sehr gut tun um nicht in der umgebung des geschehens zu sein solche sachen sind immer schwer zu verarbeiten und brauchen zeit.

Wegen ihrem ex, wenn ihr schon darüber geret habt was passiert ist, zeige ihr dass sie bei dir sicher ist und sie keine angst haben braucht, alles was an den ex errinern könnte wegschmeissen, bei diesen thema braucht man viel geduld jaa keine witze auch wenn sie nett gemeint sind es kann etwas enthalten was sie an ihn errinert

Und sport treiben allein oder gemeinsam das reduziert stress und macht den kopf klar

Hoffe ich konnte dir bisschen helfen, viel kraft und geduld

Danke dir für deine Mühe!
Viele liebe Grüße.

Flo

Man kein ein Trauma nicht einfach Überwinden. Du musst ihr immer wieder signalisieren dass alles ok sei und sei es noch so oft. wenn therapien nicht wirken muss es tief innen hängen. Gib ihr zeit und steh ihr zur seite.

Lg flo

Danke dir für deine Mühe!

Einer der größten Irrtümer bei traumatisierten Personen und leider auch bei vielen Therapeuten ist der, dass mit dem traumaauslösenden Ereignis irgendetwas nicht OK wäre.

So schlimm diese Ereignisse auch wahrgenommen werden und vordergründig auch sind (ich höre jetzt schon das Geschrei der Empörung), so sehr gehören diese Ereignisse zu dem, was das Leben ausmacht. Es stellt uns vor Herausforderungen (die wir nicht haben wollen) und lässt uns wachsen, was wir haben wollen (aber doch nicht so???!).

Mit anderen Worten: Ändere die Einstellung zum Ereignis des Schreckens und es verliert den Schrecken! Kann man nicht? Kann man!!! Die therapeutischen Erfolge sind schnell erreicht und nachhaltig.

Man kann natürlich auch auf seiner Meinung, dass das alles so schrecklich ist, hocken bleiben. Dann hat man natürlich Recht damit (und findet Unzählige, die einem dabei Recht geben und beipflichten), bleibt aber traumatisiert und OPFER des Ereignisses. Man hat die Wahl. Recht haben/behalten und leiden - oder Recht haben aufgeben und frei werden. Man beachte auch den Sekundärgewinn der Opferrolle; dieser ist oft riesig und steht einer Besserung im Wege.

P.S.: Eine Angst vor Hypnose ist völlig unbegründet. Ein aufklärendes Gespräch darüber genügt in der Regel, um diese Angst aufzulösen, da die Angst nur durch falsche Vorstellungen entstanden ist.

Ich sehe hier allerdings auch keine zwingende Notwendigkeit für den Einsatz von Hypnose. Es könnte jedoch durchaus beschleunigend wirken. 

Nach einem Jahr noch immer traumatisiert - brauche ich professionelle Hilfe?

Hallo zusammen.

Seit Herbst 2009 habe ich einen Traum, einen richtigen Lebenstraum, einen Traum von dem ich dachte, dass ich bereit wäre, alles zu tun, um ihn mir zu erfüllen. Und zwar möchte ich lernen, eine Wingsuit zu fliegen, weil sie für mich die Erfüllung eines Menschheitstraums ist - fliegen, ohne von tonnenweise Stahl umgeben zu sein. Die Wingsuit ist für jemanden, der fliegen möchte, meines Erachtens das, was der Schwimmanzug für einen Schwimmer ist, während ein Flugzeug eher mit einem Boot vergleichbar wäre - kein direkter Kontakt mit dem Medium.

Im Herbst 2012 beschloss ich, die Sache anzugehen und nahm mir vor, mich im Sommer 2013 zum Fallschirmspringer ausbilden zu lassen. Ich fragte einen Kollegen von mir, ob er nicht auch mitmachen wolle und er war sofort begeistert. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir uns direkt für die Lizenzausbildung angemeldet, er bestand hingegen darauf, zuerst einen Tandemfallschirmsprung durchzuführen. Da ich nicht "eine Erfahrung ärmer sein wollte, als er", ließ ich mich dazu überreden.

Am 19. Mai 2013 war es soweit. Wir fuhren zu einem Sprungplatz und ließen uns aus 4.000 m Höhe nach unten bringen. Für mich lief der Sprung äußerst sauber, für meinen Kollegen allerdings nicht, was daran lag, dass er auf dem Weg nach unten das Bewusstsein verlor und es erst wiedererlangte, nachdem sein Tandemmaster ihn aus dem Gurtzeug befreit und seine Beine angehoben hatte, damit das Blut ins Hirn fließt.

Er wollte daraufhin verständlicherweise nicht mehr springen. Das Problem ist, dass mich der Vorfall ebenfalls "blockiert" hat, wohl auch weil ich bereits achtmal in meinem Leben "spontan" (also ohne zugrundeliegende Erkrankung) das Bewusstsein verloren hatte. Das letzte Mal ist allerdings auch schon mindestens acht Jahre her, ich denke das reicht, um davon auszugehen, dass es mich nicht mehr betrifft.

Bei der obligatorischen Tauglichkeitsuntersuchung beim Sportmediziner habe ich diese Vorfälle und auch sonst alle bekannten Erkrankungen wahrheitsgemäß angegeben und wurde trotzdem für tauglich befunden. Aus medizinischer Sicht spricht also absolut nichts dagegen, dass ich fallschirmspringen gehe. Trotzdem bin ich seit dem Vorfall nun "blockiert" und kann mir nicht mehr vorstellen, aus einem Flugzeug zu springen.

Am 24. August 2013 überwand ich meine Ängste und sprang erneut am selben Flugplatz und mit dem selben Tandemmaster. Der Weg nach oben war der reinste Horror. Als ich draußen war, fiel der größte Druck von mir ab und natürlich lief wieder alles sauber. Trotzdem wurde es langfristig mit der Angst nicht wirklich besser.

Am 8. Februar 2014 buchte ich 15 Minuten in einem Windkanal und ließ dort einen Großteil der Freifallausbildung bereits simulieren. Am 3. Mai 2014 werde ich dorthin zurückkehren. Ob das meine Blockade lösen wird ist zumindest fraglich.

Komme ich um einen Psychologen nicht herum? Zahlt die Krankenkasse so etwas? Ist ja schließlich nur für ein "Hobby". Erfolgsaussichten? Alternativen?

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