Wie habt ihr aufgehört zu Rauchen?

Das Ergebnis basiert auf 27 Abstimmungen

von jetzt auf nachher einfach aufgehört 55%
anders, nämlich so.... 40%
langsam reduziert 3%
Mit Kaugummi 0%
Mit Pflaster 0%

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

(Fortsetzung)

Wenn Du Unterstützung in einem Forum wünschst, dann google mal mit

rauchfrei info forum

oder

nichtraucherforum rauchfrei

oder

kicknic forum

Dort gibt es sehr gute Foren, in denen sich Aufhörwillige einander liebevoll unterstützen.

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Und hier findest Du kostenlose und kompetente Beratung und weiterführende wertvolle Infos (wie z.B. das Rauchertelefon des dkfz):

http://de-de.help-eu.com/pages/Ich-m%C3%B6chte-aufh%C3%B6ren-arreter-3.html

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Vermutlich hast Du Befürchtungen und viele Fragen rund ums Rauchen und Aufhören, die hier sicherlich alle beantwortet werden, google mit:

rauch-frei info nikotin wirkung handlung

(genau so die Wörter)

Weiter unten auf der Seite findest Du zwei Links. Der zweite führt zu sieben Kurzfilmen der Klinik Heidelberg (findest Du auch, wenn Du googelst mit

thoraxklinik heidelberg praevention Filmseite

und dann "Ohne Kippe" anklicken).

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Nun zu guter Letzt die erfreulichen Aussichten - google dazu mit

stern wie sich der körper rauchfrei regeneriert

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Bitte Deine Freunde, in Deiner Gegenwart nicht zu rauchen. Denn auch das Nikotin, dass Du so nebenbei einatmest, kann schon süchtig machen.

Wenn Freunde sich einen Spaß machen und bieten Dir eine Zigarette an, obwohl oder gerade weil sie wissen, dass Du nicht mehr rauchst - dafür hat hier jemand mal einen sehr wirkungsvollen Tip gegeben:

Zigarette annehmen und in den Fingern zerbröseln. - Sehr schnell hören diese gemeinen Scherze auf.

(Wenn es Dir in der Situation möglich ist, wasche Dir hinterher die Hände, damit der Geruch von den Fingern verschwindet. Seid Ihr draußen in der Natur, wische Deine Hände im Gras ab.)

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Bezüglich Nikotinersatzprodukte oder andere Medikamente (die z.B. in die Funktionen des Gehirns eingreifen) empfehle ich Dir, vorsichtig zu sein. Vielfach werden von schweren Nebenwirkungen berichtet. (Solltest Du an sowas denken, dann google immer mit dem Produkt und setze hinzu "kritisch", "Nebenwirkungen" und "Erfahrungen" (immer einzeln) und lese alle Beiträge durch. Häufig werden in einigen Beiträgen derartige Produkte verharmlost, und in anderen sind dann schwere Nebenwirkungen zu lesen.

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Dein Wunsch ist ja, drogenfrei und gesund zu werden. Wäre ja blöd, wenn Du Dir durch Medikamente irgendwelche andere Schwierigkeiten ranziehen würdest.

Es geht ja auch ohne. Steigen z.B. Schwangere, sobald sie von ihrer Schwangerschaft wissen, aus der Nikotindrogensucht aus, nehmen die ja auch keine Nikotinersatzprodukte oder Medikamente, die in die Funktionen des Gehirns eingreifen, um nicht damit das Ungeborene in ihnen zu gefährden.

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Viele vor Dir sind aus der Nikotindrogensucht ausgestiegen! - Du schaffst es auch!

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Vielen Dank für den Stern!

ich selber habe nie geraucht, aber wenn ich mal so aus meinem Freundeskreis erzählen darf. Das efektivste ist, wenn man in einer kleinen Rauchergruppe sich vornimmt, gemeinsam aufzuhören und sich auch gegenseitig anspornt, durchzuhalten. Oder spiele macht wie "wer zu erst wieder raucht, muß etwas teures ausgeben (etwas, was auch ein bißchen wehtut)" usw. Die Sache hat aber auch einen Nachteil, den ich beobachtet habe. Wenn dann doch einer Rückfällig wird, ist es den anderen schlagartig auch egal und dann rauchen alle wieder.

anders, nämlich so....

...habe gemerkt, dass ich v.a. "situationsabhängig" mehr oder weniger starke Suchtgefühle hatte. Also z.B. immer am Abend im Ausgang rauchen heisst, dort hab ich immer viel mehr Suchtanfälle bekommen, als zu anderen Tageszeiten/Situationen. Ich habe dann einfach immer wieder mal meine Raucherzeiten geändert - sozusagen das Suchtzentrum in mir verwirrt. Dann ging das Aufhören plötzlich viiiel leichter.

von jetzt auf nachher einfach aufgehört

Seit ich weiss dass ich schwanger bin, hab ich sofort aufgehört zu rauchen, also jetzt ca. 2-3 Wochen bin ich schon rauchfrei, ich konnte es nicht mehr riechen, mir wurde schlecht usw. das einzigste was ich noch habe, sind leichte "Entzugserscheinungen", dass ich vom rauchen träume, oder von Zigaretten einfach nur, aber ich habe ja einen guten Grund erst gar nicht mehr anzufangen :-) Auch wenn ich nicht schwanger wäre, hätte ich versucht mit dem rauchen aufzuhören, ist ja schließlich auch meine Gesundheit. Aber vorher fiel es mir eindeutig schwerer, da ich es mehrmals versucht habe, und immer nur ein paar Stunden oder maximal 2-3 Tage geschafft hatte und dann wieder angefangen hatte, aber jetzt werde ich es nicht mehr anfangen...

Willst Du aufhören mit dem Rauchen? - Hier geb ich Dir ein paar Tips:

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DU MUSST ES WIRKLICH WOLLEN - Vielfach wird berichtet: die wirksamste Methode zum Aufhören sei die Schlusspunktmethode (Termin setzen, an dem Tag alle Tabakwaren wegwerfen, Aschenbecher raus aus dem Haus - und aufhören).

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Diese Bilder können eine gute Motivationshilfe sein:

http://weltderwunder.de.msn.com/mensch-und-natur-article.aspx?cp-documentid=12336662&imageindex=2

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Und lies den erklärenden Text unter den Bildern, wenn Du googelst mit

nichtraucherlunge raucherlunge vergleich

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Hier erfährst Du, wie Deine Lunge aufgebaut ist. Google mit

lunge aufbau wiki

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Wasser trinken ist sehr hilfreich. Beim Aufhören mit der Qualmerei lösen sich in Dir Giftstoffe, die der Körper abtransportieren will. Dazu braucht er unbedingt ausreichend Wasser. Normalerweise braucht Dein Körper täglich pro Kilogramm Deines Körpergewichts 30 ml Wasser:

50 kg = 1,5 Liter

60 kg = 1,8 Liter

70 kg = 2,1 Liter

80 kg = 2,4 Liter

usw.

Soviel solltest Du mindestens am Tag trinken. Und ganz besonders jetzt, das macht das Aufhören leichter, weil die giftigen Stoffe, die sich in Dir lösen, raus können (über den Urin, über das Schwitzen und über den feuchten Atem). Wenn Du salzreich isst oder viel Süßes, brauchst Du mehr Wasser.

(15 bis 20 Minuten vor jedem Essen ein bis zwei Gläser Wasser - zum Essen ist der Magen dann wieder leer.)

Ein sehr gutes Buch zu diesem Thema ist das von dem Arzt Batmanghelidj (gesprochen: bat-man-gsche-lidsch):

"Wasser - die gesunde Lösung"

Darin wird sehr gut erklärt, wie es dem Körper geht mit zu wenig und wie mit genug Wasser.

Er beschreibt viele Fallbeispiele, wie Menschen gesundeten, nachdem sie ihren Körper mit ausreichend Wasser versorgten und zweimal täglich eine halbe Stunde flott spazierengingen.

Dazu passt auch wiederum die Erkenntnis, dass leichter (!) Sport beim Aufhören die Entzugserscheinungen mindert.

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Hier hat auch schon mal einer geschrieben: Er hat in einer Dose, die er immer bei sich hat, alte Asche aus einem Aschenbecher. Und wenn er einen Schmacht bekommt, steckte er seine Nase in die Dose. Er schrieb: Mit der Zeit stinkt das immer ekliger, was ihm zeigt, wie gut er schon von der Qualmerei weg ist.

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Wichtig ist auch zu wissen, warum wir wie auf Gewohnheiten reagieren.

Wir Menschen haben in uns so etwas wie einen "Autopiloten", man kann auch sagen "Gewohnheitsviech". Dieser Autopilot ist sehr wertvoll, denn ohne ihn müssten wir täglich alles neu lernen: essen, sitzen, laufen, Nase putzen - einfach alles. Sobald unser Unterbewusstsein eine erlernte Handlung für lebenserleichternd oder lebenserhaltend befunden hat, wird diese Handlung in den "Autopiloten" integriert. - Nikotin manipuliert das Belohnungszentrum (Nucleus accumbens) im Gehirn, so dass Raucher schließlich (unbewusst) sogar fürchten, ohne Nikotin sterben zu müssen = Drogensucht. - Google hierzu mit

gehirn belohnungszentrum drogen nikotin

(die Reihenfolge der Wörter genau so)

Und wenn Du genaueres dazu wissen willst, google mit

nucleus accumbens bilder

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Willst Du nun eine fest integrierte Handlung im Autopiloten ändern, und das Unterbewusstsein sieht keinen zwingenden Überlebensgrund dafür, wird es versuchen, Dich (= Wachbewusstsein) mit aller Kraft daran zu hindern. Denn das Unterbewusstsein ist sich sicher, dass Du MIT dieser Handlung überlebst (schließlich lebst Du ja), und es weiß nicht, ob Du auch ohne diese Handlung überlebst. (Es will also Dein Leben schützen und weiß nicht, dass es das Gegenteil tut.)

Das Unterbewusstsein hat den Verstand eines etwa vierjährigen Kindes. Du als erwachsene Person, die erkannt hat, dass Rauchen Dein Leben gefährdet und krank macht und überhaupt willst Du jetzt damit aufhören, musst jetzt die Führung übernehmen.

Dazu brauchst Du Geduld und Durchhaltevermögen. - Das Unterbewusstsein ist natürlich nicht faul und versucht mit aller Raffinesse, Dich von Deiner Verhaltensänderung abzubringen (schließlich weiß es ja nicht, ob Du ohne Rauchen überlebst). Sei wachsam! Es wird sich vermutlich allerlei Tricks einfallen lassen, um Dich wieder zur alten Gewohnheit zu locken.

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Franz Wilhelm Bauer war selbst schwer nikotindrogensüchtig und wunderte sich, wieso es so schwer war, mit der Qualmerei aufzuhören. Er fing an, seine Motivation zu erforschen und fand heraus, dass er seltsamerweise Angst hatte vor dem Leben ohne Zigarette. Seine Erfahrungen und wie er es doch geschafft hat, schildert er in "Die Rauchgiftfalle - Die heimliche Angst der Raucher vor dem Nichtrauchen", ein sehr lesenswertes Buch mit Ernst und angenehmem Humor. - Er selbst ist schließlich an der (ehemaligen) Qualmerei verstorben. Und sein Wunsch war es, dass er dazu beiträgt, dass anderen sein Schicksal erspart bleibt.

Wenn Du vielleicht auf ZEN stehst, ist auch sehr schön zu lesen von Thorre Schlameus "ZEN oder die Kunst, vom Rauchen zu lassen". Dieser Autor übt sich in asiatischer Kampfkunst und nahm eines Tages verblüfft wahr, dass er in der Nikotindrogensucht hing. Die Art, wie er sich da herausgelöst hat und andere motiviert, es ihm gleichzutun, finde ich auch sehr lesenswert.

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Nikotin ist sooooo sehr giftig, dass der Körper es nach dem Rauchen blitzschnell abbaut. Es geht also weniger um den Nikotindrogenentzug, sondern hauptsächlich um die Änderung Deiner Gewohnheit (ist ja auch der Grund für Spielsucht). Es kann sehr hilfreich sein, wenn Du immer was zum Spielen, Kneten oder Malen greifbar hast, damit Deine Hände beschäftigt sind, sobald Du das brauchst. - Die Hauptaufgabe, die nun also vor Dir liegt, ist Deiner klaren Linie zu folgen, die Du Dir ja nun selbst gesetzt hast.

Unser "Autopilot" reagiert wie ein großer Dampfer auf dem Meer: Will der Kapitän (also Du) den Kurs ändern, muss er (anders als beim Fahren eines Autos) lange das Steuer in die neue Richtung lenken. Hält er das Steuer nur kurze Zeit (wie bei einem Auto) in die neue Richtung, ändert sich sein Kurs nicht.

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Die ersten 72 Stunden (= genau drei Tage) Abstinenz sind am schwierigsten, danach wird es leichter - bei einigen etwas leichter, bei anderen deutlicher. Die 72 Stunden musst Du am Stück (!) abstinent sein. Rauchst Du vorher, fangen die 72 Stunden von vorn an. (Genauso bei einem Rückfall, den Du hoffentlich nicht erleben wirst.)

Wichtig: Sei niemals ärgerlich auf Dich, wenn Du einen Rückfall hast (den Du hoffentlich nicht erleben wirst). Fange ganz geduldig neu mit den 72 Stunden an.

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Achte darauf, dass Du immer etwas greifbar hast, mit dem Du Deine Hände beschäftigen kannst (Handschmeichler, kleinen Ball oder Mini-Stofftier zum Fummeln, Kneten oder einfach so in der Hand halten, Stift und Mini-Notizblock zum Kritzeln und Malen …)

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Anfangs kann es hilfreich sein, blutgefäßerweiternde Genussmittel wie Kaffee und Alkohol wegzulassen. Denn Nikotin sorgt dafür, dass sich die Gefäße zusammenziehen (deshalb ja die Mangeldurchblutung mit der Gefahr von Schlaganfall, Herzinfarkt, Raucherbein ...). Dein Körper muss das Zusammenspiel zusammenziehen / erweitern neu einpendeln. - Google dazu mit

nikotin zieht gefäße zusammen

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Viele haben Angst, sie würden zunehmen. Das muss nicht sein - wichtig ist, dass Du die richtigen Informationen hast. Google dazu mit

rauchen 200 Kalorien

da kriegst Du viele wertvolle Hinweise. - Und damit Du siehst, was 200 Kalorien sind, google mit

wisegeek what-does-200-calories-look-like

und klicke dann wisegeek an. Hier findest Du haufenweise 200-Kalorien-Abbildungen.

Lass ein paar leere Kalorien weg (google mit: leere kalorien), gehe etwas mehr zu Fuß, fahre nicht sondern gehe Treppen usw. - und schon bist Du auf der sicheren Seite.

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Steck täglich das Geld, das Du früher für die giftige Droge ausgegeben hast, in ein Sparschwein und freue Dich darauf, was Du Dir davon kaufen wirst ...

UND:

Nimm Dir einen Taschenrechner zur Hand und rechne:

Euro Deiner täglich gerauchten Zigaretten

x

365 Tage

x

die Anzahl der Jahre, die Du bisher geraucht hast.

-

So viel hast Du der Nikotindrogenindustrie, der Tabakmafia geschenkt.

Nun rechne

x

20, 30, 40 oder 50 (Jahre),

so viele Euronen würdest Du in Rauch aufgehen lassen, würdest Du weiterhin qualmen (falls Du so lange lebst).

-

Nach einem aufsehenerregenden Prozess in den USA wurde die Tabakindustrie verurteilt, sämtliche Unterlagen ins Internet zu stellen. Prof. Adams von der Uni Hamburg hat mit seinem Team das gesichtet und eine sehr lesenswerte Dokumentation herausgegeben. Google einfach mal mit

Adams das geschäft mit dem tod

Die Tabakindustrie lässt für sich hoch bezahlte Drogendesigner arbeiten, die dafür sorgen, dass ihre "Kunden" (richtig: Opfer) so süchtig wie möglich werden (in 10 Jahren wurde HEIMLICH der Anteil des Nikotins um 10% erhöht, um auch aussteigewillige "Kunden" bei der (Zigaretten-)Stange zu halten. - Google dafür mal mit

nikotin heimlich erhöht

Gleichzeitig soll die Nikotindroge die "Kunden" möglichst nicht töten, denn nur ein lebender "Kunde" ist ein zahlender "Kunde".

Außerdem wurden von der Tabakindustrie hochrangige, angesehene "Experten" bestochen, damit diese Gutachten fälschen. Damit wurden jahrzehntelang die Verstände der Politiker und Medienleute vernebelt. Das kannst Du nachlesen, indem Du googelst

aerzteblatt vom teufel bezahlt

-

Nun entscheide selbst, wer soll Deine kostbaren Euronen die nächsten Jahre bekommen: Du selbst oder die kriminelle Tabakindustrie. - Seit dem Prozess in den USA darf man die Tabakindustrie offiziell "weltumspannende kriminelle Vereinigung" nennen!

Würde einer Deiner Freunde so mit Dir umgehen wie die Glück und Freiheit versprechende Tabakindustrie (so nach dem Motto "versprechen kann man sich öfter") - wie lange wärest Du mit der/dem noch befreundet?

(Fortsetzung)

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