Wie gut ist eine Erdmiete zur Lagerung und zum Frischhalten von Gemüse geeignet?

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Erdmieten haben vor allem den Nachteil, das Mäuse hineinkommen. Ich habe gute Erfahrungen mit einer ausgedienten Tiefkühltruhe in einem Schuppen gemacht. Ich hatte bis Ostern Äpfel (nur bestimmte Sorten). Auch Kartoffeln, Möhren, rote Beete, Sellerie u.a. halten sich in so einem Teil. Deckel einen Spalt breit offen lassen. Man kann auch ein Erdloch graben (etwa 1 - 1,5 Meter tief), in das man eine Kiste hinablässt. Darin kann man kurzzeitig alles lagern, was sonst ins Gemüsefach des Kühlschrank gehört. In der Praxis habe ich ein solches Erdloch aber nur auf einem Campingplatz ohne Strom (DDR) erlebt.

Eine Erdmiete kann durchaus sinnvoll sein, wenn man keinen Keller hat. Man legt sie in der Nähe des Hauses in Schattenlage an. Dazu hebt man rund vierzig Zentimeter tief Erde aus und legt als erstes Maschendraht hinein, um Mäuse abzuhalten. Dann kommt eine Schicht Sand oder Kies als Drainage, darauf eine Schicht trockenes Laub. Das Gemüse, das in der Erdmiete eingelagert wird, vorher nicht waschen! Auf das Gemüse kommt dann eine Schicht Stroh und darauf kann man eine Lage Maschendraht legen, der an den Kanten mit dem unteren abschließen sollte. Optimal wäre zum Schutz vor Nagern natürlich eine feinmaschige Gitterbox.

naja früher hat mans immer so gemacht, warum auch nicht, ist kühl und dunkel da. eigentlich die beste ökologische lösung, aber wenn man n (nicht zu neuen) keller hat kann man sich das eigentlich sparen

Diese Methode hat Gemüse jahrhundertelang vor dem Verfaulen bewahrt. Sollte also auch heute praktikabel sein. Nur: Der Qualität des Gemüses wird es nicht föderlich sein, man denke an die globale Erwärmung. Auch wenn da nix dran ist. Es gibt Kühlschrank/Kühltruhe, sie sind erheblich besser zur Konservierung geeignet.

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