Wie genau ist eine Versteifung des Fußgelenks in ungünstiger Stellung definiert?

2 Antworten

Ich habe jetzt gelesen, dass es wohl um das Merkzeichen G geht. Hier sind die Richtlinien ca 2 km in 30 min gehen können, wenn nicht, ist das Merkzeichen G angebracht. Grobe Richtlinie ist eine Behinderung des Gehapparates alleine mindestes 40, bei insgesamt Grad der Behinderung mindestens 50. Es kommt nicht unbedingt auf einen genauen Winkel einer Versteifung an, sondern ob die Person sich ausreichend im Straßenverkehr bewegen kann oder nicht, und wenn man ein betroffenes Gelenk hat sieht das anders aus als bei jemand, der an beiden Beinen mehrere beeinträchtigte Gelenke hat. Daher ist es die Aufgabe des Gutachters, zu einer Gesamtbewertung zu kommen, und eine genaue Definition des nachgefragten Begriffes wird nicht unbedingt dabei helfen, sich das Merkzeichen im Ausweis zu erstreiten.

Die Versteifung des Gelenkes bedeutet, dass dieses nicht mehr beweglich ist. Entweder durch krankhafte Vorgänge (Fraktur und Fehlheilung z.B.), aber auch als therapeutische Maßnahme kann ein Gelenk versteift werden, weil eventuell die Bewegung schmerzt oder bei Verletzung und Infektion keine zufriedenstellende Funktion mehr herzustellen ist. Dann ist es besser, man kann das Gelenk nicht bewegen als dass es immer wehtut oder instabil ist. Natürlich sollte das Gelenk in einer für die Bewegung günstigen Stellung fixiert werden (so dass der Gang so wenig wie möglich beeinträchtigt ist) und nicht in Spitzfußstellung oder irgendwie seitlich geknickt, weil die Fehlbelastung von Fuß und anderen Gelenken (Knie, Hüfte) dann zu Folgeschäden führt. Gerichtlich ist es nur bei Schadenersatz oder Grad der Behinderung relevant, und hier ist die Beurteilung auch von anderen Faktoren mit abhängig.

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