Wie genau funktioniert Blut abnehmen?

5 Antworten

Also am besten nimmst du aus der Ellenbeuge Blut ab. Legst eine Staubinde an, am Oberarm etwa eine halbe Hand breit über der Ellenbeuge. Dann ertastest du eine gute Vene und desinfizierst einmal gründlich drüber. Sauber abwischen zum Entfetten und dann erneut desinfizieren und das einwirken lassen. Wenn du noch ungeübt bist, solltest du die Stauung nun noch mal lösen, bis du dein Entnahmesystem vorbereitet hast, ansonsten kannst du gestaut lassen. Dann hängt es davon ab, ob du mit einem Vacutainersystem oder mit Monovetten Blut abnimmst und mit was für einer Kanüle. Für den Anfang würde ich zu einem Butterfly raten. Wenn du Vacutainerröhrchen nimmst, mußt du auf eine Plastikhülse einen Lueradatpeter schrauben, dann kannst du dort das Butterfly aufstecken. Wenn du kein Butterfly hast, kannst du auch auf die Plastikhülse eine doppelendige Kanüle schrauben. Dann Stauung wieder anziehen, falls noch nicht getrockent, das Desinfektionsmittel einmal sauber von oben nach unten Abwischen ohne zu schmieren und dann mit der Nadel an die Vene gehen, Schliff zeigt nach oben. Dann in Flußrichtung die Vene punktieren. Wenn du ein butterfly benutzt, siehst du schon, ob du richtig drin bist, weil etwas Blut in den Plastikschlauch fließt. Ansonsten mußt du es im Gespür haben. Dann wichtig, Nadel gut fixieren, damut du sie nicht beim Röhrchenwechsel rausziehst oder weiter reinschiebst und dann verschieden Blutröhrchen der Reihe nach in die Plastikhülse stecken und sobald das Blut fließt, die Stauung lockern. Wenn ein Röhrchen voll ist, Aus der Hülse ziehen und ein paar mal über Kopf schwenken. Wichtig ist, daß du, falls du auch ein Citrat-Röhrchen abnimmst, dieses auf keinen Fall als erstes abnimmst. Außerdem muß das Citrat-Röhrchen immer voll sein, da es da auf das Mischungsverhältnis ankommt. Ähnlich ist es auch, wenn du mit Monovetten abnimmst. Nur, daß du das Blut selber aspirieren mußt. Langsam den Stempel nach hinten ziehen, bis er einrastet, dann kannst du ihn auch abbrechen. Wenn das Röhrchen voll ist, das nächste nehmen. Auch da gilt das, was ich vorhin über das Citratröhrchen gesagt habe. Wenn du mit der Entnahme fertig bist, hälst du einen Tupfer über die Stelle, wo die Nadel sitzt, aber noch nicht draufdrücken. Nadel vorsichtig rausziehen und anschließend mit dem Tupfer drauf drücken. Dann am besten den Patienten bitten, daß er selber fest drauf drück und dabei den Arm gestreckt läßt. Und die Kanüle gleich in einen Abwurfbehälter für spitze Gegenstände entsorgen. Wenn der Patient dann eine Weile drauf gedrückt hat (so nach 1 bis 2 Minuten) kannst du ihm ein Pfalster drauf machen. Und wichtig. Röhrchen entweder noch ver der Entnahme oder unmittelbar danach ordentlich beschriften oder mit Aufkleber versehen.

So Leute. Ich bin Krankenschwester und zwar eine sehr gute. Und was ich perfekt kann, ist Blut abnehmen und Braunülen legen. Der Schwachsinn von wegen in der Ellbeuge.. ich kann es nicht mehr hören! Es gibt keine schlechten Venen! Nur Leute, die da zu viel Brimborium drum machen, weil es Ihnen keiner zeigt. Jeder sticht in die Ellbeuge und wundert sich dann, wenn bei vernarbten Venen nichts mehr geht. Da ich vor 4 Tagen selbst operiert wurde und bei überaus guten Venenverhältnissen für eine einzige Blutentnahme 4 x gestochen werden mußte, hiervon auch noch Hämatome behalten habe (!); wobei zwei Versuche in der Ellbeuge ! stattgefunden haben werde ich Euch ab Dienstag nächster Woche eine Anleitung in youtube zur Verfügung stellen. Mann kann Patienten und sich selbst viel Streß ersparen , wenn man ein paar psychologische und physiologische Kenntnisse anwendet und ich garantiere Euch, daß Euch die Patienten lieben werden. Jeden Tag in der Arbeit wenn ich Blut abnehmen muß, sagen 80 % der Patienten, daß sie schlechte Venen hätten, (wurde ihnen gesagt)... und welch ein Wunder, meist merken sie nicht einmal, daß diese schlechten Venen gerade punktiert wurden. Ich hoffe, daß es Euch ab Dienstag mit meinen Tips besser gehen wird. Liebe Grüße MArtha

Wenn Du Dir nicht sicher bist, frag nochmal Deinen Chef/in. Normal mit den üblichen Monovetten die Du Dir ja vorher bereit legst. schau vorher genau, welche Parameter im Labor bestimmt werden sollen, damit Du alle Monovetten parat hast. Hinterher kannst Du nichts mehr umfüllen. In manchen Praxen wird statt mit einer Kanüle mit einem Butterfly Blut abgenommen, ich finde ein Butterfly eignet sich besser als ein Kanüle für Anfänger. Außerdem ist es für den Patienten schonender, da Du nicht direkt an der Kanüle wackeln musst während Du die Monovetten tauschst. Achte unbedingt darauf, dass Du ERST die Stauung löst, bevor Du die Kanüle/Butterfly aus der Vene ziehst, ansonsten gibt es ne ziemliche Sauerei. Handschuhe und desinfizieren der Einstichstelle VOR dem Blutabnehmen nicht vergessen. Noch ein kleiner Tipp: Die Venen die man sieht, sind nicht immer die Besten, geh mit Gefühl dran und taste die Vene ab, bevor Du Dir Handschuh anziehst. Viel Erfolg, jeder fängt mal an. Allerdings durfte ich die ersten Male bei meinem Chef selber Blut abnehmen.

Die Monovetten kennst Du alle? Ansonsten hier nochmal ne kleine Hilfe. Citrat-Monovette (grün)(z. B. für Quick-Bestimmung) EDTA-Monovette (rot) (z. B. für das Blutbild) Heparin-Monovette (blau) (z. B. für CRP-Bestimmung) Serum-Monovette;(weiß) (z. B. für Infektionsserologie) Serum-Gel-Monovette (z. B. ebenfalls für Infektionsserologie) BSG-Monovette (lila) (für BSG-Bestimmung) Urin-Chemie-Monovette (für die chemische-Bestimmung) Urin-Bakteriologie-Monovette (für die bakteriologische-Bestimmung)

Ich bin etwas irritiert! Was bist Du? Offensichtlich keine Krankenschwester. Wenn man damit beruflich zu tun hat, übt man das dann nicht eventuell an einer "Testperson" (z.B. Kollegen, Familie oder so), statt am richtigen Patienten!? Mir gruselt gerade ein bisschen ... Vor allem, dass Du hier Laien fragst und es nicht besser von geschultem Personal zeigen lässt.

Genau - beruflich. Da erinnere ich mich meiner Frage, die ich einem inkompetenten Notarzt mal fragte... Was machen Sie denn so beruflich .. Antwort: der Blick, wie 90 Meter Feldweg ! Komm, kriegste `n Daumen !

Nein, meist lernt man es schon am Patienten selber, wie alles andere in der Arztpraxis auch. Aber in der Berufsschule lernt man es an einem Gummiarm, wo man vorher schon gut dran testen kann.

also, Krankenschwestern "üben" sowas normalerweise in ihrer Ausbildung. Famulanten, sprich Medizinstudenten aber oft nicht. Die dürfen vorm Physikum in ihren klinischen Praktika kein Blut abnehmen, danach wird es vorausgesetzt.

Ich würd' mich einfach mit netten Krankenschwestern gut stellen, mir das erst mal zeigen lassen, später unter Assistenz "üben".

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