Wie gehe ich am besten mit der Diagnose Krebs um?

5 Antworten

nö, die Sache realistisch und neutral beachtrachten. Ist eine Tatsache, die du nun einmal nicht ändern kannst. Weiß jetzt nicht, was für Krebs du hast und in welchem Stadium genau du bist. Aber wenn der Arzt sagt, man kann da noch was tun, dann ist das doch gut. Laß dich einfach auf die von ihm vorgeschlagene Therapie ein und wart ab, wie sich das weiter entwickelt. Ist ja nicht so, daß du deshalb morgen sterben mußt.

Hallo Lina, einer unserer Freunde hat diese Diagnose vor etwa einem Jahr bekommen. Erst hatte er furchtbare Angst und Panik und die merkwürdige Reaktion mancher Zeitgenossen trug sogar dazu bei, dass er die Schuld bei sich selbst suchte. Zum Glück ließ er sich auf Gespräche mit uns ein und wir entwickelten gemeinsam einen Plan, wie man alles regeln kann, auch als er im Krankenhaus war. Es kamen sehr viel verschiedene Gefühlsreaktionen, aber im Endeffekt schaffte er einen optimistischen Durchbruch, stellte seine Lebensweise auf gesund um- und das nicht nur durch gute Ernährung. Er hörte auch mehr auf sich und seine Bedürfnisse. Momentan ist er der Sieger, denn es ist nichts mehr nachzuweisen. Ich glaube auch fest daran, dass es so bleibt, denn die Psyche beeinflusst den Körper viel mehr, als wir uns vorstellen können! Ich rate Dir, Dir ebenfalls Ansprechpartner zu suchen, bei denen du dich ausheulen kannst, die dir aber auch Mut machen und dich zum Leben anregen- egal, ob dies Freunde sind oder eine Selbsthilfegruppe, die weiß, was du durchmachst. Wünsche dir das Allerbeste!

Ich habe mit meinem Leben die Erfahrung gemacht, daß jede Krankheit eine Botschaft an Dich selber ist, daß in Deinem Leben etwas nicht stimmt. Wir haben alle eine Seele, die wenn wir sie nicht wahrnehmen, dann im körperlichen etwas zur Sprache bringen will. Wir schalten viel zu oft unsere Empfindungen aus und sind nicht in Kontakt mit unseren Gefühlen. Mach Dich auf die Reise zu Dir selber, finde heraus, was Dir bisher gefehlt hat, was Du nie ausgesprochen hast, wo Du mehr zum Gefallen anderer gelebt und gehandelt hast, was Du aus Angst vor Reaktionen der Gegenseiten nie Dich getraut hast, auszusprechen. Lerne Dich selber zu lieben. Etwas versucht Dich in Form des Krebses vom Inneren her aufzufressen. Wenn Du Dir diese Frage beantworten kannst und willst, dann gehst Du einen straken Weg in Richtung Heilung. Nur auf Ärzte zu hören und Dich nicht beginnen, mit Dir selber und Deinen Lebensumständen zu beschäftigen, sie kritisch zu betrachten und Dinge zu verändern, wäre ein großer Fehler.

Hallo Lina,ersteinmal erlaube Dir am Boden und traurig zu sein. Es ist ein Schock so eine Diagnose zu bekommen. Du wirst bestimmte Phasen der Trauer, Wut und Verzeifelung durchleben. Aber da ist auch noch die andere Seite, die Hoffnung, Zuversicht, Mut und auch Kampfgeist.Eine Selbsthilfegruppe ist gut, aber ein guter Psychotherapeut finde ich noch besser. Dir steht diese Behandlung nach der Diagnose zu. Keine Angst vor einer Therapie. Sie wird Dir helfen. Du brauchst nicht nur die Medizin für den Körper, sondern jezt auch Medizin für die Seele. Es gibt auch einige gute Bücher, die die Gesundung von krebskranken Menschen beschreiben. Ich wünsche Dir viel Kraft und die richtigen Menschen um Dich herum. Alles Liebe von mir.

Der Zusammenbruch war genau richtig bei der Diagnose. Aber jetzt heißt es so optimistisch wie möglich nach vorn zu schauen und den Kampf aufzunehmen, zumal die Prognose ja gut ist. Zur Stärkung kann Dir bestimmt eine Selbsthilfegruppe in Deiner Stadt helfen. Ich drücke Dir die Daumen. LG

Mein Vater hat krebs es tut so weh?

Mein Vater hat inoperablen Krebs, es ist das Endstadium. :( Ich kann nachts nicht mehr schlafen, heute musste ich nach einer langen Weile gefühllosem Zustand weinen. Es tut so weh :( Der Kontakt mit Geschwistern untereinander ist seltsam wir benehmen uns zzt sehr distanziert zueinander. Es werden nur Ablauf (Krankheit) besprochen. Ich bin sehr sehr enttäuscht von Verwandten und engem Freundeskreis, die Freunde meiner Eltern haben sich auch distanziert. Als ob mein Vater eine ansteckende Krankheit hätte. Zum glück bin ich nicht redebedürftig, aber wenn es so wäre... die Menschen gehen einem einfach aus dem Weg (vom Gefühl). Seit mein Vater Krebs hat (über 4 Jahre) bin ich regelmässig beim Blut spenden. Ich will anderen Menschen helfen können. Das schlimme ist, man wird feinfühliger, ich nehme auch im Bekanntenkreis viele viele Menschen wahr, die auch Krebs erkrankt sind. Oft sind es nichtmal ältere Menschen :( ......naja jedenfalls war ich heute beim Blut spenden, ich muss so komisch in der Liege geguckt haben, mich haben 2 Schwestern gefragt, ob es mir gut geht, ob mir schwindlig ist, beim 1. mal sagte ich noch alles okay, aber als die 2. schwester mich auch fragte, ob es mir gut geht, war ich so selbstüberrascht, wie komisch ich denn gucken muss... und auf die Frage konnte ich nicht antworten. ich fing schluchzend an zu weinen, und sagte der Krankenschwester, dass mein Papa bald sterben wird, ich habe soviel geweint, es waren über gefühlte 20 Leute in diesem grossen Raum, es war noch eine innere Stimme, die zu mir sagte, "hör auf zu heulen das ist peinlich" aber ich konnte nicht. Seit dem Gefühlsausbruch gehts mir ganz komisch, ich weiss einfach nicht wie ich damit umgehen soll. diese schlaflosen nächte. Jedenfalls möchte ich allen viel Kraft wünschen die dasselbe wie ich durchmachen. Ich drücke euch.!! Nun auch ne Frage ... wie geht ihr betroffenen damit um, verdrängt ihr die trauer, bis es soweit ist, oder lässt ihr euren gefühlen freien lauf, redet ihr darüber, oder macht ihr alles mit euch selber aus?

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