Wie erlebt eigentlich ein Epilepsiepatient einen Anfall?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der Kranke, wenn es sich um Grand -Mal Anfälle handelt merkt selbst nichts vom Anfall, weder den Sturz oder sonstiges. Leider nach dem Anfall eben Muskelkater, Kopfschmerzen und wenn man sich verletzt hat natürlich die Schmerzen. Man schläft auch einige Zeit nach dem Anfall und man kann sagen, dass der Tag für den Kranken dann gelaufen ist. Man ist müde und kaputt, ohne Verletzung. Oft hat man auch einen Zungenbiss, der aber schnell wieder heilt. Was man nicht machen soll? Niemals etwas in den Mund stecken, dass ist veraltet. Man kann nicht nur Zähne damit abbrechen sondern sogar den Kiefer brechen.

Bei fremden älteren weiss man ja nicht ob es Zahnprothesenträger sind. Diese könnte man tief im Hals schieben wenn man versucht einen Beißkeil oder anderes in den Mnd zu stecken. Man soll den Kranken in die Seitenlage legen und ein Kissen, Jacke, was man hat unter dem Kopf legen. Den Schaum immer mit Taschentuch oder anderes abwischen. Die Beine wenn man es schafft übereinander legen, so kann sich der Kranke nicht umdrehen. Man kann den Kranken ruhig anfassen zb. an den Armen aber nicht die Arme versuchen in eine anderen Position zu bringen. Auf die Uhr sehen wie lange der anfall dauert. Dauert ein Anfall länger als 3 Minuten solle man einen KW rufen. Ansonsten ist es nicht notwendig einen KW zu rufen. Der Kranke selbst weiß um seine Krankheit. Bei Fremden in die Hose, Jackentaschen guucken ob er/sie einen Epilepsieausweiß bei sich trägt oder einen Zettel mit Angabe. Wenn ja, weiß man, wie die Person heißt, wo sie wohnt, wen man anrufen kann - Angehörige - und man weiß um welche Anfälle es sich handelt, ob man ein Notmedikament geben soll - immer erst nach dem Anfall. (Wenn man es aber schafft auch während des Anfalls, so kann der Anfall gestoppt werden. Das sind meist weiche Kapseln die man einfach in den Mund steckt. Diese lösen sich selbst auf und verhindern einen weiteren Anfall, oder stoppen einen Anfall. Es gibt auch Zäpfchen , aber bei Fremden würde ich niemals die Person auf offener Strasse ausziehen. Dann abwarten ob der anfall nach maximall 3 Minuten vorbei ist. Nach dem Anfall sollte man 3 Fragen stellen. Wie heißt du, wie alt bist du, wo wohnst du? Kann er/sie es beantworten ist kein KW nötig. Man bietet Fremde Personen an diese nach Hause zu bringen oder ein Taxi zu rufen. Oder eben Angehörige informieren. Man muss den KW rufen, wenn die Person nicht aus dem Anfall heraus kommt, sich verletzt, (nicht Zungenbiss, der ist nicht so schlimm), wenn die Person nache dem Anfall durcheinander redet. Auf der Strasse kann und soll man immer andere Passanten um Mithilfe bitten, in Geschäft fragen ob man dort eine Decke, Kissen hat. Denn nach dem anfall Person immer warm halten.

Ich habe diese Infos durch einen Freund der an Epilepsie leidet, und bei youtube erklät Thalea Ray per mitten im Anfall alles geschrieben was man machen soll. Gukce da sonst mal rein. Ist gut erklärt wobei ein Anfall im Hintergrund abläuft.

Wie hilft man bei einem epileptischen Anfall. Kleine Tipps.

Kann den Link nicht kopieren. Autogurt

Bei einem solchen Grand Mal-Anfall bekommt der Epileptiker überhaupt nichts mit, Allenfalls die Aura, die dem Anfall vorausgeht. Das ist ein Vorbote des Anfalls, der ganz unterschiedlich aussehen kann, aber meist ein außergewöhnliches Erlebnis ist. Man erlebt seine Umwelt oft verändert, Farben, Gerüche oder Geräusche sind intensiven, es ist ein tolles Gefühl, wie ein Trip. Im Moment des Anfalls sind Epileptiker bewußtlos. Danach kann man sich an den Anfall auch nicht erinnern, zurück bleiben nur Muskelkater, zerbissene Zunge und ein ziemlich beschissenes Gefühl. Manchmal auch Knochenbrüche. Zumindest bei mir war das schon der Fall.

wie erlebt ein epilepsie-patient (s)einen anfall?-- gar nicht,du bekommst davon überhaupt nichts mit. du hast dann eine richtige "lücke",du weißt was vorher war,und das ab dem aufwachen sowieso. die zeit während des anfalls "fehlt" dir. manchmal merkt man als betroffener,dass ein anfall naht,man hat eine sog. aura. ich hatte sowas nur ein einziges mal. es war ein gefühl,dass irgendwas "anders" ist. ich kann das nicht genauer definieren,ob licht,geräusch,geschmack,geruch,nur dass plötzlich eine veränderung bzgl. der wahrnehmung eingetreten ist und dann ist es passiert. wenn man dann aufwacht ist alles ein bißchen "wie in weiter ferne",man braucht ein wenig um festzustellen wo man ist usw.. wenn es einen richtig "zerlegt" hat,so wie deinen nachbarn,dann bekommt man natürlich auch nach dem anfall erstmal nichts oder nicht viel mit. ich war zweimal in so einer situation, in der ich richtig blöd gefallen bin und dann mit dem rettungshubschrauber abtransportiert wurde. von der zeit des anfalls bis zum richtigen erwachen in der klinik ein paar stunden später habe ich nur kleine erinnerungsfetzen und nicht mal ein gesicht geschweige denn namen von den leuten,die mir damals geholfen haben. wie es aussieht hast du bei deinem nachbarn alles richtig gemacht. auf was zu achten ist,wurde von meinem vorredner ja schon schön und richtig erklärt.

Danke euch allen. Nun stehe ich vor dem Problem, das ich eigentlich 3 Antworten als hilfreichste Antwort auszeichnen müsste, da jeder erheblich seinen Beitrag dazu geleistet hat.

Während dem Anfall kann man als Ersthelfer relativ wenig machen. Das Einzige ist, den Patienten schützen und Gegenstände, an denen er sich verletzen könnte, auf die Seite räumen. Auf keinen Fall festbinden, festhalten nur, wenn er sich sonst verletzen könnte (z.B. wenn er auf der Trage liegt und runterfallen könnte).

Nach dem Anfall ist der Patient in der Regel in der Nachschlafphase, allerdings kann er auch bewusstlos sein (wenn ja -> stabile Seitenlage). Die Nachschlafphase kommt daher, dass der Patient durch die starken Muskelkrämpfe viel Energie verliert. Deswegen ist der Wärmeerhalt auch sehr wichtig, vor allem im Winter.

War es der erste Anfall, sollte man den Rettungsdienst verständigen oder ins Krankenhaus fahren, ist es schon öfters passiert und bekannt, kann man davon absehen (wenn es der Patient wünscht).

Mein freund hatte es auch muss jetzt tabletten nehmen ich habs einmal erlebt und möchte es nicht nochmal erleben -.-

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