Wie den Tod meines Vaters verkraften?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Mein tiefstes Beileid.
Du wirst es ganz sicher niemals richtig verkraften und bevor du das kannst solltest du es erst einmal verarbeiten. Darum trauert man. 3 Wochen/Monate/Jahre vielleicht?

Es kann leichter werden, wenn du erstmal aktzeptierst, aber dafür ist es sehr früh. Du darfst traurig sein.
Es wird leichter fallen, wenn du aktzeptieren kannst, dass ihr in einem guten Verhältnis standet. Und dass du dich nicht bei ihm verabschieden konnte, aber dass du und er zu jeder Zeit wusste... dass ihr euch nur das Beste wünscht.

Ich kann nicht verstehen wie du dem jetzt folgen solltest, aber bald bestimmt.

Linderung für die Hinterbliebenen! Er ist stolz auf dich...

Mein aufrichtiges Beileid!

Das tut mir wirklich leid, das ist furchtbar, da fehlen einem die Worte.

Ich weiß noch, als meine Mutter starb, und ich war schon über 40. Meine Mutter bekam eines morgens schwere Atemnot, ich rief schnell den RTW. ImKrankenhaus war es dann erst wieder besser, am nächsten Tag drohte sie zu ersticken und wurde ins künstliche Koma versetzt. Da wurde CT und alles gemacht und man diagnostizierte Bronchialkrebs im Endstadium. 5 Tage nach Krankenhauseinweisung war sie tot. Sie war 66, auch kein Alter, in dem man eigentlich schon stirbt.

Meine Kollegin starb letztes Jahr mit 56 an Leberzirrhose.

Aber dein Papa war ja noch jünger, das zerreist einem das Herz.

Nach dem Tod meiner Mutter war ich am Boden zerstört. Ich kann nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ich habe lange, lange Monate gebraucht, bis ich wieder schöne Seiten am Leben erkennen konnte.

Ganz wichtig ist es, wenn man mit anderen darüber sprechen kann. Da in deinem Alter kaum einer ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wende dich bitte an eine Trauergruppe. Da kannst du bei deinem Arzt oder beim Pfarrer nachfragen, an wen du dich wenden kannst. Das gemeinsame Verarbeiten der Trauer kann dir helfen.

Es gibt ja das Sprichwort "Die Zeit heilt alle Wunden". Da ist schon was dran. Aber wie lang die Zeit ist, kann keiner sagen. Irgendwann wirst du dich positiv an deinen Papa zurückerinnern und lächeln können über Dinge, die ihr zusammen gemacht habt. Du wirst dankbar sein, ihn gehabt zu haben.

Im Moment ist nur Schmerz. Aber der darf auch sein, und du musst auch weinen können. In ein paar Wochen versuche, auch anderes wieder zuzulassen.

Ich hoffe, du hast jemanden, der zu dir hält und dich in den Arm nehmen kann. Was ist mit deiner Mutter? Ihr geht es jetzt genauso. Haltet zusammen, und gebt euch gegenseitig Kraft.

Alles Liebe für dich. Und eins kann ich dir versprechen: Deinen Papa wirst du nie im Leben vergessen. Das geht gar nicht. Alles, was du mit ihm jemals gemacht hast, ist in dir drin, und wird da für ewig bleiben.

Ja. Auch wenn dir das im jetzigen Moment nicht so vorkommen mag.

Ich verlor mit 18 meinen Vater - da war er 56 Jahre. Meine Mutter starb 3 Jahre später mit 48.

Es tut weh, es ist schrecklich. Die Welt schein stehen zu bleiben auch wenn sie sich unaufhörlich weiter dreht...

Die nächsten Tage ziehen nur an Dir vorbei, ohne dass Du was anderes registrierst als diese unglaubliche Trauer und die Beerdigung. Wie ein Vakuum.

Mein Rat an Dich: Verarbeite es so, wie es Dir damit am Besten geht! Es gibt kein Richtig und kein falsch! Weine wenn Dir danach ist oder Schrei die Welt an. Mach meinetwegen Sport bis Dein Körper so weh tut wie deine Seele. Oder lieg ins Bett und starr die Wand an und denke an Papa.

Aber ganz wichtig bei allem: Redet darüber! Rede mit Deiner Mutter, mit Deinen Geschwistern! Redet, wie es Euch geht! Glaub mir, niemand muß stark sein oder seine Gefühle verstecken! Es geht jedem so grässlich wie Dir! Sprecht über Euren Vater wie er war. Weint und lacht über die so kurze Zeit, Die ihr mit ihm verbringen durftet!

Frag nie nach dem Warum: Du bekommst keine Antwort darauf und diese Frage macht Dich kaputt!

Auch wenn Dich und Euch Eure Trauer fast den Verstand rauben und das Herz zerbrechen mag: Das ist eben deshalb so schlimm, weil ihr ihn geliebt habt!

Das erste Jahr ist das schlimmste - weil man alles das erste mal ohne diesen geliebten Menschen alles neu und auch anders erlebt. 

Dein Papa wird Dich Dein ganzes Leben lang begleiten - auch wenn er nicht mehr da ist. Du hast mit ihm in dieser kurzen Zeit so viel erlebt, dass er dich in all Deinen weiteren Lebenserfahrungen immer noch zur Seite steht. Indem Du an ihn denkst, oder Dich fragst, welchen Rat er Dir geben würde. Oder auch, wie er sich mit dir freuen würde oder stolz auf Dich wäre. Auch wenn er nicht "da" ist.

Er ist immer bei Euch, auch wenn er nicht mehr mit Euch am Frühstückstisch sitzt. Er ist immer bei Euch, weil ihr an ihn liebt und an ihn denkt!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Mein Beileid. Ich kann verstehen, wie du dich fühlst. Ich hab vor vielen Monaten auch jemanden verloren und im Januar ist dann auch noch meine Freundin mit noch nicht einmal 30 Jahren gestorben. Sie war gerade mal so alt wie ich. Sie hatte einen tödlichen Krampfanfall. Mit ihrem Tod komme ich einigermaßen gut zurecht, aber mit dem anderen Verlust komme ich immer noch nicht klar, obwohl es schon länger her ist.

Viele Menschen gehen anders mit dem Tod eines Familienangehörigen um. Die einen verkraften es schneller, die anderen weniger und manche verkraften es auch gar nicht. Wichtig ist, dass du nichts verdrängst. Lass die Trauer zu. Wenn du weinen musst, dann weine. Wenn du wütend bist, dann lass es zu. Verdränge nur deine Gefühle nicht, weil das nicht gut für die Psyche ist. Das braucht jetzt erst mal Zeit. Lass dir Zeit, um zu trauern.

Rede in Gedanken mit deinem Vater und erzähle ihm alles, was du ihm sagen willst. Ich denke, er weiß, dass du ihn lieb hattest und dass du ihn immer noch lieb hast. Ich denke, er spürt deine Liebe. Rede auch mit Freunden und mit deiner Familie drüber. So könnt ihr vielleicht gemeinsam den Tod deines Vaters verarbeiten.

Mein aufrichtiges Mitgefühl.......

Der Verlust eines lieben oder geliebten Menschen ist immer hart. Das trifft einen wie ein Donnerschlag.

Er ist nur 51 Jahre alt geworden und ich bin 18 wie soll ich das alles verkraften?

Dein Vater war noch relativ jung, das ist richtig. Leider kann niemand das Ende bestimmen, es ist uns vorgegeben. Und ja, du wirst es verkraften. Es wird eine ganze Weile dauern. Deswegen ist es für dich wichtig, daß du dich jetzt anderen Menschen anvertraust.....deiner Mutter, anderen Verwandten, die dir nahe stehen.....deinem Arzt vielleicht, guten Freunden usw. Du mußt versuchen darüber zu reden. Das hilft. Woher ich das Weiß? Aus eigener Erfahrung.

Mein Mann war 7 Jahre schwer krank, ich habe ihn gepflegt und er ist mit 57, drei Tage vor seinem 58. Geburtstag gestorben. Mein jüngster Sohn war zu der Zeit 23 und seinen Papa doch sehr vermißt.

Auch seinen geliebten Opa mußte er gehenlassen, als er12 war. Das war sehr hart für ihn.

Die schönen Erinnerungen, die bleiben. Und das, was dir Schmerz bereitet, wird mit der Zeit weniger, es verblaßt.

Alles Gute für dich

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Was möchtest Du wissen?