Wie bekommt man Angstgefühle weg?

5 Antworten

Hallo sweetgirl, ich vermute, dein Leben ist nicht ausgefühlt genug und/oder du fühlst dich mit den Begebenheiten deines Alltags unwohl, deshalb befällt dich immer wieder die Angst. Eine Verhaltenstherapie bei einem guten Psychologen (Überweisung vom Hausarzt) würde dir sicher helfen.

Wie ist die Magenschleimhautentzündung diagnostiziert worden? Wenn es dir trotz Medikamenten nicht besser geht, musst du nochmal zum Arzt. Das muss nicht unbedingt zusammen hängen, aber psychische Probleme können schon Einfluss auf körperliches Befinden haben. LG, aurata

danke für den rat.. meine entzündung kommt daher weil ich vel probleme im psychischen hatte

Ich habe mit Mitte 20 ähnliches erlebt. Bei mir war es so, dass ich mit der "Gesamtsituation unzufrieden" war. Studium, Eltern, Freunde, unabhängig bzw. selbständig werden - alles lief irgendwie überhaupt nicht. Blöd war nur, dass ich meine Unzufriedenheit so verdrängt habe, dass sie mir selbst kaum bewusst war. Habe dann auch körperliche Symptome wie Magenreizung usw. bekommen. Aus der Erfahrung heraus kann ich Dir raten: vertraue zu 1000 % auf Deine Gefühle. (Ich meine dieses körperliche Grundgefühl, dass man immer hat und das gut oder weniger gut sein kann.) Wir wollen immer alles vernünftig betrachten und unsere Gefühle lenken oder ignorieren - das geht aber nicht, denn der Mensch ist sozusagen Gefühl. Der Verstand ist ein Hilfsmittel oder Werkzeug, aber man kann auf Dauer nicht leben, ohne die Macht des Gefühls zu akzeptieren. Das ist bislang viel zu wenig bekannt. Mir sind in letzter Zeit aber zwei Songs aufgefallen, die sich genau damit befassen und die meiner Meinung nach voll den Punkt treffen: "Herz" von SIDO und das geniale "Lied vom Scheitern" von den Ärzten. Alles Gute!

Wenn Du körperliche Ursachen durch eine eingehende ärztliche Untersuchung ausschließen kannst...

googel mal "somatic- experiencing e.V. Da findest Du eine gute Beschreibung über eine wirklich effektive und sanfte Methode zum Lösen von Schock-Traumatas und den sich daraus ergebenden Symptomen. Hat mir selber geholfen und nachdem ich die Ausbildung zum SE- Praktitioner gemacht habe , arbeite ich schon 3 Jahre mit erstaunlichen Erfolgen. Zum Teil lassen sich mit dieser Methode innerhalb einer/oder ein paar Stunden Traumasymptome lösen,(bei emotionalen Traumata kann es erfahrungsgemäß länger dauern) ohne durch belastende Gespräche retraumatisiert zu werden. Es ist sogar möglich ohne "erinnerbare Ursache" zu arbeiten. Klingt erstmal unglaublich - ist aber wahr. Leider ist die Methode in Deutschland noch nicht so verbreitet. Aber man findet auf unserer Vereinsseite auch Therapeuten deutschlandweit. Kann ich von Herzen weiterempfehlen!

Hier eine kurze Beschreibung der Methode: Somatic Experiencing

Die Verarbeitung von überwältigenden Erlebnissen, Schocktraumata wie Verkehrsunfällen, Stürzen, Operationen, schweren Krankheiten, von Missbrauch, Gewalt und Bedrohung, Verlust eines nahen Menschen, Naturkatastrophen, Krieg, u.a.m. erfordert bei nachfolgenden Hilfestellungen oder therapeutischen Maßnahmen eine besondere Sichtweise. Somatic Experiencing bietet die Möglichkeit, mit solchen Erfahrungen besonders behutsam, dennoch in der Tiefe erfolgreich zu arbeiten. Die meisten Therapiemethoden berücksichtigen in der Regel nicht in ausreichender Weise die während eines bedrohlichen Ereignisses ablaufenden körperlichen Reaktionen. Anders das von Peter Levine entwickelte Modell zur Überwindung und Integration traumatischer Ereignisse. Es beruht auf Verhaltensbeobachtungen in der Tierwelt. Der zugrunde liegende biologische Mechanismus geht auf das Jäger-Beute-Verhalten zurück, einen ursprünglichen Reiz-Reaktions-Zyklus mit grundsätzlich drei Optionen: Flucht-, Angriff- und Totstell-Reflex.

Tiere in freier Wildbahn sind zwar häufig lebensbedrohlichen Gefahren ausgesetzt, werden jedoch nicht nachhaltig traumatisiert, da sie über angeborene Mechanismen verfügen, die es ihnen ermöglichen, die hohe, im Überlebenskampf mobilisierte Stress-Energie wieder abzubauen. Zwar sind wir Menschen mit grundlegend gleichen Regulationsmechanismen ausgestattet, doch wird die Funktionsfähigkeit dieser instinktgeleiteten Systeme häufig durch den „rationalen“ Teil unseres Gehirns gehemmt und außer Kraft gesetzt. Dies kann bei uns Menschen dazu führen, dass die vom Körper im Alarmzustand bereit gestellte Überlebensenergie vom Nervensystem nur unvollständig oder verzögert aufgelöst wird. Der Organismus reagiert in der Folge weiterhin auf die Bedrohung der Vergangenheit. In diesem Falle sind die in der Gegenwart zu beobachtenden Reaktionsweisen, Verhaltensmuster, Überzeugungen, Gedanken und Gefühle der Person oft noch mit den erschreckenden Erfahrungen der Vergangenheit gekoppelt.

Für die Betroffenen entstehen oft verwirrende und auch beängstigende psychische und somatische Symptome. Diese zeigen sich, eventuell erst Jahre später, als Übererregbarkeit, Überaktivität, jähzornige Wutausbrüche, Ängste, Panik, Depressionen, Gefühle von Entfremdung, Konzentrationsstörungen, Dissoziation, Bindungsunfähigkeit, Schlafstörungen, Erschöpfung, chronische Schmerzen, Migräne, Nacken- und Rückenprobleme, Probleme mit dem Immunsystem oder dem Endokrinum, Burnout uvm. Trauma entsteht, wenn bei Überreizung des Nervensystems der ursprünglich natürliche Zyklus von Orientierung, Flucht, Kampf und Immobilitäts-Reaktion nicht vollständig durchlaufen werden kann oder gar nicht erst zustande kommt. Bei der Aufarbeitung der Folgen von Schock und Trauma muss deshalb die körperliche Reaktion auf das verursachende Ereignis als eigenes Phänomen verstanden und berücksichtigt werden. Gelingt es dem Menschen die biologischen Prozesse schrittweise und langsam zu vervollständigen, so kann die Person wieder Zugang finden zu ihren angeborenen, lebenswichtigen Reaktionsmöglichkeiten wie Orientierung, Flucht, Kampf, Verteidigung, und so ihre volle Lebensenergie zurückgewinnen, die zum Zeitpunkt der Überwältigung nicht zur Verfügung stand, bzw. eingefroren ist.

„Ein Trauma ist im Nervensystem gebunden. Es ist somit eine biologisch unvollständige Antwort des Körpers auf eine als lebensbedrohlich erfahrene Situation. Das Nervensystem hat dadurch seine volle Flexibilität verloren. Wir müssen ihm deshalb helfen, wieder zu seiner ganzen Spannbreite und Kraft zurückzufinden“. ( Peter Levine ) Mit SE wird das traumatische Ereignis körperlich und geistig „neuverhandelt“. Dabei ist nicht das Ereignis selbst entscheidend, sondern die Reaktionsweise des Nervensystems, d.h. wie die physiologischen Regulationskräfte des Nervensystems mit der Bedrohung fertig geworden sind. Mit SE ist es möglich, ohne Inhalt oder Erinnerung zu arbeiten, wenn das Ereignis emotional zu belastend erscheint. Eine mögliche Re-Traumatisierung bei der Aufarbeitung wird vermieden, indem die „eingefrorene“ Energie in kleinen Dosen „aufgetaut“ wird und schrittweise zur Entladung kommt. Durch das Aufspüren und Wiederbeleben dieser biologischen, körperlichen Abwehrkräfte, entsteht aus dem traumabedingten Gefühl von Lähmung und Erstarrung ein Gefühl von Lebendigkeit und eine Eröffnung von neuen Möglichkeiten und Lebensfreude. Die tief verankerten Nachwirkungen von Trauma können sich schonend auflösen.

Literatur:

Levine, Peter A./Frederick, Ann: Waking the Tiger, North Atlantic Books 1997 deutsch : Trauma-Heilung, Synthesis-Verlag 1999 Peter A. Levine, Maggie Kline: Verwundete Kinderseelen heilen, Kösel Verlag Peter A. Levine (Vorwort), Mira Rothenberg: Children with Emerald Eyes: Histories of Extraordinary Boys and Girls, North Atlantic Books, US Diane Poole Heller, Laurence S. Heller: Crash Kurs zur Selbsthilfe nach Verkehrsunfällen, Synthesis Verlag Michael Gershon, Sebastian Vogel (Übersetzer): Der kluge Bauch, Goldmann Verlag

nimm es mir nicht übel, aber vielleicht suchst du mal einen neurologen auf. gerade diese magengeschichten sind oft psychosomatisch, hat aber nix mit verrückt zu tun. wenn du dir was gutes tun willst, mach autogenes training und besorg dir johanniskrauttabletten oder informier dich über bachblüten bei einem guten heilpraktiker.

danke fürn rat

panik-attacken, angstneurose, herzneurose, cor nervosum, und so weiter - alle paar jahre benennt die medizin das problem anders, hoher blutdruck ist auch dabei. meist führt es dazu, dass die menschen von ärzten allmählich sechs bis acht medikamente nehmen müssen, wovon die mehrzahl wegen der nebenwirkungen der blutdruckmittel verschrieben werden.

was tun? leichter gesagt als getan: ein umfeld von menschen schaffen, bei denen man sich geborgen fühlt, bei denen nicht die gefahr besteht, im stich gelassen zu werden und "außen vor" zu sein. und naturheilkunde, pflanzliche und homöopathische mittel für herz-kreislauf und für das "nervenkostüm". aber nicht selbst suchen im internet oder in büchern, sondern zum experten gehen.

danke fürn rat

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